60 tote Dohlen beim Schloss Hallwyl

  • Redaktion Naturschutz
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Das Personal des Schlosses Hallwyl hat am 29. Juni 2006 bei Arbeitsbeginn zahlreiche tote oder teilweise gelähmte Dohlen aufgefunden. Die sofort herbeigerufenen Experten der Vogelwarte Sempach hätten noch einige Tiere retten können. Bis zum Wochenende wurden 60 verwendete Tiere eingesammelt. Seither wurden keine weiteren Kadaver mehr gefunden.
Die Experten der Vogelwarte schlossen nach ersten Untersuchungen schnell auf eine Vergiftung. Gemäss Laboruntersuchungen verendeten die Dohlen nicht an Vogelgrippe und auch die atypische Geflügelpest könne ausgeschlossen werden. Die Tiere hätten auch nicht an anderen Krankheiten gelitten.
Welches Gift die Dohlen aufgenommen haben, soll mit weiteren Laboranalysen untersucht werden. Bis konkrete Resultate vorliegen, können noch Wochen vergehen. Weil auf einem Acker in der Nachbarschaft des Schlosses auch tote Krähen gefunden wurden, liege der Verdacht nahe, dass sich die Tiere vergiftet hätten. Deshalb wurde Anzeige gegen unbekannt eingereicht.
Die Turmdohlen stehen auf der Roten Liste der besonders gefährdeten Vögel. Deshalb wurde der Kolonie beim Umbau von Schloss Hallwyl in den vergangenen Jahren besondere Beachtung geschenkt. So konnte sich die Kolonie auch während der Renovationsphase auf über 80 Paare mit insgesamt 200 Tieren vergrössern. (sm)

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