AKW-Ade-Camp geräumt

  • Dominique Haiden
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Atomkraft Nein DankeAm 21. Juni 2011 wurde die AKW-Ade-Mahnwache auf dem Viktoriaplatz polizeilich geräumt. Dutzende Polizisten räumten das Camp und verhafteten alle anwesenden CamperInnen. Für AKW-Ade stellt sich der Gemeinderat damit auf die Seite der Atomlobby. Auch die Grünen Schweiz und die Grünen Kanton Bern kritisieren die Räumung des AKW-Ade-Camps in Bern. Friedliche Proteste zur Stilllegung des altersschwachen AKW Mühleberg müssen weiterhin möglich sein. Die Grünen erwarten von der Regierung des Kantons, dass sie mit den Bernischen Kraftwerken (BKW) ein verbindliches Ausstiegsszenario für das AKW Mühleberg vorlegt. Zum Schutz der Bevölkerung soll das AKW so rasch wie möglich stillgelegt werden.

In den letzten drei Monaten hat das AKW-Ade-Camp vor dem Hauptsitz der bernischen BKW friedlich gemahnt, dass der Atomausstieg nach den tragischen Ereignissen in Japan so rasch als möglich erfolgen muss. In dieser Zeit haben zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten der friedlichen AKW-Bewegung ein Gesicht gegeben. Auf politischer Ebene hat sich seither ein breiter Konsens für den Atomausstieg gebildet. Damit dieser aber nicht bei einem Lippenbekenntnis bleibt, müssen erste konkrete Schritte unternommen werden. Dazu gehört die Stilllegung des gefährlichen AKW Mühleberg.

Der Berner Regierungsrat hat die BKW im März dieses Jahres aufgefordert, die Unternehmensstrategie anzupassen und dem Regierungsrat bis spätestens Ende Jahr Bericht zu erstatten. Die Grünen erwarten, dass die angepasste Unternehmensstrategie ein verbindliches, terminiertes und rasches Ausstiegsszenario für das AKW Mühleberg beinhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, erwarten die Grünen vom Regierungsrat, dass er dieses Anliegen als Mehrheitsaktionär über eine Umbesetzung des Verwaltungsrates durchsetzt. Dies ist nicht nur in energie- und sicherheitspolitischer Hinsicht die einzige sinn- und verantwortungsvolle Lösung, sondern auch in ökonomischer Hinsicht. Die BKW soll endlich in die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien investieren anstatt in eine Pflästerlipolitik für eine Technologie von vorgestern.

Die Grünen setzen sich weiterhin für die rasche Stilllegung des AKW Mühleberg ein. Sie kämpfen auf kantonaler Ebene mit der Initiative „Bern erneuerbar“ für eine rasche Energiewende und auf nationaler Ebene mit der „Atomausstiegsinitiative“ für das Verbot von AKW und den Atomausstieg. Auch AKW-ADE will weiter kämpfen, mit oder ohne Genehmigung des Berner Gemeinderats. Die Dienstags-Protest-Picknicke sollen weiter statt finden und am Donnerstag um 18 Uhr gibt es bereits die nächste Demo.

Weitere Informationen

Grüne Partei der Schweiz

AKW-Ade

1 Kommentar

  • Patrick Dreier

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Die Kernkraftwerke Beznau eins und KKW’s Beznau zwei gehören als erster sofort abgeschalten. Es ist das älteste Kernkraftwerk.
    Aussitzen Axpo AG

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