1800 Tonnen Fische gingen ins Netz

  • Redaktion Naturschutz
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Im vergangenen Jahr fischten die Schweizer Berufsfischerinnen und -fischer rund 1800 Tonnen Fische aus den Seen. Felchen (985 Tonnen) und Barsch/Egli (485 Tonnen) machten den Hauptanteil des Fangs aus.
Während die Barschfänge gegenüber dem Vorjahr um rund 150 Tonnen anstiegen, sanken die Felchenfänge um rund 100 Tonnen. Neben den Felchen und Barschen machten Rotaugen, Hechte, Zander, Agonen, Saiblinge und Forellen weitere namhafte Fanganteile aus. Der Fangertrag aus der einheimischen Fischerei deckt allerdings nur vier Prozent des gesamten Konsums an Süsswasser- und Meerfischen in der Schweiz ab.

Die einheimischen Krebsarten, Edel-, Stein- und Dohlenkrebs, sind aus vielen Gewässern verschwunden. Schuld daran sind in erster Linie verschiedene Krebsarten aus Nordamerika, die eingeschleppt oder zur Krebszucht gezielt eingesetzt wurden. Diese Neulinge können Träger der Krebspest sein, einer Pilzerkrankung, welche die amerikanischen Arten nicht weiter stört, während sie für die einheimischen Krebse tödlich ausgeht. Deshalb hatte das seit den 1970er-Jahren vermehrte Auftauchen der Exoten verheerende Auswirkungen auf die Schweizer Krebsbestände. Wo die „Amerikaner“ erschienen, verschwanden die heimischen Krebse praktisch ganz.
Die Einwanderer hingegen vermehren sich offensichtlich gut: In einigen Schweizer Seen sind deren Bestände inzwischen derart gross, dass Tausende von Krebsen in den für die Fische ausgelegten Netzen hängen bleiben: Im Bielersee etwa belief sich die Zahl der im vergangenen Jahr in den Fischernetzen verfangenen Kamberkrebse auf 10 000 Stück. Im Genfersee verhedderten sich sogar 40 000 Stück Kamber- und teilweise Signalkrebse in den Bodennetzen der Schweizer Berufsfischer.

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