ADM_Gruendung

Allianz Deponien Muttenz gegründet

  • Monika Jung
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ADM_GruendungFür eine einmalige, definitive und sichere Sanierung der Muttenzer Chemiemülldeponien auf Kosten von Novartis, Syngenta, Clariant und BASF und für eine mehrstufige Trinkwasseraufbereitung bei der Hardwasser AG: Um unter anderem diese zwei Ziele durchzusetzen, haben am 8. Februar 2011 16 Organisationen, Parteien und Verbände aus den Kantonen Basel-Land und Basel-Stadt die Allianz Deponien Muttenz (ADM) in Muttenz gegründet.

„Wir sind heute bei der Feldrebengrube dort, wo wir in Bonfol vor zehn Jahren standen. Ich hoffe, dass wir in Muttenz nicht denselben Weg mit Gerichtstermin etc. gehen müssen“, bemerkte Matthias Wüthrich, Leiter der Chemie-Kampagne von Greenpeace Schweiz anlässlich der Gründungsversammlung der Allianz Deponien Muttenz (ADM). Zur Gründung der ADM hatte das Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen (FbTK) aufgerufen. Katharina Aellen, Präsidentin des FbTK hielt fest: „Da 80% des Trinkwassers der Hardwasser AG im Kanton Basel-Stadt getrunken werden, freut es mich speziell, dass so viele Basler Organisationen den Weg nach Muttenz eingeschlagen haben und bei der ADM mitmachen“.

Die ADM setzt sich im Interesse von Menschen und Umwelt für eine sichere, einmalige, definitive und gemäss dem neuesten Stand der Technik durchzuführende Sanierung der Chemiemülldeponien im Umfeld des Trinkwasserschutzgebiets Muttenzer Hard ein. Die ADM möchte die Überwachung und Sanierung der Muttenzer Chemiemülldeponien politisch und technisch eng begleiten, wobei im Moment die Aufräumarbeiten bei der Feldrebengrube im Vordergrund stehen. Die Allianz setzt sich für eine mehrstufige Aufbereitung des Trinkwassers der Hardwasser AG ein, wie sie dem heutigen Stand der Technik entspricht und wie sie von der Gemeinde Muttenz geplant wird.

Als Vorbild für die Arbeit der ADM kann das Collectif Bonfol (CB) bezeichnet werden. Seit dem Jahr 2000 begleitet dieser Zusammenschluss von Umweltorganisationen, Gewerkschaften und anderen Organisationen die Planung und Umsetzung der vollständigen Sanierung der Chemiemülldeponie Bonfol, wo die Basler chemische Industrie 114’000 Tonnen Chemiemüll ausheben muss. U.a. mit Gutachten zu den Sanierungsprojekten machte das CB seine Vorstellungen einer technisch einwandfreien Sanierung bekannt. Dies führte u.a. mit einem Gang vor Gericht zu substantiellen Verbesserungen des Sanierungsprojekts, insbesondere was Abluftreinigung, Beprobung, Arbeitssicherheits- und Arbeitshygiene anbelangt. Seit in Bonfol die Arbeiten begonnen haben, begleitet das CB die Sanierung. Wie wichtig diese Begleitung während den Arbeiten ist, zeigen die Interventionen des CB in der Folge der schweren Explosion, die sich im Juli 2010 in Bonfol ereignet hat.

ADM ist zuversichtlich, mit dieser neuen, breit abgestützten Allianz die Basis dafür zu legen, dass das leidige Chemiemülldeponie-Problem beseitigt werden kann und das Trinkwasser definitiv geschützt ist.

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