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800 Meeresschildkröten verendet!

  • Nicole Wabersky
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An einem indischen Strand der Region Andrah Pradesh sind ca. 800 verendete Meeresschildkröten gefunden worden. Die in Fischfangnetze verhedderten Tiere sind laut dem WWF wahrscheinlich qualvoll erstickt, da sie als Beifang nicht mehr zum Atmen an die Wasseroberfläche auftauchen konnten.

Laut Lioba Schwarzer vom WWF „ist dies kein Einzelfall, obwohl es längst Netze mit einem Notausgang für Schildkröten gibt“. Diese speziellen Vorrichtungen werden als „Turtle-Excluder“ bezeichnet und sorgen dafür, dass die Schildkröten dem Erstickungstod entkommen können, während der Großteil der Fische im Netz bleibt.

WWF fordert den Einsatz der beifangarmen Netze zur Pflicht zu machen, insbesondere in sensiblen Regionen, zu denen die indische Küste zählt. Letztere ist laut dem WWF eine der drei größten Eiablageorte und Nistregionen weltweit. Vermutet wird laut dem WWF, dass die Fischtrawler nicht die vorgeschriebenen acht Kilometer von der Küste eingehalten haben und somit die Meeresschildkröten, welche alle zwei bis drei Jahre an diese Küste kommen um sich zu paaren, als Beifang mitgefischt haben.

Artikel beim WWF Deutschland 

WWF Deutschland

Bild: Claudio Giovenzana [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

 

 

 

1 Kommentar

  • Antonietta

    Nach Angaben des WWF fallen pro Jahr rund 300.000 Wale, 300.000 Seevögel, mehrere Millionen Haie und 250.000 Meeresschildkröten der Fischerei zum Opfer. Die Beifangmenge in der Shrimpfischerei macht bis zu 80 Prozent vom Fang aus. In der Nordsee wird besonders viel Beifang entsorgt. Dort wird jährlich ein Drittel des Fangs als Abfall über Bord geworfen. Das sind eine Million Tonnen Fisch und andere Meerestiere. In einigen Fanggebieten wird das Meer durch den Beifang so schwer geschädigt, dass ganze Ökosysteme in Mitleidenschaft gezogen werden. Beifänge gehen in keine Fangstatistik ein. Sie werden bei der Berechnung der Fangquoten nicht berücksichtigt.

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