37'000 Schweizer sind gegen riesigen Staudamm in der Türkei

  • Redaktion Naturschutz
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Am 12. Dezember 2006 haben die Erklärung von Bern, Alliance Sud, Gesellschaft für bedrohte Völker und der Schweizer Vogelschutz SVS der Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard 37'000 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichnenden forderten den Bundesrat dringend auf, keine Exportrisikogarantie für das umstrittene Staudammprojekt Ilisu in der Ost-Türkei zu gewähren.
Die Erklärung von Bern schreibt in ihrem Mediencommuniqué, alle beteiligten Verantwortlichen wüssten, dass das geplante Kraftwerk am Tigris nicht die erforderlichen internationalen Standards für eine Exportrisikogarantie erfülle. Schwere Mängel gebe es nach wie vor im Bereich der Umsiedlung und Kompensation der 55'000 Betroffenen. Ausserdem werde das ungenügend vorbereitete Projekt zu einem Kollaps des Ökosystems am Tigris und zur Zerstörung mesopotamischer Hochkulturgüter führen.
Den Bedenken der Entwicklungs- und Umweltorganisationen zum Trotz hat der Bundesrat am 15. Dezember 2006 den vier Schweizer Firmen die Exportrisikogarantie von 225 Millionen Franken zugesagt – allerdings mit über 100 Auflagen. (sb)

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