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Wie umweltfreundlich ist Veganismus wirklich?

  • Judith Schärer
  • 15

Veganismus als vorbeiziehender Trend, als Lebenseinstellung oder als Mischform: Die tierfreie Ernährungsform ist so aktuell wie noch nie. Eine vielfach genannte Begründung von Veganern ist das Argument, dass diese Ernährungsform besonders umweltfreundlich sei. Was ist dran an dieser Aussage?

Neue Ernährungsformen, Diäten, Theorien und Begriffe rund um Nahrungsmittel begleiten uns Schritt für Schritt in den Medien, dem Bekanntenkreis oder in Schule und Beruf. Ernährung hat viel mit Gewohnheiten zu tun und gibt unserem Leben Stabilität und eine gewisse Identität. Viele Menschen nehmen sich den Satz „Du bist, was du isst“ zu Herzen und definieren durch ihre Ernährungsform nicht nur, auf welche Art sie ihren Hunger stillen, sondern gleich auch noch ihre ethische, ökologische oder soziale Einstellung.

Ein immer öfters auftauchendes Identifikations-Mittel ist der Veganismus. Vegan lebende Menschen meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder sogar jegliche Nutzung von Tieren und tierische Produkte insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind. Oft hört man das Argument, diese Lebensform sei besonders umweltfreundlich. Allerdings lässt sich dies nicht einfach verallgemeinern.

Durch den gesellschaftlichen Hype, den der Veganismus ausgelöst hat, mehren sich die Angebote von veganen Produkten in Läden, Restaurants und Take-Aways. Doch oft sind die angepriesenen Produkte nur halb so umweltfreundlich, wie sie dargestellt werden. Fertiggerichte, vegane „Würstchen“, „Schnitzel“ oder Milchersatzprodukte sind oft mehrfach industriell verarbeitet und weisen somit einen enorm hohen Energieverbrauch auf, bis sie beim Konsumenten landen. Zudem stammen die Zutaten dafür wie Soja, Kokos oder andere eher exotische Zutaten oft aus weit entfernten Ländern und müssen zuerst aufwändig transportiert werden. Auch wenn auf solche Fertigprodukte verzichtet und vermehrt auf frische Waren gesetzt wird, kann dies ökologisch negative Konsequenzen haben. Es ist zu beachten, dass beispielsweise Gemüse und Früchte einen ungeheuren CO2-Ausstoss verursachen können. Durch weite Transportwege oder enormen Wasserverschleiss der südlichen, trockenen Böden schlagen Peperoni, Tomate und Co. aus ökologischer Sicht negativ zu Buche. Hier gilt hauptsächlich das Prinzip, auf regionale, saisonale und biologische Produkte zu achten. Wenn im Dezember Erdbeeren oder Spargeln aus Afrika oder Spanien den Speiseplan dominieren, hilft auch die beste vegane Einstellung nichts.

Viele der Gemüsesorten aus dem Supermarkt sind importiert | © Frank Jania [CC-BY-SA-3.0], via flickr
Viele der im Supermarkt erhältlichen Gemüse sind importiert | © Frank Jania [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Allgemein lohnt es sich, genau zu überlegen, mit welchen Alternativen man die Produkte ersetzt, welche man bei einem veganen Lebensstil nicht mehr nutzt. Beispielsweise beim Verzicht auf Leder, Seide oder Wolle wird manchmal auf Kunstleder oder Kunstfasern zurückgegriffen. Diese werden aber meist auf Basis von Erdöl hergestellt und sind nicht biologisch abbaubar.

Der Agrar- und Ernährungswissenschaftler Toni Meier von der Universität Halle zeigt in seinem Buch „Umweltschutz mit Messer und Gabel“ erstaunliche Fakten auf.  Würde sich die Bevölkerung Deutschlands ausschließlich pflanzlich ernähren und würden keine Lebensmittel mehr auf dem Müll landen, ließe sich der Flächenverbrauch der Landwirtschaft um gut die Hälfte gegenüber heute reduzieren – oder mit der gleichen Fläche doppelt so viele Menschen ernähren. Der Ausstoß des Luftschadstoffs Ammoniak ginge sogar um 95 Prozent zurück. Auch beim WWF findet man Fakten, welche definitiv für einen veganen Konsum sprechen. Tierische Produkte sind in der Schweiz für 48% Prozent der ernährungsbedingten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Vor allem der Fleischkonsum ist dabei problematisch. Ein vegetarisches Gericht belastet das Klima im Durchschnitt dreimal weniger als ein Gericht mit Fleisch.

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Ein vegetarisches Gericht belastet das Klima im Durchschnitt dreimal weniger als ein Gericht mit Fleisch.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass wohl wie in vielen Dingen auch im Veganismus das Mass sowie die Art und Weise der Umsetzung entscheidend ist. Es ist offensichtlich, dass Veganer sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und bewusstere Konsumenten sind als andere Nutzergruppen. Und genau dieses Bewusstsein ist essentiell, um einen Unterschied für unsere Umwelt zu machen. Heute sind Kalorien so billig wie nie zuvor und viele Menschen überlegen sich in keinster Weise, was ihr Konsumverhalten für Auswirkungen hat. Würden wir heutzutage noch so sorgsam mit Nahrungsmitteln umgehen wie vor 20 Jahren, wäre der Umwelt schon deutlich geholfen.

15 Kommentare

  • Simon Allesesser

    wow hier hat es aber viele die sich scheinbar bedroht fühlen von Veganern. Irgendwie süss.

    Wahrheit ist aber dass heutige Masttiere nicht Gras fressen sondern mit Mastfutter gefüttert werden! Das heisst Vegane oder Vegetarische Ernährung braucht nicht mehr Nutzland für zB. Getreidefelder usw. sondern die Tierhaltung!

    Soya wäre kein Problem wenn es nicht für die Mast verwendet wird, je nach Quelle wird 93-97 % der weltweiteh Soyaproduktion für die Tierfütterng verwendet und nur ein kleiner Teil für Fleisch ersatz Produkte.

    Auch Palmöl ist eigentlich nichts schlimmes. Es ist das Öl welches den besten Ertrag pro Quadratmeter bringt. Das Problem sind die Nutzung auch für nicht ernährungsgekoppelte Waren und der Anbau in riesigen Monokulturen.

    Beides müsste nicht so exteniv bzw. in riesigen Monokulturen angebaut werden wenn nicht extrem viel Platz für Mastfutterfelder gebraucht würde.

    Auch das Argument dass es tierischen Dünger nun mal brauche, stimmt so nicht. Mit einer intelligenten Mehrfelderwirtschaft und Gründüngung erreicht man das gleiche. Da jedoch wegen zu geringer Nachfrage und weil tierischer Dünger aus Schlachtabfällen, Gülle usw. als „Abfall“ sehr billig verkauft wird und als normal angeschaut wird hat setzt es sich nur langsam durch.

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    • elena

      Danke, das du nicht diesen Bullshit glaubst

  • Bernd Jenne

    Nun ja, ich halte eine rein vegane Ernährung für hochproblematisch! Erstens müssen Gemüseäcker gedüngt werden. Da niemand Kunstdünger will muss mit tierischem Dünger gedüngt werden. Woher soll der kommen? Einen ortsnahen Nährstoffkreislauf aus Ackerbau und Viehzucht halte ich da für sinnvoll! Aber der funktioniert nur wenn man auch Fleisch isst! Veganer argumentieren man wolle den Tieren Qualen ersparen. Das ist sinnvoll, aber das geht auch bei artgerechter Tierhaltung! Und von welchen Tieren reden Veganer? Von der Kuh, dem Schwein, der Maus, dem Feldhasen, dem Reh, dem Igel oder dem Regenwurm? Ist Veganern nicht bekannt dass auf Weidelandflächen viel mehr Tiere leben als auf Gemüseäckern? Vegane Ernährung zerstört somit Weideland und somit Lebensraum für viele Arten! Und was passiert mit dem Weideland wenn es nicht mehr beweidet wird? Wer pflegt Heidelandschaften und andere Sekundärbiotope wenn es keine Schafherden mehr gibt? 3/4 aller Weideflächen sind zu nähstoffarm um darauf Gemüse anzubauen. Was soll mit diesen Flächen passieren? Und woher kommt all das Gemüse v.a. im Winter für die vielen Veganer. Nur die Wenigsten von ihnen sind in der Lage dieses selber anzubauen und zu bevorraten! Dieses Obst und Gemüse kommt aus fernen Ländern, mit hohen Transportkosten und mit hohem Energieaufwand! Und wer keine tierischen Produkte nutzt der muss auf Ersatzprodukte umsteigen. Diese sind oft sehr umweltschädlich! Ich kenne viele Veganer die Hauskatzen halten. Und sie haben kein Problem damit dass diese ihre Hauskatzen jährlich etliche Milliarden Kleinsäuger, Vögel, Insekten, Amphibien und andere Tiere oft qualvoll töten. Dann höre ich das Argument dass sich unsere nächsten Primaten auch vegan ernähren. Nun ja, Berggorillas ernähren sich tatsächlich weitgehend vegan. Aber sie haben andere Magenenzyme als wir Menschen. Diese können Zellulose zersetzen und daraus Energie herstellen. Das können wir Menschen nicht. Zudem benötigen Berggorillas 3/4 des Tages um in Ruhe zu verdauen. Auf den Menschen übertragen wäre das undenkbar! Was sollen also derartige Vergleiche? Richtig ist: Artgerechte Haltung von Tieren, Vermeidung von Tierquälerei, weniger Fleischkonsum! Aber der Mensch ist ein Allesfresser und ohne Fleischkonsum gäbe es den Menschen heute nicht, er hätte ohne Jagd die Steinzeit nicht überlebt! Vegane Ernährung ist daher mehr eine Ideologie als eine Lösung unserer Probleme! Bernd Jenne, Diplom-Biologe

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    • elena

      Menschen dich sich angegriffen fühlen, reagieren mit Hass und greifen an. Ich kann verstehen das es dich überfordert du bis es dir gewohnt Fleisch zu essen. Aber Fleisch ist nun mal eine Naturkatastrophe. Du greifst in deinem Taxt auf die Steinzeit zurück, ja in der Steinzeit haben sie gejagt und Tiere Gegessen, jedoch ist Jagen nicht gleich Kaufen. Diese Menschen sind Tage auf die Jagt um ein paar Tiere zu Jage. Sie haben das ganze Tier verarbeitet. Wenn du selbst auf die Jagt gehst, dann darfst du Fleisch essen, sonst nicht.
      durch deinen Appell folgere ich, dass du ein konservativer und egoistischer Mensch bist.
      Massenzucht ist weder artgerecht noch ethisch vertretbar. Aber darauf gehen wir jetzt nicht genauer ein. wenn du Tierische Produkte isst dann bist du Schuld an:
      -Klimawandel
      – Welthunger
      – verseuchtem Trinkwasser
      und du gefährdest diene Gesundheit
      Du isst Tierische Produkte nur aus Egoismus.

  • Anonymous

    Hm jaaa und dann machen wir, nachdem wir alle wild lebenden Tiere ausgerottet haben, Genozid and den Nutztieren, den einzig verbleibenden Tieren in bewohnten Gegenden, damit der Mensch endlich der alleinige Herrscher und Co2 Produzent auf der Erde ist? :) Und auf die Grünflachen bauen wir Häuser Akw’s und Serverhallen? Die meisten Veganer die ich kenne fliegen munter in die Ferien benutzen das Internet, welches enorme co2 emissionen hat, benutzen Atomstrom, ernähren sich von Palmöl und anderen Produkten aus Asien. Der Dschungel wird dafür abgeholzt, klar auch für die Viehwirtschaft…Schiffe fahren mit Schweröl und zerstören die wenigen noch verbleibenden Korallen, die eigentlich den grössten Teil des co2 abbauen, fahren Auto heizen mit Õl oder Gas usw. Ich sage nicht vegan sein, sei schlecht. Toll wenn ihr ohne Fleisch leben könnt und so euren Beitrag zur Rettung der Natur beitragt! Jedem das Seine. Der eine verzichtet auf Fleisch der andere aufs Auto, jeder tut das, was für ihn am besten geht für die Umwelt. Klar ist nur, dass wir alle zu wenig tun. Die Veganer und die Fleischesser. Was mich stört, ist das mittlerweilen missionarische Verhalten und dass sie Versuchen anderen Menschen ihre lebensweise aufzuzwingen ja sogar Fleisch zu verbieten, als wäre es das grösste Problem. Sie ernähren sogar Hunde und Katzen vegan….ihre Kinder, die oft Mangelerscheinungen aufweisen usw…chillt mal :) Wenn ihr Alle auf euer Auto verzichtet Solarstrom braucht eine Erdsonde zur Heizung benützt usw dann könnt ihr kommen und mir mein Steak schlecht machen. Bis dahin schaut mal, wo ihr sonst noch überall Umweltschäden und co2 erzeugt. Ich bin ein toleranter Mensch und koche auch ab und zu Vegan, da ich einige Veganer kenne. Diese Toleranz vermisse ich bei einigen von Euch. Ich gebe zu in der Fleischproduktion gibt es viele Probleme und wie überall im Kapitalismus, wird auf die Kosten der Umwelt gespart. Geht mal nach Myanmar und schaut euch an wie sie dort Kupfer abbauen und ganze Berge abtragen..oder das oilfraccing in Kanada, das Flächen in der Grösse der Schweiz in Mondlandschaften verwandelt oder die Grösste Aluminium recycking Anlage die nicht mal Luftfilter hat das ganze Plastik im Ozean durch Tourismus usw…wie viele Veganer haben ein Konto bei der UBS, die zu den grösseren Sponsoren des fraccing gehört? Wie viele von euch essen Bananen usw? Ich gehe euch deswegen auch nicht auf den Wecker. Dann kommt ihr immer mit euren Grafiken wie viel co2 verhindert wird, wenn Niemand mehr Fleisch isst. Und danach? Schaffen wir das Internet ab und verbieten Autos? Wer sich keinen Solarstrom und keine Erdsonde leisten kann lebt halt ohne Strom? Macht mal Grafiken dazu und entscheidet danach, was am meisten co2 produziert und wo euer Engagement wesentlich sinnvoller wäre! 50% co2 Emmisionen durch die Landwirtschaft sagen einige Veganer. Fakt ist jedoch, dass die Landwirtschaft das co2 im Umlauf hält. Wo haben wir noch Grünflachen? Genau in der Landwirtschaft. Die Tiere essen somit Pflanzen welche grosse Mengen an co2 gebunden haben! Und dieses gebundene co2 kommt von den Menschen, durch das heizen, das Internet, Konsum ihren Autos usw. Klar setzen die Tiere es durch das essen der Pflanzen frei, aber produziert haben sie es NICHT! Methodische Studien zeigen deutlich, dass die Ernährung maximal 15% der Treibhausgase ausmacht. Inklusive Fleisch! Inklusive Verarbeitung Verpackung und Veredlung. Also entstehen 85% durch weniger existentielle Dinge! Und diese Studien auf die ich mich stütze stammen von Universitäten in Deutschland aus dem Jahr 2017 (öko Institut in Freiburg z. bsp. wer es googeln will) und nicht vom Metzgerverein, der wohl genau so wenig neutral ist, wie ein Veganer, der von 50% spricht.

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    • elena

      ein fliegender Veganer ist umweltfreundlicher als ein ÖV Kanivore (Fleischesser)

  • Simon Steinemann

    Ich bringe meine veganen Freunde jeweils ins Grübeln, wenn ich ihnen erkläre, dass ihr Biogemüse oder -getreide in der Regel mit Mist und Jauche gedüngt wird und frage sie dann, wie sie dazu stehen.
    Auf einem Milchwirtschaftsbetrieb mit kleinem Anteil Gemüse- und Ackerbau fallen nun mal tierische Exkremente an, die sinnvollerweise als Dünger wieder in den Kreislauf gebracht werden und so Biogemüse oder -getreide wachsen lassen. Oder ist es etwa natürlicher, Dünger aus Erdöl zu verwenden?
    Bei aller sympathie für Veganismus…

    Simon Steinemann, Landschaftsarchitekt

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    • Kurt Schneeberger

      @Simon Steinemann
      Zu meiner Person: Ich bin Nicht-Veganer!
      In Ihrem Artikel schlägt mir Unverständnis pur entgegen. Was haben Sie für ein Problem, Herr Steinemann? Wer sagt Ihnen z.B. dass das Gemüse, welches diese „veganischen Freunde“ essen, mit tierischen Dung gedüngt wird? Vielleicht werden Sie ja gar nicht gedüngt oder zumindest fast nicht.
      Ihr Kommentar bzw. Ihre Meinung wird ausserdem nicht besser dadurch, dass Sie Landschaftsarchitekt sind! Es ist überhaupt nicht erheblich welchen Beruf Sie haben. Vielleicht liegt in Ihrem Dünkel das Problem. Sie glauben zu wissen was Sache ist und verschliessen für andere Wege Ihre Augen. Oder, was ich sehe, müssen andere auch so sehen.
      Tun Sie und essen Sie was Sie wollen. Es ist Ihr Recht und Ihre Verantwortung. Lassen Sie andere aber auch das tun und essen was sie wollen.
      Mit Ihrer (ein)gebildeten Sicht wird die Welt auf alle Fälle nicht besser. Und das müsste sie dringend…

    • Nora

      Werter Herr Schneeberger
      Anders als bei Ihnen, verschlägt es mir die Sprache wenn ich Ihren Kommentar zu Herrn Steinemann lese (welchem ich Recht gebe).
      Stickstoff ist flüchtig und MUSS gedüngt werden, versuchen sie einmal Gemüse ohne zusätzliche Zugabe von Stickstiff zu kultivieren. Es ist nicht möglich und sinnvoll Boden nur mit organischem Kompost aufzudüngen, da eine Phosphor-Anreicherung der Erde geschieht während wie gesagt Stickstoff flüchtig ist.

      Im Bio-Gemüsebau sind tierische Stoffe zur Aufdüngung das üblichste: Hornspäne, Hornmehl, Federmehl, Borstenmehl, Fleischknochenmehl, Tierhäute, Fleischkadavermehl, Ledermehl, Schafwolle,… als Ausgangsstoffe der BioSuisse zugelassen Düngemittel (Deren Herkunft zu meinem Unverständnis nie hinterfragt resp. deklariert werden; ich habe gehört es stammt meist aus Asien…)
      Ich finde es in dieser Hinsicht sinnvoll wenn Tiere einen lokalen resp. Betriebsinternen Stoffkreislauf ermöglichen im Gegensatz zu einem ausschliesslichen Bio-Gemüseanbau (welche Wohl oder Übel auf zusätzliche evtl. Distanzferne Mittel zurückgreifen müssen).
      Anbei der Link zu den zugelassenen Mitteln für den BioLandbau:
      https://shop.fibl.org
      Freundliche Grüsse
      Nora

    • AlphaKevin

      Ohne Würmer geht nichts!
      Wer sagt, Würmer sind keine Tiere, diskriminiert die Wirbellosen ;). Wer versucht ein Gemüsebeet zu bestellen ohne Würmer zu halbieren verhungert… Ist ein Wurmleben weniger Wert als eine Kuh?
      Liebe Grüsse Kevin
      der biologisch dynamische Gärtner

    • Lina

      Ich denke wer sich von Veganern und deren Argumenten so angegriffen fühlt und dermaßen austeilt und sich rechtfertigt hat einfach ein schlechtes Gewissen. Kein Wunder, Fleisch Milch und Eier-Konsum ist Mord an unschuldigen Geschöpfen. Ich empfehle jedem den das Thema interessiert sich bitte mal zu informieren wieviel Anbauland, Soja für Viehnahrung und Wasser für ein KG Fleisch drauf geht! Da ist das Soja das der Veganer ißt nur ein Mini-Bruchteil davon. Und vor allem das Tierleid dass in der Tierhaltung und Tierschlachtung geschieht wird in keinster Weise erwähnt. Als ob es ok wäre Lebewesen so bestialisch zu halten, und abzuschlachten. Kühe dauerzuschwängern, diesen dann die Kelber wegzunahmen um die Muttermilch der Kühe für den Menschen zu nutzen. Ich lege jedem den Dokumentarfilm „Hope for all“ ans Herz. Die Bücher die Chinastudie, oder Peacefood von Rüdiger Dahlke. Neben klaren Fakten zu gesundheitlichen Vor-und Nachteilen der veganen Ernähreung und die Auswirkungen der Massentierzucht auf die Umwelt wird auch der moralische Aspekt beleuchte.

    • Bernd Jenne

      # Lina: Sie schreiben: „Kein Wunder, Fleisch Milch und Eier-Konsum ist Mord an unschuldigen Geschöpfen.“ Nun ja Lina, diese moralische Keule ist mir zu einfach gedacht! Zunächst einmal gäbe es Sie Lina gar nicht wenn Ihre Vorfahren nicht gejagt und Fleisch konsumiert hätten. Der Mensch wäre spätestens in der jüngeren Steinzeit ausgestorben! Auch in der jüngeren Geschichte gäbe es viele Naturvölker nicht: Indianer, Inuits, Maori, Mongolische Nomaden, Samen u.a.! Die Azteken betrieben Kanibalismus weil sie wegen Proteinknappheit erkrankten! Die Römer hätten ohne Fleisch niemals unsere Kultur maßgeblich geprägt! Wenn Sie die Tötung von Tieren generell ablehnen, dann erklären Sie mir bitte warum Sie akzeptieren dass beim Gemüseanbau so ganz nebenbei auch viele Tiere getötet werden. Ist Ihnen zudem nicht bekannt dass Weideland viel mehr Tieren und Pflanzen einen Lebensraum gibt als Ackerland? Unterscheiden Sie den Lebenswert einer Kuh vom Lebenswert einer Maus, einem Feldhamster oder einem Igel? Mit welchem Recht nehmen sie diesen Tieren ihren Lebensraum, das Weideland? Und wenn Sie mit Moral kommen dann erklären Sie bitte warum der Mensch als Allesfresser ausgestattet ist! Ist die Evolution unmoralisch? Sind alle fleischfressenden Tiere unmoralisch? Dann dürfte kein Vegetarier eine Hauskatze halten denn die „mordet“ zigtausendfach und qualvoll unschuldige Kleinsäuger und Vögel! Moral ist wichtig! Allein Menschen haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für Moral! Das verpflichtet uns Menschen Tieren Qualen wo möglich zu ersparen! Da bin ich bei Ihnen! Aber kompletter Fleischverzicht geht mir zu weit und ist mit Moral nicht zu erklären!

    • elena

      ICh denke es wird nie moglichs sein eine Vegane Staat zu haben, jedoch wäre es schön wenn der Konsum drastisch verringert wird. Ich denke du hast noch nie eine Kuh in realife gesehen und wenn dann nur beim vorbeifahren. Diese Tiere produzieren so viel Scheisse das man damit die ganze Welt düngen könnte. es gibt riesige Düngerseen, die das Abwasser vergiften und denkst du wirklich dass man das ganze nutzt. Der Dünger wird dort gelagert und zerstört die ganze Umwelt und macht Menschen krankt. Klar 5% wird als Dünger genutzt aber der Rest nicht. Außerdem werden die meisten Felder für die Massentierhaltung gebraucht. Ich mache mir die Finger schmutzig,ja aber deine Hände sind schwarz.

  • Hans Meier

    In den meisten Artikeln vergisst man das Palmöl, das in vielen veganen Produkten enthalten ist. Natürlich konsumieren auch andere Menschen Palmöl, aber auch die Veganer ernähren sich nicht, ohne Tierleid zu erzeugen. Ich esse lieber Butter von einem lokalen Demeterhof, wo die Kühe noch das eigene Gras fressen – anstatt Margarine mit Palmfett.

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  • Vegane Gesellschaft Schweiz

    Liebes Team von naturschutz.ch

    Wir finden es eminent wichtig, dass sich auch Naturschutzorganisationen mit der veganen Ernährung befassen und begrüssen es deshalb, dass naturschutz.ch das Thema aufgreift. In vielen Bereichen Ihres hier verlinkten Artikels sind wir ähnlicher oder gleicher Meinung: Eine vegane Ernährung ist für den Natur- und Umweltschutz (und selbstverständlich auch für die Tiere) ein grosser Gewinn.

    Auch wir vertreten die Ansicht, dass eine möglichst regionale, saisonale und biologische vegane Ernährung am meisten positive Auswirkungen hat. Doch auch wenn sich eine Person in erster Linie von importierten Gemüse, Obst und Getreide und verarbeiteten Produkten ernährt, so ist deren Ökobilanz noch immer um ein Vielfaches besser als die einer Person, die der klassischen Ernährung mit Fleisch, Milchprodukten und Eiern folgt.

    Unsere Grafiken zeigen, wie massiv der Unterschied von einer omnivoren zu einer veganen Ernährung ist: https://goo.gl/ZqhVbK

    Übrigens, die Nutztierhaltung und ihr katastrophaler Einfluss auf die globale Erwärmung spielen bei den internationalen Klimaverhandlungen bislang kaum eine Rolle. Das ist ungerechtfertigt und unverantwortlich. Das Thema Viehwirtschaft muss auf die Agenda der COP21, der internationalen Klimakonferenz Ende November 2015 in Paris. Wir haben deshalb eine Petition gestartet, die sich an die Mitglieder der UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) richtet. Wir freuen uns, wenn dieses wichtige Thema auch die Unterstützung von naturschutz.ch erhält. Hier kann die Petition unterschrieben und geteilt werden: http://www.vegan.ch/petition

    Herzliche Grüsse
    Cristina Roduner
    Mediensprecherin Vegane Gesellschaft Schweiz
    http://www.vegan.ch

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