37 neue Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung

  • Redaktion Naturschutz
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Der Bundesrat hat letzte Woche 37 neue Objekte in das Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen. Ferner hat er die Teilrevision der Bundesinventare der Flachmoore, der Hoch- und Übergangsmoore, der Moorlandschaften und der Auengebiete gutgeheissen. Diese Änderungen treten am 1. Juli 2007 in Kraft.

Hauptgrund für die akute Gefährdung der Amphibien (Frösche, Kröten, Salamander und Molche) sind die Beeinträchtigung und das Verschwinden ihrer natürlichen Lebensräume und insbesondere der Laichgewässer. Seit dem Inkrafttreten der Verordnung über den Schutz der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Jahr 2001 sind die wichtigsten Fortpflanzungsgebiete in Zusammenarbeit mit den Kantonen nach und nach unter Schutz gestellt worden. Da sich einige dieser Habitate in Kiesgruben befinden, die genutzt werden, enthält das Bundesinventar für diese speziellen Fälle eine gesonderte Liste der Wanderobjekte. Damit wird der durch den Materialabbau bedingten Verschiebung der Fortpflanzungsgewässer Rechnung getragen.
Die neuen Objekte des Inventars befinden sich in den Kantonen Zürich, Bern, Obwalden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Genf und Jura. Die meisten dieser Gebiete sind bereits kantonal geschützt. Mit den 37 neu aufgenommenen Standorten zählt das Inventar heute 824 Objekte, deren Fläche von einem Dutzend Quadratmetern bis zu einem Quadratkilometer reicht. Für rund 70 andere Objekte steht die endgültige Entscheidung noch aus. Sie werden vorübergehend unter Schutz gestellt. (sb)

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