von Böhringer Friedrich (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Bündner Jagdbeginn

  • Roman Vonwil
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Heute Montag hat im Kanton Graubünden die Jagd begonnen. Mit mit einer Abschussvorgabe von 4655 Tieren soll gegen den aktuell sehr hohen Hirschbestands vorgegangen werden, um Schäden an Schutzwäldern aber auch an den Tieren selber zu verhindern. Es ist fraglich, ob diese Vorgaben in der regulären Hochjagd erreicht werden können, und es ist somit sehr wahrscheinlich, dass im kommenden November und Dezember eine Sonderjagd stattfinden muss.

Der Hirschbestand im Kanton Graubünden hat laut der kantonalen Jagdverwaltung seine tragbare Grösse erreicht. Er wurde diesen Frühling auf 15’000 Tiere geschätzt. Um nachteilige Folgen für den Lebensraum – insbesondere für Schutzwäldern – und für die Tiere selber  zu verhindern, muss der Bestand stark reguliert werden. Dies geschieht durch den jagdlichen Eingriff – der dieses Jahr stark ausfallen wird. Der Abschussplan beinhaltet eine Abschussvorgabe von 4655 Hirschen.

Die Entnahme der im Abschussplan vorgegebenen Anzahl Tiere soll in der Hochjagd geschehen, die 21 Tage dauert und am Montag, 1. September begonnen hat. Wie die Südostschweiz berichtet, wird diese Abschussvorgabe kaum einzahlten sein. Denn erfahrungsgemäss werden in der Hochjagd nur rund 3000 Hirsche erlegt. Deshalb wird vermutlich im November und Dezember eine Sonderjagd stattfinden, damit die Bestände wie vorgesehen reguliert werden können.

Die Sonderjagd ist jedoch umstritten. Dies zeigen auch zwei aktuelle Initiativen, die beide deren Abschaffung verlangen. Gründe für die im Jahr 2013 eingereichte „Sonderjagdinitiative“ und die „Initiative für eine naturverträgliche und ethische Jagd“ ist die Wahrnehmung der in der Sonderjagd benutzten Methoden als unethisch und nicht tierfreundlich.

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