2008 leicht mehr Tierversuche

  • Barbara Darani
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Im Jahr 2008 ist die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere erneut geringfügig um 0,8% auf 731 883 angestiegen. Um 15% abgenommen haben demgegenüber die schwerbelastenden Versuche (15 578 Tiere). Für Kosmetika wurden auch 2008 keine Tiere eingesetzt.

Einem deutlichen Wachstum in der Grundlagenforschung (+ 8%) steht eine Abnahme in der angewandten medizinischen Forschung gegenüber (- 11%). Knapp die Hälfte der Versuchstiere wurden in der Industrie eingesetzt (- 9%), gut ein Drittel an Hochschulen und Spitälern (+ 7 %). Die Zunahme an Hochschulen und Spitälern widerspiegelt wohl die Ausweitung der Forschungsaktivitäten in der Schweiz.

Bei 78 % der eingesetzten Tieren handelte es sich um Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Vögel, insbesondere Geflügel, wurden in 11% der Fälle eingesetzt und zwar im Rahmen von Fütterungsversuchen sowie Studien zur tiergerechten Haltung (48 000 respektive 28 000 Tiere). Weiter wurden Fische, verschiedene Haustierarten, Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere verwendet.

Tierversuchs-Bewilligungen werden durch die kantonalen Behörden ausgestellt. Im Berichtsjahr waren 3325 kantonale Tierversuchsbewilligungen und Entscheide über meldepflichtige Tierversuche gültig (+ 8%). 882 Bewilligungen resp. Entscheide wurden neu erteilt (-17%), wovon zwei Drittel mit Auflagen. 3 Gesuche wurden abgelehnt (0,3%). Das Bundesamt für Veterinärwesen BVET als Oberaufsichtsbehörde hat  in einem Fall Beschwerde gegen eine kantonale Bewilligung eingelegt.

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Interaktive Tierversuchsstatistik: www.tv-statistik.bvet.admin.ch

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