© Ch-info.ch (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Stromfirmen produzieren mehr dreckigen, als sauberen Strom

  • Nicole Wabersky
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Dreckiger als viele denken – mehr als die Hälfte des Stroms der vier grössten Schweizer Stromproduzenten kommt aus fossilen Kraftwerken und AKW im In- und Ausland. Die Axpo, Alpiq, BKW und Repower belasten die Umwelt massiv, wie eine Untersuchung der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt.

Die grossen Schweizer Stromproduzenten schmücken ihre Geschäftsberichte und Publikationen gerne mit Windkraftwerken und Photovoltaikanlagen und versuchen sich damit als Treiber der Energiewende zu profilieren. Jedoch: Die neuen erneuerbaren Energien machen nach wie vor einen sehr kleinen Anteil an der ganzen Stromproduktion aus. Denn Axpo, Alpiq, BKW und Repower betreiben im Ausland Gas- und Kohlekraftwerke.

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat die Klima- und Umweltbelastung pro Kilowattstunde der vier grössten Schweizer Stromkonzerne berechnet und miteinander verglichen, wie ein den Grafiken zu sehen. Gemessen wurde unter anderem die Umweltbelastung von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zur Entsorgung der Abfälle von sämtlichen Kraftwerken, auch denen im Ausland.

Das Ergebnis: Nach wie vor produzieren die vier grössten Schweizer Stromkonzerne mit 57.3 Prozent mehr dreckigen als sauberen, erneuerbaren Strom (42.6 Prozent inklusive Wasserkraft).

«Dieses Missverhältnis muss schnellstmöglich korrigiert und die Energiewende endlich auch von den Grossproduzenten aktiv vorangetrieben werden»,

fordert Sabine von Stockar, SES-Projektleiterin Strom&Atom.

Die SES fordert die grossen Schweizer Stromunternehmen auf, die Energiewende ernsthaft mitzugestalten. Statt Berge von Atommüll in AKW und massenhaft CO2 in ausländischen fossilen Kraftwerken zu produzieren, sollen sie die einheimische erneuerbare Stromproduktion vorantreiben.

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