Der heisse Sommer sorgte schweizweit für trockene Felder. | © Armin Vogel [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Der heisse Sommer sorgte schweizweit für trockene Felder. | © Armin Vogel [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

2015: Jahr der Wetter-Extreme          

  • Amanda Buol
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Das 2015 neigt sich zu Ende und es wird Zeit eine Klimabilanz zu ziehen. Viele extreme Wetterereignisse haben dieses Jahr zu Rekorde in der Schweiz geführt. Das jährliche Temperaturmittel ist dieses Jahr 1.3 Grad höher als im Mittel und übertraf somit den Temperaturrekord des letzten Jahres.

Das 2015 war ein Jahr der Klimaextreme. So wurden vor allem bei Temperaturen, Sonnenstunden sowie Niederschlagsmengen Rekorde verzeichnet. Die Jahrestemperatur lag in den meisten Regionen mit 1.3 Grad deutlich über der Norm (Mittlere Jahrestemperatur von 1981-2010). Der Jahresniederschlag dagegen war geringer. So wurden auf der Alpennordseite nur 60-80% des mittleren Niederschlags, Alpensüdseite 70-90%, gemessen. Dafür schien die Sonne bis zu 20% länger.

Nach dem milden Winter folgte ein milder aber regenreicher Frühling. Der Sommer geht als Zweitwärmster seit Messbeginn in die Geschichte. Nur noch der Rekordsommer 2003 war noch wärmer. In Genf wurde am 7. Juli 2015 sogar 39,7 Grad gemessen, was nördlich der Alpen noch niemals verzeichnet wurde.

Der Herbst startete kühl. Gegen Herbstende stiegen jedoch die Temperaturen wieder an und bescherten einen sehr milden November, der drittwärmste seit Messbeginn. Auch im Dezember änderte sich das Wetter nicht. Der Schnee lässt auf sich warten und kündigt sich, den Wetterprognosen nach, erst im neue Jahr an.

Dass im 2015 wieder Rekordtemperaturen verzeichnet werden, könnte eine bedenkliche Entwicklung des Klimawandels sein. Jedoch besteht die Frage, wie stark das Klima von jährlichen Schwankungen beeinträchtigt wird und wie viel der Klimawandel beiträgt. Ob das El Niño-Phänomen das Wettergeschehen zusätzlich beeinträchtigt, ist jedoch nicht ganz klar.

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