Alpeninititative, Feuer in den Alpen, Mahnfeuer

Alpenglühn

  • Nora Kieselbach
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Auf dem Castello di Mesocco im bündnerischen Misox haben vor einer Woche die Alpen-Initiative sowie die lokalen Umweltorganisationen Moesano vivibile und Leventina vivibile ihr traditionelles Mahnfeuer entzündet. Gemäss einer Medienmitteilung fordern die drei Organisationen, dass die Güter von der Strasse auf die Schiene verlagert werden und die Schweiz eine Alpentransitbörse einführt. Ein zweiter Strassentunnel am Gotthard würde diese Entwicklung in die umgekehrte Richtung lenken und zu mehr Transitlastwagen aus dem EU-Raum führen.

Im ganzen Alpenbogen brannten am 11. August Mahnfeuer, welche Teil der internationalen Aktion „Feuer in den Alpen“ sind. Die drei Umweltorganisationen erinnerten daran, dass der Transitverkehr auf der Strasse die Umwelt stark schädigt und den Lebensraum der Menschen bedroht. Aus diesem Grund lehnen sie einen zweiten Strassentunnel am Gotthard strikte ab. Er würde früher oder später zu mehr Schwerverkehr auf allen Transitachsen führen. Dies hat jüngst auch ein juristisches Gutachten, publiziert in der NZZ, gezeigt. Im Falle, dass die zweite Röhre gegraben wird, könnte die EU unter Berufung auf das Landverkehrsabkommen die „künstliche“ Beschränkung auf zwei Spuren anfechten und die vierspurige Benutzung durchsetzen.

Weitere Informationen

Alpen-Initiative
Feuer in den Alpen

Bild: Pino Brioschi / Alpen-Initiative

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