Butter, Vorzugsbutter

Alles in Butter?

  • Nora Kieselbach
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Wie das Schweizer Fernsehen SF1 enthüllte, wird bis Ende dieses Jahres der Schweizer Butter-Vorrat knapp werden. Einerseits wird zur Weihnachtszeit – u.a. um Guetzli zu backen – viel Butter gekauft, die Butterproduktion ist gleichzeitig jedoch tief. „Vielleicht muss am Schluss sogar ausländische Butter importiert werden“, erklärt der Präsident einer Vereinigung von 250 Ostschweizer Milchbauern in der Sendung „10vor10“.

Noch vor 15 Monaten beklagte die Schweizer Milchbranche einen noch nie da gewesenen Butterberg von über 10’000 Tonnen! Damals hatte sogar der Bundesrat interveniert und einer Branchenlösung zugestimmt. Fortan hatten alle Bauern pro abgeliefertem Kilogramm Milch einen Rappen in einen Fond zu zahlen. Mit dem Geld aus diesem „Butter-Kässeli“ wurden anschliessend die Butterexporte in die Türkei, nach Saudi-Arabien und in das Bürgerkriegsland Syrien subventioniert.

Offenbar mit Erfolg, denn Ende Oktober sind nun die Butterlager so leer wie seit fünf Jahren nicht mehr. Gleichzeitig steigt jedoch wegen der anstehenden Guetzli-Saison der Inlandkonsum in den nächsten Monaten an. Müssen die Guetzli jetzt etwa mit ausländischer Butter gebacken werden? Daniel Gerber von der Branchenorganisation Butter BOB versucht gegenüber „10vor10“ abzuwiegeln: „Das würde bei den Milchproduzenten für Unverständnis sorgen“. Und: „Wir werden bis Ende Jahr genügend Butter haben, um den Inlandmarkt abzudecken.“ Die Milchproduzenten wollen die Situation auf dem Buttermarkt nun genau beobachten.

Weitere Informationen

Branchenorganisation Butter BOB

Bild: © coopathome.ch

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