© CIPRA Slowenien
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Alpen sollen energieautark werden

  • Dominique Haiden
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Die Alpen sollen bis 2050 unabhängig von Energieimporten werden. Dass dies sinnvoll und möglich ist, zeigen zahlreiche Beispiele und Studien. Die CIPRA vertieft das Thema „Energieautarkie“ an ihrer Fachtagung, die von 15. bis 17. September 2011 in Bovec/SI stattfindet.

Die vorhandene Energie sparsam und effizient zu nutzen und den Energiebedarf mit einheimischen erneuerbaren Energien zu decken, dies haben bereits mehrere Alpenregionen zu ihrem Ziel erklärt. Mehr noch: Die gesamten Alpen könnten bis 2050 energieautark werden. Die  Internationale Alpenschutzkommission CIPRA setzt sich seit Jahren für ein grundlegendes Umdenken in Sachen Energieerzeugung und -verbrauch ein. Mit ihrer Fachtagung zur Energieautarkie, die von 15. bis 17. September 2011 im slowenischen Bovec stattfindet, setzt sie einen weiteren Meilenstein.

Den Alpen kommt bei der Energiebilanz eine besondere Rolle zu. Einerseits sind sie reich an erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Holz oder Sonne. Diese werden vielerorts schon erfolgreich genutzt. Andrerseits wird die vorhandene Energie in den Alpen noch immer ineffizient genutzt, was sich auf den hohen Ausstoss von Treibhausgasen auswirkt. Die Vision der Energieautarkie muss umfassend sein. Dazu gehört nicht nur, auf erneuerbare Quellen zu setzen, sondern auch der effiziente, sparsame und innovative Umgang mit Energie, Raumplanung und Mobilität. Damit Energieautarkie nicht als Vorwand zur Verbauung der letzten naturnahen Gewässer oder zur grossflächigen Bestückung unberührter Landschaften mit Wind- und Solarkraftwerken missbraucht wird, braucht es ganzheitliche Konzepte.

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