Ozean Lärm

10-Punkte-Plan gegen Unterwasserlärm

  • Eliane Küpfer
  • -

Im Ozean ist es laut – sehr laut sogar. Hätten sie gewusst, dass sich der Schall im Wasser viermal so schnell bewegt wie in der Luft. Entspre- chend laut und störend sind menschliche Aktivitäten für die Meeresbe- wohner, sei es vom starken Schiffverkehr, vom Militärsonar oder von der Ölindustrie. Seit Jahren verbessert sich unser Wissensstand über die Gefahren und Folgen intensiver Lärmquellen für das marine Öko- system: Die Kommunikation von Meeressäugern wird überlagert und Wale stranden. Aber auch Fischschwärme kollabieren, Meeresschild- kröten fliehen. Sogar Korallenlarven werden in ihrer Existenz bedroht, schreibt OceanCare in einer Mitteilung.

Am Welt Ozean Tag am letzten Samstag, 8. Juni, startet daher eine internationale Koalition aus Artenschutzverbänden mit „Silent Oceans“ (stille Ozeane) eine intensive Kampagne gegen Unterwasser- lärm. Die UNO zählt Unterwasserlärm zu den fünf grössten Gefahren für Meeressäuger. Trotzdem gibt es bis heute kaum konkrete Mass- nahmen zur Reduktion von Unterwasserlärm. Unter der Leitung von OceanCare verfolgen die Organisationen das Ziel, die Meeresbewohner in Zukunft wirksam vor Lärm zu schützen. In ihrem zehn-Punkte-Plan fordern die Organisationen:

  • internationales Regelwerk zur Reduktion von Unterwasserlärm
  • Einsetzung von Lärmobergrenzen
  • kein Einsatz intensiver Lärmquellen in besonders sensiblen Meereszonen und Schutzgebieten
  • verpflichtender Einsatz der besten verfügbaren lärmreduzierenden Technologien
  • umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen

 

Bild © Ocean Care

Weitere Informationen

Beitrag kommentieren