Der Strom aus der Schweizer Steckdose stammt zu 50 Prozent aus Wasserkraft. | © Metropolico.org, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Der Strom aus der Schweizer Steckdose stammt zu 50 Prozent aus Wasserkraft. | © Metropolico.org, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

50 Prozent des genutzten Stroms stammt aus Wasserkraft

  • Amanda Buol
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Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammte 2014 zu 54 Prozent aus erneuerbaren Energien. Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen ergriffen, damit Transparenz herrscht und die Qualität der Stromkennzeichnung sichergestellt ist.

Das Bundesamt für Energie (BFE) veröffentlichte die Daten des Strom-Liefermix. Diese geben Aufschluss, welchen Strom die Schweizer Bevölkerung 2014 aus der Steckdose entnommen hat. Dabei zeigten sich einige Änderungen. So wurde 49 Prozent des 2014 gelieferten Stroms in Wasserkraftwerken produziert, zwei Prozent weniger als 2013. Deutlich weniger Strom stammt von Kernkraftwerken. Der Anteil liegt bei 26 Prozent, vier Prozent weniger als 2013. Von 18 Prozent (2013: 13 Prozent) des gelieferten Stroms ist die Herkunft nicht nachvollziehbar, so das BFE und führt den Anstieg auf den europäischen Markt zurück. Oft wird der Strom aus fossilen und nuklearen Quellen beschafft ohne den Zukauf von entsprechenden Herkunftsnachweisen.

Erfreulich ist der gestiegene Anteil der erneuerbaren Energieträger (Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft). Flossen 2013 noch 3.8 Prozent aus der Steckdose, sind es nun bereits 4.7 Prozent. Trotzdem stammt noch ein geringer Teil des gelieferten Stroms aus fossilen Energieträgern (0.4 Prozent).

Um die Transparenz für die Kundinnen und Kunden zu erhöhen und die Qualität der Stromkennzeichnung sicherzustellen, hat der Bundesrat bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt. Seit 2013 müssen – mit der Ausnahme von Kleinstanlagen – alle Kraftwerke im Herkunftsnachweissystem registriert sein, welches von der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid geführt wird. Zudem verlangt die Energieverordnung von den Lieferanten, dass sie alle vorhandenen Herkunftsnachweise für die Stromkennzeichnung einsetzen und einen Anteil der „nicht überprüfbaren Energieträger“ von über 20% gegenüber ihren Kundinnen und Kunden erklären.

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