Logo_CBD

Abkommen gegen Biopiraterie

  • Nora Zoller
  • -

Logo_CBDDelegierte aus rund 150 Ländern haben in Cali (Kolumbien) das UNO-Abkommen gegen Biopiraterie verhandelt. Als Biopiraterie bezeichnet man die unrechtmässige Aneignung genetischer Ressourcen und/oder des damit verbundenen traditionellen Wissens (naturschutz.ch berichtete bereits über den Kampf gegen die Biopiraterie). Nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Schutz der Biodiversität, wird die Ächtung und Beendigung von Biopiraterie weltweit als wichtig anerkannt. Die überfällige gerechte Aufteilung der Gewinne aus der Nutzung der Biodiversität ist eine zentrale Forderung der „Convention on Biological Diversity“ (CBD).

Noch immer wehren sich einige Länder gegen effektive Massnahmen zur Einhaltung der Bestimmungen des Protokolls. Vor allem Kanada, Australien, Südkorea und Japan verhindern somit Fortschritte im Kampf gegen die Biopiraterie, weil sie nur die Interessen ihrer Pharma- und Biotechunternehmen vertreten. Ob das Protokoll im Oktober wie geplant verabschiedet werden kann, ist nun fraglicher denn je.

Die Schweiz nahm in Cali trotz Druck der hiesigen Pharmalobby eine gemässigte Position ein und wird so hoffentlich eine konstruktive Rolle bei den Schlussverhandlungen spielen können. Scheitern die Verhandlungen, steht die CBD und damit die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf dem Spiel.

Erklärung von Bern

Beitrag kommentieren