2012: Ein gutes Jahr für die Bartgeier

  • Corinna von Kürthy
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Die Stiftung Pro Bartgeier meldet für das vergangene Jahr ein positives Ergebnis: Zwei erfolgreich ausgewilderte Bartgeier und zwei geglückte Wildbruten haben  zum Anwachsen des Bartgeierbestandes in den Schweizer Alpen beigetragen.

Diese positive Entwicklung ist auch den guten Beständen an wilden Huftieren zu verdanken, die in den Schweizer Alpen heimisch sind. Diese bieten dem Bartgeier als Verwerter verendeter Tiere eine optimale Nahrungsgrundlage. Der Winter ist für Bartgeier kaum problematisch. Da viele Huftiere in dieser Jahreszeit verenden, ist immer genug Futter zu finden. Dies ist auch der Grund, dass Bartgeier mitten im Winter mit ihrer Brut beginnen.

Diese Schönheit der Bartgeier ist zugleich Fluch und Segen. Segen, weil die Erscheinung des Bartgeiers sicherlich stark dazu beiträgt, dass die Wiederansiedlung dieser Art von vielen Seiten grosse Unterstützung bekommt. Fluch aber auch, weil in einigen Ländern illegale Trophäenjagd zur Gefährdung des Bartgeiers beiträgt.

In der Schweiz ist Wilderei sehr selten. Dennoch führt das faszinierende Äussere des Bartgeiers auch zu Problemen. In jüngster Zeit wird vermehrt beobachtet, dass Bartgeier trotz Verbot angefüttert werden. Dies meist um die Tiere beobachten und fotografieren zu können. Dabei fehlt das Bewusstsein, dass dies eine ernst zu nehmende Gefahr darstellt. Die mit Fütterungen verbunden Risiken sind vielfältig und können zu Rückschlägen bei der aufwändigen Wiederansiedlung führen. Die Stiftung Pro Bartgeier ruft deshalb dazu auf, Bartgeier als Wildtiere zu respektieren und jede Art der Fütterung von Bartgeiern zu unterlassen.

Bild: Norbert Potensky [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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