© Michael Gerber
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Am EuroBirdwatch-Wochende ging es rund

  • Julia Hatzl
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Anlässlich des 24. EuroBirdwatch wurden am Wochenende an 57 Orten in der Schweiz und in weiteren 40 Ländern Europas und Zentralasiens die Vögel auf dem Zug in ihr Winterquartier beobachtet und gezählt. 3’700 Vogelzug-Interessierte besuchten die Stände der lokalen Sektionen von BirdLife Schweiz und verfolgten begeistert das einzigartige Naturschauspiel.

Der Blick in den Himmel bot am diesjährigen EuroBirdwatch-Wochenende dank den vielen ziehenden Vögeln wieder ein faszinierendes Schauspiel. Nicht selten können während des Herbstzuges ausserordentliche Naturbeobachtungen gemacht werden. Dieses Jahr wurden mit rund 102’000 Individuen in der Schweiz besonders viele Zugvögel gezählt. Zu den ornithologischen Highlights, die an den Ständen der lokalen Sektionen von BirdLife Schweiz beobachtet wurden, zählen zum Beispiel der Rotkehlpieper, die Rohrweihe und zahlreiche Alpenstrandläufer.

Alpenstrandläufer Fliegender Trupp mit Sichelstrandläufern Lapmezciems © Michael Gerber
Alpenstrandläufer, fliegender Trupp mit Sichelstrandläufern Lapmezciems © Michael Gerber
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Bei der Zugvogelbeobachtung während des EuroBirdwatch werden immer auch die drei häufigsten Arten bestimmt. Dieses Jahr waren dies in der Schweiz die Ringeltaube (33’952 Vögel), der Buchfink (16’096 Vögel) und der Erlenzeisig (4’513 Vögel). Die interessierten Besucherinnen und Besucher konnten die grossen Schwärme, aber auch einzeln ziehende Vögel mit den zur Verfügung gestellten Fernrohren und Feldstechern beobachten und sich von Fachpersonen zum Phänomen Vogelzug informieren lassen. Neben Beobachtungsständen boten einige Sektionen von BirdLife Schweiz Exkursionen, öffentliche Beringungen und Spiele für Gross und Klein an.

Auf die Zugvögel lauern viele Gefahren

Der jährliche Zug zwischen Brutgebiet und Winterquartier verlangt den Vögeln eine riesige körperliche wie auch koordinative Leistung ab. Daneben stellen sich ihnen einige natürliche, aber auch menschengemachte Hindernisse in den Weg. Neben schlechtem Wetter, hohen Bergketten und kargen Wüsten machen ihnen auch zerstörte Rastplätze, Stromleitungen, Windräder, starke Nachtbeleuchtung sowie die illegale Jagd zu schaffen. In den Überwinterungsgebieten in Afrika stellen der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln und der Verlust von Rastplätzen und Winter-quartieren ein grosses Problem dar.

BirdLife Schweiz setzt sich für die Zugvögel in den Brutgebieten, auf dem Zugweg und in den Winterquartieren ein. In Zusammenarbeit mit den BirdLife-Partnern vor Ort unterstützt BirdLife Schweiz die Schaffung von Schutzgebieten und die Öffentlichkeitsarbeit auch auf internationaler Ebene.

Ein Grossanlass im Zeichen der Zugvögel

Mit der europaweiten Zugvogelbeobachtung machen BirdLife International und seine Partnerorganisationen auf die Notwendigkeit der Sicherung der Zugwege und der Bekämpfung der illegalen Vogeljagd im Mittelmeerraum aufmerksam.

© BirdLife Schweiz
© BirdLife Schweiz

Dieses Jahr waren am EuroBirdwatch Partnerorganisationen aus 41 Ländern beteiligt und lockten mit ihren über 1’000 Anlässen insgesamt über 20’000 Teilnehmende an. Die Resultate der einzelnen Länder sind auf der Webseite www.eurobirdwatch.eu zusammengefasst. Die detaillierten Schweizer Resultate sind unter www.birdlife.ch/ebw einsehbar.

BirdLife Schweiz vereint als nationaler Dachverband 65‘000 Mitglieder, 21 Landesorganisationen und Kantonalverbände sowie 450 lokale Sektionen. BirdLife Schweiz setzt sich für den Schutz der Vögel und der ganzen Biodiversität ein. Mit den Zeitschriften Ornis und Ornis Junior und den beiden BirdLife-Naturzentren in La Sauge am Neuenburgersee und Neeracherried ZH begeistert BirdLife Schweiz viele Leute für den Schutz der Natur.
BirdLife Schweiz setzt sich für die Zugvögel in den Brutgebieten, auf dem Zugweg und in den Winterquartieren in Afrika ein.

1 Kommentar

  • Hurt Luc

    Wieso wird nur die illegale Jagd erwähnt? Auch die legale Jagd stellt ein Problem dar, zumals Arten wie Turteltaube und Kiebitz noch in vielen Ländern auf der Abschussliste stehen, bei uns aber kaum noch als Brutvogel vorkommen.

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