rind1

Agrarpolitik: auf Bio-Prämie soll verzichtet werden

  • Barbara Darani
  • -

rindDer Bundesrat hat heute einen Bericht zur Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen (WDZ) verabschiedet. Bio Suisse begrüsst grundsätzlich die Absicht, die finanziellen Ressourcen effizienter und ökologischer einzusetzen. Dass allerdings ausgerechnet die Bio-Direktzahlungen wegfallen sollen, stösst bei Bio Suisse auf Unverständnis.
Neu ist vorgesehen, dass künftig alle Leistungen der Landwirtschaft einzeln abgegolten werden. Eine Bioprämie ist nicht mehr vorgesehen. So genannte „positive Externalitäten“, d.h. positive Auswirkungen auf die Umwelt, werden finanziell gefördert (z. B. Tierschutz, Biodiversität). Gleichzeitig soll die Vermeidung von „negativen Externalitäten“ (z.B. Trinkwasserschutz durch Vermeidung von Kunstdünger) nicht mehr finanziell unterstützt werden. Der Bericht fordert nur die niederschwelligen Anforderungen des ÖLN (Ökologischer Leistungsnachweis) für den Erhalt von Direktzahlungen. Er berücksichtigt nicht, dass viele Landwirtschaftsbetriebe, insbesondere die Biobetriebe sehr viel mehr tun, um die Umwelt möglichst wenig zu belasten.
Insgesamt hat der Bundesrat die Änderung von 6 landwirtschaftlichen Verordnungen beschlossen, mit dem Ziel einer effizienteren Verteilung der staatlichen Direktzahlungen.

www.news.admin.ch 
Bio Suisse

Beitrag kommentieren