Saabs Gripen in Emmen (Hermann Keist)
Saabs Gripen in Emmen (Hermann Keist)

So viel Natur könnten wir uns für das Gripen-Geld leisten!

  • Benjamin Kämpfen
  • -

Rund 3.126 Milliarden Franken hätten die 22 Gripen-Kampfjets gekostet. Watson hat letzte Woche aufgezeigt, was man für dieses Geld sonst bekäme. Doch wen interessiert schon, dass wir jetzt den Lohn von 7‘038 Bundesräten zahlen könnten? Naturschutz.ch zeigt deshalb, wie die Schweiz das Geld ganz konkret für die Natur einsetzen könnte.

Sage und schreibe 20 Millionen Hochstammobstbäume könnten von dem Geld gepflanzt werden. Damit würden sich die wertvollen Hochstammobstbäume auf Schweizer Landwirtschaftsland verzehnfachen!

Oder wie wärs mit einigen neuen Trockenmauern? Etwa 2‘605 Kilometer (!) neue Trockenmauern könnten gebaut werden – und würden uns sicher länger erhalten bleiben als ein Kampfjet… Die Schweiz hat eine Grenzlänge von 1‘858 Kilometern – für eine kleine, hübsche Grenzmauer würde das Geld also reichen.

Oder ein ganz konkreter Tipp für die Parlamentarier: Dem Fonds Landschaft Schweiz geht das Geld 2021 aus. Mit dem Gripen-Geld könnte er für die nächsten 625 Jahre gesichert werden! Übrigens: Der Fonds Landschaft Schweiz wurde anlässlich der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft gegründet.

Mit bereits einem Drittel des Geldes könnte man (gemäss einer Pro Natura-Studie aus dem Jahr 2009) sämtliche 6‘000 Biotope von nationaler Bedeutung wieder in einen guten Zustand versetzen. Und würde die Schweiz 2.5 Prozent des Gripen-Budgets zusätzlich in den Naturschutz investieren, könnten diese Gebiete auch dem Gesetz entsprechend gepflegt werden.

Zum Schluss noch ein Vergleich, wofür das gesparte Geld nicht reichen würde: Die Sanierungskosten für die 4‘000 sanierungsbedürftigen Altlastenstandorte in der Schweiz werden auf 5 Milliarden Franken geschätzt. Immerhin könnten knapp zwei Drittel der Standorte saniert werden – wäre ja schon mal ein Anfang.
Sind ja nur so Ideen…

 

Beitrag kommentieren