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150 Jahre Hydrometrie in der Schweiz

  • Eliane Küpfer
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Im Oktober 1863 hat der Bundesrat entschieden, in den Schweizer Gewässern „vollständige und gleichmässige Pegelbeobachtungen“ in Angriff zu nehmen. In den folgenden 150 Jahren wurde das hydrologische Messnetz kontinuierlich ausgebaut. Verantwortlich für die Messungen ist der nationale hydrologische Dienst beim Bundesamt für Umwelt BAFU. An 350 Messstationen an Flüssen, Seen und im Grundwasser, werden heute Wasserstand, Abfluss oder Temperatur gemessen. Das Grundwasser wird an über 600 Stellen gemessen.

Das Messnetz ist der Kern des nationalen hydrologischen Dienstes und ermöglicht es Bund und Kantonen die Qualität der Ressource Wasser zu überwachen und zu sichern. Es dient aber auch der Überwachung der Fliessgewässer und Seen, sowie der Vorhersage und Warnung vor Hochwasser und einem besseren Verständnis der hydrologischen Prozesse. Zudem bildet es die Grundlage für eine umsichtige Wasserwirtschaft.

Wassernutzung und Klimawandel in der Schweiz
Eine besondere Aktualität hat die Wassernutzung im Bezug auf den Klimawandel. Die Ressource Wasser wird knapp, aber auch zeitlich verändern sich die Mengen. So drohen uns, wenn in einem Frühling viel Schnee liegt, besonders schwere Hochwasser. Die Zusammenhänge sind jedoch komplexer. Umfassende Datengrundlagen, Kenntnisse der vergangenen und zukünftigen Entwicklungen der Wasservorkommen sowie das Verständnis der hydrologischen Prozesse und Kreisläufe sind daher von grösster Bedeutung. Eine zentrale Rolle spielen aber auch die Auswirkungen von menschlichen Eingriffen in den Wasserhaushalt.

Das BAFU öffnet seine Messstationen.
Von Mai bis Oktober 2013 führt das BAFU an 17 Messstationen einen Tag der offenen Tür durch und ermöglicht interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern die Gelegenheit, Einblick in die Arbeiten der Hydrologinnen und Hydrologen im Feld zu erhalten. Zudem findet vom 4. bis 6. April 2013 erstmals in der Schweiz der internationale Tag der Hydrologie statt. In Bern werden rund 100 verschiedene Forschungsprojekte zu unterschiedlichen Themen vorgestellt.

Bild: Bundesarchiv [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons

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