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Igelfallen in den Rebbergen

  • Stefanie Pfefferli
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In nicht sorgfältig verlegten Rebnetzen verheddern sich Igel und andere Tiere und  verenden. Der Verein Pro Igel hat bei einem Kontrollgang der Rebberge eine Verbesserung feststellen können – allerdings mit grossen regionalen Unterschieden.

Wo die Enden der Vogelschutznetze  der Rebberge nur auf den Boden geworfen werden, können sich Tiere darin verfangen. Oft verheddern sich die Igel mit ihren Stacheln in den Netzenden und sterben qualvoll. In den Regionen Graubünden und am Zürichsee zeige sich eine deutliche Verbesserung zum letzten Jahr bei der Montage von Vogelschutznetzen bei Reben, so Pro Igel in einer Medienmitteilung. In diesen beiden Regionen seien die Netze korrekt und sorgfältig verlegt worden. Negativ aufgefallen sind dem Verein die Region Sargans-Wallensee, wo die Mehrheit der Netze schlampig montiert sei. Auch im oberen Baselbiet bestehe grosser Handlungsbedarf beim Montieren der Schutznetze.

Der Verein Pro Igel ruft alle Weinbauern mit Rebnetzen auf, die Montage zu überprüfen, keine Netzteile lose am Boden liegen zu lassen und auf eine korrekte Spannung der Netze zu achten. 1999 wurden die Richtlinien für die korrekte Montage von Rebnetzen von Agroscope Changins-Wädenswil publiziert. Seitdem weisen die kantonalen Rebbaukommissare und die Fachzeitschriften für Obst- und Weinbau auf das Problem hin.

Weitere Informationen

Bild: Marek Szczepanek (Wikimedia Comons)

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