© Bio Suisse
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6000 Schweizer Bauern bewirtschaften ihre Felder nach Bio-Knospe Richtlinien

  • Kathrin Ruprecht
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Die Anzahl Knospe-Betriebe in der Schweiz erreicht eine neue Bestmarke. Claude Peguiron aus Mex VD ist der 6‘000ste Landwirt, der seinen Hof nach den Richtlinien von Bio Suisse bewirtschaftet. Aktuell liegt der Anteil der Biobetriebe in der Schweiz bei 12,5 Prozent – Tendenz weiter steigend.

Bio Suisse hat Grund zur Freude: Der Dachverband der Schweizer Knospe-Betriebe heisst mit Claude Peguiron den 6‘000sten Produzenten willkommen. Der Landwirt aus Mex VD bewirtschaftet seinen Betrieb seit diesem Jahr nach den Richtlinien von Bio Suisse. Die Umstellung auf den biologischen Landbau betrifft den gesamten Betrieb und dauert zwei Jahre, schreibt Bio Suisse. Claude Peguiron: «Ich habe die Umstellung zuerst auf einer einzelnen Weizenparzelle erprobt und gemerkt, dass ich den Acker auch ohne Chemie unkrautfrei halten kann.» Nun sei er froh, mit dem Biolandbau für sich und die kommenden Generationen einiges zu verbessern, zum Beispiel für einen gesunden Boden und sauberes Wasser sorgen zu können. Claude Peguiron bewirtschaftet mit seiner Frau Laurence und den drei Kindern in Mex 37 ha Land, davon sind 26 ha Ackerfläche mit Weizen, Sonnenblumen, Raps, Körnermais, Gerste-Erbsen-Mischkultur. Zudem hält er rund 50 Stück Vieh.

Urs Brändli, Präsident von Bio Suisse, sagt: «Ich freue mich, dass der Biolandbau auch in der Westschweiz immer mehr Anhänger findet. Es gibt hier viele Betriebe, die in die Bioproduktion von Getreide, Protein-trägern und Ölsaaten einsteigen können. Die Anbautechnik ist ausgereift und Absatz ist vorhanden.» Um die Entwicklung des Biolandbaus in der Westschweiz gezielt zu fördern und langfristig neue Biobauer und Verarbeiter zu gewinnen, hat Bio Suisse in Lausanne eine Zweigstelle eröffnet. Pascal Olivier führt die Antenne Romande im Maison du Paysan seit Mai diesen Jahres. Eine zentrale Aufgabe wird sein, spezialisierte Ackerbaubetriebe von den Vorteilen einer Umstellung zu überzeugen. Olivier ist zuversichtlich: «Wir streben in der Westschweiz in den nächsten Jahren ein Wachstum an, das über dem nationalen Durchschnitt von zwei Prozent liegt.»

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