Forest fire, http://firepix.blm.gov ; English Wikipedia, original upload 18 February 2005 by El C (PD-USGov-USDA-FS)
Forest fire, http://firepix.blm.gov ; English Wikipedia, original upload 18 February 2005 by El C (PD-USGov-USDA-FS)

Uri verbietet Alpenfeuer

  • Der Oekolog
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Der Kanton Uri hat es neuerdings aus Klimaschutzgründen verboten, Höhenfeuer zu entfachen. Der Witz der Sache: Davon hauptsächlich betroffen ist ausgerechnet das traditionelle Mahnfeuer der Alpen-Initiative.

Mit diesem Höhenfeuer weist der Verein seit Jahren darauf hin, dass die Alpen-Initiative nur schleppend umgesetzt wird. Nun muss die Veranstaltung abgesagt werden. Die 1. Augustfeuer und Feuerwerk sind im Kanton Uri jedoch weiterhin erlaubt.

Natürlich ist es richtig, dass im Kampf gegen den Klimawandel und die Luftverschmutzung jeder einzelne Beitrag zählt. Trotzdem ist dieses Verbot vollkommen absurd, und zwar aus mehreren Gründen: Erstens lernt man heute schon in der Primarschule, dass Feuer CO2-neutral verbrennen. Ob Holz verrottet oder verbrennt, ist dem Klima egal. Zweitens entsteht bei Höhenfeuern zwar Feinstaub, aber nicht dort, wo es jemanden schädigen könnte. Gesundheitsgefährdend sind die permanent hohen Feinstaubkonzentrationen entlang der Strassen oder in den Städten, nicht die Emissionen eines einzelnen Feuers auf einem Berg.

Und da ist noch die Sache mit dem Verhältnisblödsinn: Noch immer durchqueren jährlich 1,2 Millionen Lastwagen die Schweizer Alpen. Noch immer wird die Alpentransitbörse torpediert, um die Verlagerung auf die Schiene zu verhindern. Und noch immer schaffen es Bund und Kantone, die Umsetzung der Alpen-Initiative zu verschlampen, obwohl das Volk die Verlagerung längst beschlossen hat. Vor diesem Hintergrund einige wenige Höhenfeuer zu verbieten, ist absurd. Aber es ist natürlich einfacher, ein Feuer eines Umweltschutzgrüppchens zu verbieten als die tausenden 1. Augustfeuer und Feuerwerke.

A propos Feuerwerke: Am diesjährigen Zürifest genügte ein halbstündiges Bombast-Feuerwerk nicht – es brauchte tags darauf noch ein zweites. Daneben jagten sich zwei Tage lang die Flugshows der Patrouille Suisse und anderer Flugstaffeln. Ein Feuerwerk und eine Flugstaffel weniger, und man könnte sich gleich den Feinstaub von zehntausenden Höhenfeuern sparen.

Feuer in den Alpen

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