100 Jahre Pro Natura

  • Barbara Darani
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Pro Natura feierte in Yverdon-les-Bains ihr 100-Jahre-Jubiläum. Bundesrat Moritz Leuenberger hat der ältesten Naturschutzorganisation der Schweiz vor Ort gratuliert und sie dazu ermuntert, ihre wichtige Rolle weiterhin wahrzunehmen: „In Zeiten, in denen das ökonomische Denken sich auf praktisch alle Lebensbereiche ausweitet, ist die Umwelt ganz besonders auf eine Partei wie Pro Natura angewiesen“. Unter den Rund 400 geladenen Gästen waren Leute, die einen Teil der 100-jährigen Geschichte von Pro Natura geprägt haben und solche, die die Gegenwart und die Zukunft gestalten.

Pro Natura will an der steten Veränderung mit guter Bodenhaftung auch in den kommenden 100 Jahren festhalten. Zeugnis dafür ist das stetig wachsende Pro Natura Netz der Schutzgebiete, vom ältesten Pro Natura Naturschutzgebiet Buhaul (GR, 1910) bis zum jüngsten Petite Grave (GE, 2009), das Pro Natura mit immer moderneren Methoden sichert. Das Netz für Mensch und Natur umfasst heute über 600 Naturschutzgebiete.

Pro Natura nutzt ihr Jubiläum, um auf die nächsten 100 Jahre vorauszuschauen. Es warten zahlreiche Herausforderungen: Die rasante Zersiedelung der Schweiz und der ungebremste Verlust der Biodiversität fordern die Naturschutzorganisation auf der politischen Bühne wie im praktischen Naturschutz unvermindert. Und mit gezielter Umweltbildung vermittelt Pro Natura auch der nächsten Generation die nötige Umweltkompetenz, um künftigen Problemen im Naturschutz gewachsen zu sein. Pro Natura widmet sich der Zukunft voller Tatendrang. Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär, sagte in seiner Rede: „Werden wir auch nach 100 Jahren nicht müde, die Liebe zur Natur weiterzugeben, dieser Generation und den kommenden!“ Der Naturschutz werde in Zukunft genauso gebraucht werden wie vor 100 Jahren bei der
Gründung des ersten Nationalparks – wenn auch in einem veränderten Umfeld.

Pro Natura

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