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140’000 Salatköpfe vernichtet

  • Daniela Cervenka
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In den letzten zwei Wochen wurden in der Ostschweiz 50 bis 100 Tonnen Salat vernichtet, dies entspricht ungefähr 140’000 Salatköpfen, berichtet Tobias Fischer in der SRF Radiosendung Espresso. Die Kosten für die Ernte seien höher als das, was man für den Salat erhält, erklärt Jimmy Mariéthoz, Leiter der Fachstelle Gemüse und Beeren der Kantone Thurgau und Schaffhausen in der Sendung.

Wie kam es überhaupt so weit, dass Lebensmittel einfach so vernichtet werden? Die Antwort auf diese Frage sind Importe aus dem Ausland. Die Schweiz hat ihre Grenzen für ausländischen Salat geöffnet und die Schutzzölle aufgehoben. Die Verbände der Gemüseproduzenten und Gemüsehändler besprechen zweimal wöchentlich, wie weit die Nachfrage mit inländischen Produkten gedeckt werden kann. Besteht ein Defizit, wird importiert.

Nun wurde aber Salat importiert, ohne dass ein Defizit an Salat bestand. Dies sei auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen. Laut dem Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) sei der Kommunikationsfluss nicht sehr gut gelaufen und bleibt eine Ausnahme. Das ist für die Produzenten wohl nur ein schwacher Trost, denn sie verlieren durch diese Kommunikationspanne mehrere Tausend Franken.

Espresso Sendung

Bild: von 4028mdk09 (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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