Die Initianten des Aufrufs bei der Übergabe an die Bundeskanzlei in Bern. | © Alpen-Initiative
Die Initianten des Aufrufs bei der Übergabe an die Bundeskanzlei in Bern. | © Alpen-Initiative

10’398 Personen fordern mehr Lkw-Kontrollen

  • Mélanie Guillebeau
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10’398 Personen haben den Aufruf „Verlagern mit Sicherheit“ der Alpen-Initiative unterzeichnet. Mit ihrer Unterschrift verlangen sie mehr Kontrollen und in der Folge mehr Sicherheit im Schweizer Schwerverkehr.

Vor einigen Monaten hat die Alpen-Initiative den Aufruf „Verlagern mit Sicherheit“ an Bundesrätin Doris Leuthard gestartet (naturschutz.ch berichtete). In einem offenen Brief konnten Unterzeichnende die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) auf die Verstösse im Schwerverkehr aufmerksam machen und mehr Kontrollen fordern. Zudem wurde im Aufruf verlangt, dass die Kontrollresultate jedes Jahr publik gemacht werden. Das Ziel dieser Aktion ist gemäss der Initianten die Erhöhung der Sicherheit im Schwerverkehr und die Unterstützung der Verlagerung auf die Schiene.

Heute hat die Alpen-Initiative den Aufruf, der von 10’398 Schweizerinnen und Schweizer gestützt wird, bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht.

„Die Bevölkerung hat sich geäussert, nun ist es an Doris Leuthard und am Parlament, die vor Jahren gemachten und oft wiederholten Versprechen zu erfüllen. Es geht um die Sicherheit auf den Strassen und die Gesundheit der Menschen“, sagte Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, bei der Überreichung des Aufrufs.

17’173 Mängel und Verstösse

Unter den 17’173 Mängeln und Verstössen – bei 34’066 inspizierten Lastwagen – machten insbesondere die manipulierten AdBlue-Anlagen Schlagzeilen. Ohne die Zugabe von AdBlue zum Diesel können die Lkw-Unternehmen zwar Geld sparen, dafür verpesten sie die Luft mit bis zu sechs Mal höherem Stickoxidausstoss. Seit der Bekanntmachung des Skandals im Februar dieses Jahres hat die Polizei bereits über 100 AdBlue-Sünder von den Strassen genommen.

„Der AdBlue Skandal hat uns allen vor Augen geführt, mit welchen Methoden die Strassenlogistik heute Vorteile für sich herausholen will. Auch darum ist es dringend, dass sich Doris Leuthard die Forderungen des Aufrufs zu eigen macht und umsetzt“, betont Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik der Alpen-Initiative.

Weitere Informationen können Sie der originalen Medienmitteilung der Alpen-Initiative entnehmen. 

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