Waldbrand

2011 bisher viel zu trocken

  • Dominique Haiden
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WaldbrandGemäss MeteoSchweiz gehört 2011 zu den 10 trockensten Jahren seit Beginn der Messungen im Jahr 1864. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID berichtet bekommen die Bauern dies bereits zu spüren, viele Felder müssen schon jetzt bewässert werden. Das Bundesamt für Umwelt BAFU warnt derweil vor der steigenden Waldbrandgefahr.

In der Schweiz hat es seit mehreren Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet. Der leichte Regen der vergangenen Tage brachte nur wenig Feuchtigkeit, sodass verbreitet Trockenheit herrscht. Die Waldböden und die Pflanzenschicht sind darum vielerorts sehr trocken und könnten leicht Feuer fangen. In Graubünden, im Tessin und seit dem 15. April auch im Kanton Waadt herrscht bereits Feuerverbot. Auch in einigen weiteren Kantonen wurde die Waldbrandgefahr bereits als gross bis sehr gross eingestuft. Das Bundesamt für Umwelt BAFU beobachtet die Lage und rät dringend zu grosser Vorsicht beim Feuern im Freien.

Die kleineren und mittleren Flüsse im Mittelland und Jura führen gemäss den Messungen des BAFU viel weniger Wasser als in dieser Jahreszeit üblich wäre. Die grösseren Mittellandflüsse führen direkt unterhalb der Alpenrandseen dank Schmelzwassers mehrheitlich durchschnittliche Wassermengen. Wegen der tieferen Temperaturen der letzten Tage hat die Schnee- und Gletscherschmelze aber abgenommen, sodass weniger Wasser nachfliesst. Unterhalb der Jurarandseen (Neuenburger-, Murten- und Bielersee)  führen auch grosse Flüsse wie Aare und Rhein viel weniger Wasser als im Durchschnitt. Die Jurarandseen weisen Wasserstände auf, die weit unterhalb des langjährigen Monatsmittels liegen. Die Trockenheit wirkt sich auch auf das Grundwasser aus: Die Grundwasserstände und Quellschüttungen liegen weiterhin verbreitet auf tiefem Niveau. Damit sich die Wasserstände wieder etwas normalisieren, müsste es während mehrerer Tage anhaltend regnen.

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID berichtet derweil, dass etwa im Grossen Moos, dem Gemüsebeet der Schweiz, die Felder bereits bewässert werden müssen. Normalerweise werde das erst im Hochsommer gemacht. In Ins, im Herzen des Grossen Mooses, sei nur rund ein Drittel der normalen Regenmenge in den ersten vier Monaten gefallen.

Weitere Informationen (BAFU)

Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID (Artikel)

Bundesamt für Umwelt BAFU

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