Exkursion

Alpen sind ein komplexes Netzwerk

  • Eliane Küpfer
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Die Herausforderungen an die alpine Gesellschaft erinnern an ein verzweigtes Wurzelgeflecht. Sie sind vielschichtig und komplex mit- einander verwoben, resümiert das Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ (AidA) die diesjährige Jahrestagung. Die isolierte Betracht- ung einzelner Problemfelder laufe Gefahr, kurzsichtig und einseitig zu sein. Rund 100 TeilnehmerInnen aus 7 Ländern diskutierten Ende April über die Zukunft der Alpen und die konkreten Handlungsmö- glichkeiten der Gemeinden. Das Hauptthema war die ganzheitliche Betrachtung des natürlichen und sozialen Lebensraumes in den Alpen, vom Klimawandel über Naturschutz bis hin zu Veränder- ungen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Wolfgang Pfefferkorn forderte in seinem Leitreferat die Anwesenden auf, couragiert und zukunftsorientiert zu handeln. Um Lebensqualität auf lange Sicht zu sichern, müsse eine naturverträgliche Gesellschaft über Wachstum und übermässigen Güter- und Rohstoffverbrauch gestellt werden. Pfefferkorn plädierte ausserdem für die Wertschätzung aller in einer Gemeinde ansässigen Menschen und deren Ideen.

Wichtig sei es auch, den Austausch zwischen den Gemeinden zu fördern und externe Impulse einzubeziehen. Denn vernetzte Gemeinden haben es leichter, da sie von den Erfahrungen ihrer Partner profitieren können. Über die Zukunft der Alpen und die konkreten Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden diskutierten rund 100 TeilnehmerInnen aus 7 Ländern.

Die Jahrestagung bildete zudem den Rahmen für den Programmstart von „dynAlp-nature“. Das neue dynAlp-Programm wird länderübergreifende Kooperationsprojekte fördern, welche
Maßnahmen zum Schutz der Natur – etwa die Schaffung und den Erhalt von Biodiversität, naturnahe Bewirtschaftung von privaten und öffentlichen Grünflächen oder biologische Landwirtschaft – umsetzen.

Bild © AIDA, Gasser

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