© ponte1112 [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Alpenquerender Güterverkehr: Die Schweiz soll auch 2016 die Verlagerung vorantreiben!

  • Kathrin Ruprecht
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Die Alpen-Initiative nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Bahn 2014 im alpenquerenden Güterverkehr Anteile hinzugewonnen hat. Nun gilt es, die Verlagerung weiter voranzutreiben, denn 2016 wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Eine 2. Gotthard-Strassenröhre hingegen würde zu einer Rückverlagerung der Gütertransporte auf die Strasse führen und die Milliarden-Investitionen in die NEAT und den 4-Meter-Korridor entwerten.

«2016 folgt die Jahrhundertchance, der Verlagerung endlich zum Durchbruch zu verhelfen», sagt Jon Pult, Präsident des Vereins Alpen-Initiative. Denn dann wird der Gotthard-Basistunnel in Betrieb genommen. Damit hat die Bahn noch bessere Voraussetzungen, die Güter rasch, umweltschonend und sicher durch die Schweizer Alpen zu transportieren, schreibt der Verein Alpen-Initiative. «Die Zukunft der Gütertransporte liegt auf der Schiene, nicht auf der Strasse», so Jon Pult. Damit können Energie gespart, das Klima geschont, die Lebensqualität entlang der Transitachsen verbessert und die Sicherheit auf den Strassen erhöht werden.

Die Zahlen, die das Bundesamt für Verkehr heute veröffentlich hat, belegen eindrücklich, dass die Schweizer Verlagerungspolitik zu greifen beginnt. Es kann also mittelfristig und langfristig trotz aller Unkenrufe gelingen, die Güter auf die Schiene zu bringen und die Zahl der alpenquerenden Lastwagen zu reduzieren. Mit der Alpentransitbörse steht zudem ein marktwirtschaftliches Instrument zur Verfügung, um die in Verfassung und Gesetz formulierten Ziele zu erreichen.

«Eine Abkehr vom Verlagerungsziel ist erstens nicht nötig und wäre zweitens kreuzfalsch. Ebenso kreuzfalsch wäre es, jetzt am Gotthard eine 2. Strassenröhre zu bauen», sagt Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik der Alpen-Initiative. Denn damit würden all die Erfolge der letzten Jahrzehnte zunichte gemacht. Die Schweiz hat gegenüber den anderen Alpenländern mit den Basistunnels am Lötschberg und Gotthard sowie mit der LSVA einen grossen Vorsprung. «Diesen Vorsprung dürfen wir nicht mit einer 2. Strassenröhre torpedieren», fügt Manuel Herrmann hinzu.

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