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Stress gewinnt Prix Nature

  • Der Oekolog
  • 6

Der Musiker Stress hat am Freitag an der NATUR-Gala in Basel den Preis „Prix NATURE Swisscanto“ in der Kategorie «Hoffnungsträger für eine nachhaltige Schweiz» erhalten.

Als er auf der Bühne gefragt wurde, was er denn so in Sachen Nachhaltigkeit leiste, stotterte er: „eigentlich nicht sehr viel“. Wichtiger sei es eben, die Botschaft weiterzugeben und die Kinder aufzuklären, dass etwas für die Umwelt getan werden muss.

Schade, hat die Jury keine Person für den Prix Nature gefunden, die nicht nur von Nachhaltigkeit schwatzt, sondern auch etwas dafür tut oder zumindest ein echtes Vorbild ist.

Aga - Trigon Film

6 Kommentare

  • Mina Harker

    Ach ja… und das Engagement und die Einstellung von Stress finde ich gut – auch wenn er anscheinend noch ein wenig an seinem eigenen Verhalten feilen sollte (kenne den genauen Wortlaut seiner Ausage nicht). Ich finde man darf auch kritisieren, wenn man selbst nicht perfekt ist. Ansonsten dürfte ja niemand was sagen. Schöner und eindrücklicher ists natürlich, wenn man seine Ausagen mit dem eigenen Verhalten unterstreichen kann.

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  • Mina Harker

    Mich hat an der NATUR neben dem ausgestellten Auto vor allem der Stand gestört, welcher den superhandlichen und megaschnellen Früchtezerkleinerer vorgestellt hat. Vor dem netten Herrn, welcher ununterbrochen die Leistungen des Mixers zur Schau Stellte, türmten sich Berge von Mangos und Ananas (keine Max Havelaar). Es ist mir schon klar, dass solche Messestände einfach von Messe zu Messe gondeln – aber an der NATUR hat er in dieser Form meiner Meinung nach nix verloren. Ich will gar nicht wissen wie viele Ananas von Costa Rica übers Wochenende dort sinnlos zermantscht wurden. Klingt jetzt vielleicht ein wenig kleinlich, aber für mich gehört auch dies zu einem konsequenten Auftritt dazu. Trotzdem finde ich die NATUR eine gute und grösstenteils gelungene Sache.

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  • Kongressbesucher

    Ja, die „Natur“ bzw. ecos macht schon sehr grosse Kompromisse. Nicht alle Produkte, die Coop anbietet, sind sozialverträglich und ökologisch produziert. Das wurde nie erwähnt. In der Natur-Messe und im Heftli dürfen sich Autohersteller ein grünes Mäntelchen umhängen. Statt ein Auto hätte man auch einen Zugwagen hinstellen können. Die Natur muss aufpassen, dass sie nicht zur greenwashing-Messe wird.

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  • Galabesucher

    Kann der Kommentar von Oekolog nur unterstützen. Stress sagte wörtlich, es sei flatteur, also schmeichelhaft, einen Preis in einem Bereich zu gewinnen, der eigentlich gar nicht seiner sei. Wenigstens ist er ehrlich. Was mich noch nachdenklicher stimmt: Hauptpreisträger Helvetas wird seit Jahren von Coop unterstützt. Und Stress hat bekanntlich zwei Videoclips gemacht zur Inszenierung von Coops Nachhaltigkeit. In der Jury für den Hauptpreis sitzen unter anderen Martin Rohner von Max Havelaar (Coop ist sein wichtigster Partner), Maja Graf von Hochstamm Suisse (wird seit Jahren vom Coop Fonds unterstützt) und Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub, externer Experte des Coop Fonds. Und ah, was ich noch vergessen habe: Coop ist Hauptsponsor der Messe Natur. Alles klar?

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  • Karel Novinar

    Auch wenn die Aussage aus dem Zusammenhang gerissen ist, bleibt ein fahler Nachgeschmack. Stress soll nicht nur Nachhaltigkeit besingen, sondern auch versuchen, nachhaltig zu leben. Es ist schwierig genug, konsequent nachhaltig zu leben. Also tun wir einfach unser Möglichstes!

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  • Daniel Wiener

    Diese Berichterstattung ist nicht sehr fair. Es steht jedem frei, seine Meinung zu haben. Aber die Fakten sollten auch dargelegt werden. Stress wurde vom NATUR Präsidium mit dem Spezialpreis „Hoffnungsträger 2011“ des Schweizer Nachhaltigkeitspreises „Prix NATURE Swisscanto“ ausgezeichnet, weil er wie kein anderer die Jugend für Nachhaltigkeitsfragen sensibilisert. Er spricht damit Menschen an, die sonst wenig mit dem Thema in Berührung kommen. Seine Aussage auf der Bühne ist aus dem Zusammenhang gerissen. Denn Stress wollte damit einfach ausdrücken, wie viel mehr wir alle tun sollten. Hauptpreisträger des Nachhaltigkeitspreises ist übrigens Helvetas, vertreten durch Projektleiter Tobias Meier, für ihr langjähriges Engagement für fair gehandelte Bio-Baumwolle.

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