Wassermelone

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  • Manuela Just
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Die Koalition Keine Patente auf Saatgut, legte vergangene Woche Einspruch gegen ein europäisches Monsanto-Patent ein. Das Patent schützt eine bei indischen Sorten vorkommende Resistenz von Melonen gegen ein gefährliches Virus. Das NGO-Bündnis kritisiert, dass mit solchen Patenten die weitere Züchtung resistenter Pflanzen erschwert statt gefördert wird.

In den letzten Jahren hat sich die Viruserkrankung, gegen die eine indische Melonensorte resistent ist, in Europa, Nordamerika und Nordafrika immer weiter ausgebreitet. Das Patent ermöglicht es dem Monsanto-Konzern, die Verwendung wichtiger genetischer Ressourcen anderen Konzernen und Züchtern vor zu behalten. Dabei wären weitere züchterische Schritte nötig, um eine ausreichende Resistenz gegen das Virus zu erzielen.

Patente auf konventionelle Züchtungen sind in Europa eigentlich verboten. „Pflanzen sind keine Erfindung und dürfen deswegen auch nicht rechtlich geschützt und damit monopolisiert werden“, so Vandana Shiva, Umweltaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises.

Gemeinsam mit dem internationalen Bündnis Keine Patente auf Saatgut drängen die EvB und Swissaid auf europäischer Ebene auf ein Verbot von Patenten auf Pflanzen, Tiere und die aus ihnen gewonnenen Lebensmittel.

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Bild: Steve Evans aus Bangalore, India (Wikimedia Commons)

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