blühender Efeu

Zum blühenden Efeu

  • Christine Dobler Gross
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Im September beginnt der Efeu, mit wissenschaftlichem Namen Hedera helix, zu blühen und verströmt  einen honigartigen Duft. Kaum ein Sechsbeiner, der sich nicht „Zum blühenden Efeu“ einfindet, entsprechend summt es in seiner Nähe.

Von Januar bis April freuen sich zudem verschiedene Vögel wie Amseln, Rotkehlchen, Stare usw. an den dunkelblauen Efeubeeren.

Efeu blüht erst ab etwa dem 7. Lebensjahr. Leider wird er vielerorts, wie auch hier auf dem Bild geschehen, vor der Blüte geschnitten, was weder schön noch nötig ist, denn die Pflanze ist anspruchslos und kann irgendwann im Jahr geschnitten werden. Durch die späte Blüte ist der Efeu im Herbst eine sehr wichtige Nahrungsquelle für eine grosse Anzahl verschiedener Insektenarten.

Viele Wanzen, Schweb- und andere Fliegen, Honigbienen und verschiedene Wespen besuchen den Efeu; hier eine Hornisse.

Das Tagpfauenauge ist regelmässig zu Besuch. Es fliegt bis in den Oktober hinein und wird irgendwo in einer Spalte, unter einem Dach oder in einer Baumhöhle ein Versteck zum Überwintern suchen.

Der Admiral ist auch deshalb im Garten, weil er es auf Fallobst und süsse Traubenbeeren abgesehen hat. Aber auch auf dem Efeu ist er häufig anzutreffen.

Der Rosenkäfer findet sich ebenfalls auf dem Efeu ein. Seine Larve entwickelt sich in morschem Totholz, aber auch im Kompost, wo wir schon Dutzende von Larven fanden. Die Larve sieht aus wie ein Engerling, ist aber kein Wurzelschädling.

Seit ich 2008 im Garten die Efeuseidenbiene,  eine Wildbiene, die auf Efeu spezialisiert ist, entdeckt habe, lasse ich den Efeu an verschiedenen Orten im Garten hochklettern und blühen.

Sie nisten im Garten, an einer Stelle mit wenig und kurzer Vegetation mit offenen Bodenstellen. Dieses Jahr waren es schon 14 Nester, vor vier Jahren waren es erst zwei.

Mit Efeu lässt sich auch immergrüner Sichtschutz herstellen, anstelle des wert- und phantasielosen Kirschloorbeers. Die Efeu-Pflanzen waren schon in in den Gärten der Antike anzutreffen und können mehrere Hundert Jahre alt werden.

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