Naturmuseum Luzern
Das Luzerner Natur-Museum soll verkleinert werden. © Nienetwiler [CC BY 2.5 CH], via wikimedia commons.

Kampf gegen Luzerner Museumsabbau

  • Stefanie Wermelinger
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Die Luzerner Kantonsregierung will das Naturmuseum verkleinern und mit dem Historischen Museum fusionieren. Naturschutzverbände wehren sich in einem offenen Brief gegen diese Reduktionsabsichten.

Geht es nach dem Luzerner Regierungsrat sollen das Natur- und das Historische Museum aus finanziellen Gründen verkleinert und zusammengelegt werden. Damit sollen 800’000 Franken eingespart werden. Dagegen wehren sich die luzernischen Naturschutzorganisationen Bird Life, Ornithologische Gesellschaft, Pro Natura und WWF in einem offenen Brief.

In dem offenen Brief an den Bildungsdirektion Reto Wyss, weisen die Naturschützer auf die bis zu 55’000 Besucher und die unzähligen Schulklassen hin, die das Natur-Museum jedes Jahr besuchen. Dazu kommen zahlreiche Vorträge, Exkursionen und Sonderausstellungen. Nach dem Verkehrshaus und dem Gletschergarten ist das Natur-Museum sogar das dritt meist besuchte Museum in Luzern. Das sei Potential und eine grosse Verantwortung, schreiben die Naturschutzorganisationen. Sie fordern den Luzerner Regierungsrat auf, das Naturmuseum als unverzichtbare Bildungsinstitution zu erkennen. Denn: «Das Natur-Museum ist ein Ort, an dem Verantwortung für nachhaltiges und weitsichtiges Handeln vermittelt wird mit dem Ziel, dass unsere Umwelt verstanden und geschützt wird sowie für viele weitere Generationen lebenswert bleibt.»

Nicht eine Verkleinerung des Museums, sondern viel mehr eine Sanierung sei angebracht, um ein weitsichtiges Museumskonzept gewährleisten zu können. «Nehmen Sie das Heft in die Hand und verhindern Sie einen Luzerner Skandal: Zeigen Sie uns auf, wie Sie die Reduktion des Natur-Museums abwenden!» lautet das Schlussplädoyer im offenen Brief.

Wie die Luzerner Zeitung berichtet stellt sich nun auch der Luzerner Stadtrat gegen eine Fusionierung des Natur- und Historischen Museums. Sie fordern den Kanton auf, beide Museen weiterhin eigenständig zu betreiben.

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