18 Jahre nach Tschernobyl

  • Redaktion Naturschutz
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Die am stärksten betroffenen Ex-Sowjetrepubliken Ukraine, Weissrussland und Russland gedachten am Montag der Explosion im vierten Reaktorblock des Kernkraftwerks Tschernobyl vom 26. April 1986. Verbände der Betroffenen klagten über schleppende staatliche Hilfen. In den kommenden Jahren seien noch 10 000 neue Fälle von Schilddrüsenkrebs zu erwarten, sagten Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das ukrainische Rote Kreuz rechnete mit bis zu 50 000 Kranken unter den heute 18- bis 35-Jährigen.
Nach WHO-Angaben setzte die radioaktive Wolke insgesamt 6,7 Millionen Menschen erhöhter Strahlung aus. Umstritten ist die Zahl der Todesopfer des Unglücks. In der Ukraine seien 4000 Menschen an den Folgen der Reaktorkatastrophe gestorben, darunter 3000 an den Aufräumarbeiten beteiligte Soldaten und Feuerwehrleute, teilte das Gesundheitsministerium in Kiew mit. Die WHO führt dagegen nur 30 Todesfälle unter den Aufräumern zweifelsfrei auf die Verstrahlung zurück.

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