© Timur [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Voreilige Kürzung der Direktzahlungen für Biodiversitätsflächen

  • Kathrin Ruprecht
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Kaum in Kraft getreten, sollen die Regelungen für Biodiversitätsflächenbeiträge schon wieder geändert werden. Was sind die Gründe für diese vorzeitigen Änderungen und sind diese gerechtfertigt – fragt man sich…

Mit der Agrarreform von 2014, nahm der Schweizer Landwirtschaft eine nachhaltigere Haltung ein. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) entschloss die Bauern nicht mehr für viele Tiere zu belohnen, sondern mehr auf extensivere Bewirtschaftung zu setzen. Neu können die Bauern Flächenbeiträge für naturnahe Wiesen beantragen.

Dieses Model scheint bei den Bauern gut anzukommen. Im Talgebiet sind bereits 71’000 Hektaren Biodiversitätsfläche vorhanden. Und das obwohl der Schweizer Bauernverband (SBV) sich heftig gegen die Agrarreform gewehrt hatte und um die Tierbeiträge gekämpft hat.

Nun macht das BLW aber einen Rückzieher. Da die geplanten Hektaren an Biodiversitätsflächen mit tiefer Qualität schon erreicht seien, sollen jetzt die Direktzahlungen gekürzt werden und der Anteil an Biodiversitätsfläche pro Hof auf 50% eingeschränkt werden.

Für eine abrupte Änderung der Direktzahlung scheint dieser Grund aber doch etwas vorgeschoben zu sein. Nach nur einem gutem Jahr der neuen Agrarpolitik soll nun der Einsatz für die Förderung der Biodiversität wieder abgeschwächt werden. Und dies ohne, dass die Biodiversitätsziele überprüft wurden. Ist ein solches Verhalten angebracht?

Einen solchen Erfolg in der Vergabe der Biodiversitätsflächen, hat sich das BLW wohl gar nicht erst vorstellen können. Oder wieso gab es nicht schon von Anfang an eine Limitierung dieser Flächen pro Bauernhof? Eigentlich Schade, dass dieser Erfolg nun solche negativen Auswirkungen hat.

Für ein Bauernbetrieb, der sich ganz auf das neue System eingelassen hat, werden jetzt sicher harte Zeiten anbrechen.

1 Kommentar

  • Gerber

    Bürokraten verteufeln die ganze Landwirtschaft .Als die noch nicht waren,wussten die Bauern wie mit der Natur umgehen . Ich bin Bauer ,hatte einen guten Biotop für Pflanzen und Tiere . Da kammen die Luftaunahmen und überall gekürzt bei den Direktzahlungen . Was passierte, müsste zerstören damit ich weiterhin Leben kann und da kam die Ökologische übertriebenheit und jetzt wollen sie schon wieder rückwärts. Am besten wäre für die Natur die Bürokraten ausmisten

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