600 Betriebe wollen freiwillig CO2-Ausstoss senken – um keine CO2-Abgabe zahlen zu müssen

  • Redaktion Naturschutz
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Mit den bisherigen Massnahmen zum Klimaschutz wird die Schweiz das Ziel des CO2-Gesetzes – eine Reduktion des CO2-Ausstosses um 10% bis 2010 – nicht erreichen. Gründe für die ungünstige Prognose gibt es viele: wachsende Bevölkerung, mehr beheizte Wohnflächen, mehr grössere Autos und ein verstärkter Trend zu Dieselfahrzeugen. Der Bundesrat ist auf Grund des CO2-Gesetzes allerdings zum Handeln verpflichtet. Als mögliche neue Massnahmen stehen eine CO2-Abgabe, ein Klimarappen oder eine Kombination von beiden im Raum. Nach Ansicht des WWF ist nur die Einführung der CO2-Abgabe geeignet, um dem Ziel näher zu kommen (siehe ältere Artikel).
Nun haben sich 600 Betriebe – Industriebetriebe, Hotels, Grossverteiler, Banken und sogar Käsereien – verpflichtet, ihren CO2-Ausstoss stark zu senken, um dereinst die CO2-Abgabe nicht bezahlen zu müssen. Sie unterschrieben einen Vertrag, dass sie den klimaschädigenden CO2-Ausstoss bis ins Jahr 2010 um 13,1% unter den Stand von 1990 senken werden. Weitere Vereinbarungen sollen folgen, sodass im Jahr 2010 für 40 % des CO2-Ausstosses Reduktionsziele festgelegt sein sollen.
Jene Firmen, die die gesteckten Ziele erreichen, müssen dereinst keine CO2-Abgabe zahlen. Doch dass eine solche Abgabe auch wirklich eingeführt wird, müssen Bundesrat und Parlament erst noch bestätigen.

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