Probenahmen ab dem Dampfschiff Schwan um 1915, links an der Winde der „Vater“ des Labors, Hans Bachmann. | © Eawag
Probenahmen ab dem Dampfschiff Schwan um 1915, links an der Winde der „Vater“ des Labors, Hans Bachmann. | © Eawag

100 Jahre Seenforschung in Kastanienbaum

  • Amanda Buol
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Das „Hydrobiologische Laboratorium Kastanienbaum“, heute Teil des Wasserforschungsinstitut Eawag, feiert sein 100jähriges Bestehen. Es war die erste universitäre Einrichtung in der Zentralschweiz und geniesst heute noch Weltruf auf seinem Gebiet.

Am 18. Juni 1916 wurde das Labor von der Naturforschenden Gesellschaft Luzern eröffnet, lange bevor in Luzern über eine Universität geredet wurde. Die in Kastanienbaum gemachte hydrobiologische Forschung trug viel zum Verständnis der Gewässer, ihrer Verschmutzung und getroffenen Gegenmassnahmen bei, insbesondere auch dank der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. So sind seit den Anfängen immer wieder Kantonschemiker, Wasser- und Gewässerfachleute aus kantonalen Verwaltungen oder Fischereiexpertinnen und Experten zu Besuch am Institut oder nutzen dessen moderne Infrastruktur für eigene, angewandte Forschungsprojekte. Zahlreiche Mittelschulklassen haben hier ihre Biologie-Fachwochen verbracht und lange wurden Biologielehrerinnen und -lehrer hier in Kursen weitergebildet. Heute wird Fachwissen in Praxiskursen, öffentlichen Vorträgen und „Summerschools“ geteilt. Aus dem kleinen, fast ausschliesslich ehrenamtlich betriebenen Labor ist das Kompetenzzentrum für Ökologie, Evolution und Biogeochemie (CEEB) geworden, an welchem rund 100 Forschende aus aller Welt arbeiten.

Weitere Information über die Geschichte des «Seenlabors», Beispiele von Forschungsprojekten und auch heitere Hintergrundgeschichten, finden Sie in der Jubiläumsbroschüre »

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