Moor

Konkreter Biodiversitätsschutz gefordert

  • Monika Jung
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Zum Ende des Internationalen Jahres der Biodiversität 2010 fordern 28’402 Personen den konkreten Schutz der Biodiversität in der Schweiz. Sie haben die Petition «Rettet die Biodiversität – jetzt!» von Pro Natura und des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz unterschrieben. Am 13. Dezember haben die beiden Naturschutzorganisationen die Petition dem Parlament und dem Bundesrat übergeben. Die Petition fordert bedeutend mehr Mittel für die Sicherung und die Förderung unserer Lebensgrundlagen und eine griffige Biodiversitätsstrategie. Mit dem Ende des Internationalen Jahres fängt die Arbeit für die Politik erst richtig an.

Für den Schutz unserer wertvollsten natürlichen Lebensräume stellt die Politik viel zu wenig Geld zur Verfügung, wie eine Studie von Pro Natura, der WSL und des Forums Biodiversität aus dem Jahr 2009 deutlich zeigt: Obwohl die Auen, Moore, Trockenwiesen und -weiden sowie Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung gesetzlich geschützt sind, verschlechtert sich ihr Zustand laufend. «Doch statt die nötigen Zusatzmittel zu sprechen, denkt der Bund gar noch ans Sparen im Naturschutz. Dagegen wehren sich mit uns über 28’000 Personen», sagte Pro Natura Zentralsekretär Otto Sieber an der Übergabe der Petition.

Die Biodiversität ist unsere Lebensgrundlage. Ihr verdanken wir nicht allein eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, sondern auch die Luft zum Atmen, unsere Nahrung, sauberes Wasser, Kleidung, Energie, Baustoffe, Medikamente sowie bewohnbare Landschaften und Erholungsräume. «Die Schweiz muss mit einer griffigen Biodiversitätsstrategie bei weitem mehr zur Erhaltung der biologischen Vielfalt tun als bisher», fasste François Turrian, stellvertretender Geschäftsführer des SVS/BirdLife Schweiz die Forderung der Petition zusammen.

Pro Natura

Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz

Bild: Elke Freese/wikimedia

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