Ein Traktor am güllen.
Ein Taktor ist am güllen. © zVg

Güllen bis der Teufel kommt                 

  • Redaktion Naturschutz
  • 44

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Unter der Rubrik «Leserstimme» veröffentlichen wir Texte, die wir zugesandt erhalten. Schicken Sie uns auch Ihren Leserbrief oder Ihren Text: mail@naturschutz.ch

Ich wohne im Berner Oberland und bin sehr häufig in den Bergen unterwegs. Im Wallis, in der Nähe einer weltberühmten Destination, besitze ich einige kleinere Alpgrundstücke. Diese bewirtschafte ich ökologisch mit dem Ziel, sie auszumagern und in eine natürliche Bergwiese zurückzuführen.

Seit etwa fünf Jahren stelle ich mit Grauen fest, dass immer mehr Berghochtäler von Älplern gnadenlos zerstört werden. Im Fall des Walliser Bergtals sind es Hobbyschäfer, die mit einer Besessenheit ohnesgleichen intensive Landwirtschaft anwenden: Hochdruckstrahler aufbauen, vier- bis fünfmal mähen, Mastschafe in grosser Anzahl halten. Damit gehen sie offensichtlich einem lukrativen Nebenverdienst nach.

Hier ein Beispiel von heute:

Ich fuhr mit meinem erwachsenen Sohn und unseren 3 Hunden ins Gental. Ich nahm an, dass wir, wie sonst auch immer, viele Bergblumen sehen würden und eine ausgedehnte Bergwanderung unternehmen können.

Wir steigen vorne im Tal aus und ein unbeschreiblicher Güllegestank schlägt uns entgegen. Das Gental ist buchstäblich mit grausig stinkender Gülle getränkt. Von vorne bis hinauf auf die Schwarzwaldalp oder auch noch höher hinauf. Wir kehrten dort um, weil es zum Wandern schlicht unerträglich wurde.

Anstelle von Enzian, Primel, Flühblume, Sternenzian und Bergkrokussen (die alle am Rand noch sichtbar waren) war die gesamte Gegend säuberlich geputzt. Holz wurde verbrannt und ein Bauer fuhr pausenlos mit dem Güllewagen herum und spritzte. Direkt vor mir entdeckte ich ein Wiesenteil mit dichten weissen Bergkrokussen. Der Bauer mit dem Güllewagen kommt von hinten, steuert direkt und bewusst auf dieses Wiesenteil mit den blühenden Krokussen zu, fährt direkt in sie hinein und güllt alles zu.

Ein Feld voll von den Frühblühern Krokus im Gental.
Krokusfeld im Gental. © zVg
Ein Traktor am güllen.
Ein Taktor ist am Güllen. © zVg

Für mich brach eine Welt zusammen. Ein Leben lang habe ich in den Bergen gewohnt und Bergblumen sind für mich das Schönste und Kostbarste. Und nun wurde ich Zeuge eines kriminellen Aktes: Der bewussten Zerstörung von Bergblumen durch einen Bauern.

In meiner Wut sprach ich sprach den Bauern sofort an. Dieser fühlte sich angegriffen und reagierte entsprechend: «Ja ja ja ja»… Ich sagte ihm, dass ich auf den Tag warte, wo Subventionen nur noch der ökologischen Bewirtschaftung gegeben werden und dass dieser Tag kommen werde! Daraufhin wurde er sauer und drohte mir: Wehe, wenn ich den Gagel meiner Hunde nicht im Säcklein auflese. Ich gab zurück, ob er jemals etwas gehört habe von verlorener Artenvielfalt und so weiter. Danach fuhr er mir mit dem Güllewagen hinterher, überholte mich und begann direkt vor mir zu spritzen. Dies wohl im Versuch, mich zu treffen.

Es ist deprimierend, es ist kriminell, es ist schlimm. Immer höher hinauf in die Berge steigt die intensive Landwirtschaft. Schamlos macht diese intensive Landwirtschaft alles, aber alles kaputt. Es wird keine Bergblumen mehr geben. Ein bekannter Bergführer und Bergrettungspilot im Wallis sagte mir kürzlich, man finde die Berge und was dazu gehört nur noch sehr hoch oben, jenseits von 3500m. Darunter gehe alles bachab und kaputt durch die Landwirtschaft. Schändlich, dass man dann noch den Käse als Alpkäse vermarktet, der auf diesen stinkenden Gülleböden entstanden ist.

Mit Hilfe meiner Familie versuche ich im Wallis, die Fehler von jahrzehntelanger Vernachlässigung durch die Schafhirten mit ihren Mastschafen zu korrigieren. Diese Schafhirte wollen alles aus dem Boden herausholen, was es herauszuholen gibt. Ich habe die Schafe vom Land verbannt, weil es Mastschafe sind und ich weder Tierquälerei unterstütze noch die Gier, mit der die Bauern im Nebenerwerb (Zwei von ihnen haben einen normalen Job und ein Job in der Schweiz müsste ja genügen fürs Leben) grosse Flächen eines einzigartigen Bergtals in wenigen Jahren zerstören.

Über Jahrhunderte hinweg hat die Natur dieses einzigartige Bergtal erschaffen. Mindestens zehn Pflanzenarten sind endemisch und im gesamten Alpenraum gibt es keine solche Pflanzen- und Artenvielfalt wie hier. Und ein paar wenige Einzelne bauen in ihrer Gier und ihrem Wahn alle 20 Meter Hochdruckstrahler auf und bewässern auf Teufel komm raus. Dafür zapfen sie die Bergbäche an. Ganz allein für den Eigenprofit holen sie sich Wasser aus dem Bergfluss mit ausgeklügelten Systemen (Wem gehört eigentlich das Wasser? Gehört ein Bergfluss in einem Bergtal nicht auch den nächsten und übernächsten Generationen? Gehört er nicht der Gesamtnatur? Gehört er nicht allen?). Sie unterhalten eine Schafmästerei im Tal, in das keine Schafmästerei gehört, sie mähen vier- bis fünfmal, verkaufen die Heuballen und zerstören mit ihrer Intensivlandwirtschaft alles, was es noch zu zerstören gibt. Sie grabschen nach jedem Quadratmeter, den es zu begrabschen gibt, damit das Geschäft nochmals ein wenig lukrativer wird. Die Böden haben von der eiskalten Bewässerung bereits sichtbare Schäden. Verschwunden sind die Bergblumen. Wo bewässert wird, gibt es weder Insekten noch Bodenbrüter noch Wildbienen noch Artenvielfalt. Ödes Grün zieht ein. Die Fehler, die man im Seeland und im Mittelland macht, werden hier knallhart wiederholt.

Hunderttausende von Jahren lang wurde hier eine einzigartige Natur aufgebaut, in wenigen Jahren zerstören Einzelne aus persönlicher Profitgier alles, was die Natur erschaffen hat. Die Bergtäler im Wallis sind Trockentäler, es gehören keine Bewässerungsanlagen hierher.

Was tun die Behörden? Offensichtlich nichts. Sie schauen weg und sie ignorieren einem, wenn man sie auf den Missstand aufmerksam macht. Wir sind im Wallis.

Subventionen an diese Art Landwirtschaft müssen sofort aufhören. Ab einer gewissen Höhe darf keine Intensivlandwirtschaft mehr betrieben werden. Bauern müssen sich verpflichten, in ihren Handlungen die nächsten 20 Generationen zu berücksichtigen und der Natur für die nächsten 20 Generationen Sorge zu tragen. Mast-Fabriken mit Mastschafen gehören nicht in ein Bergtal. Es sollte verboten sein, dass auf 2500m Höhe riesige Güllewagen auf magere Bergwiesen güllen, dass mit Hochdruckstrahlern gewässert wird und dass Kühe gehalten werden für noch ein paar Käselaibe mehr in einem Land, das bei Gott schon im Käse versinkt. Behörden sollten verpflichtet sein, zur Natur Sorge zu tragen, Verantwortung zu ergreifen und nicht wegzuschauen.

Und wenn weder die Bauern noch die Behörden einsichtig sind, bleibt immer noch die Eigenverantwortung: Wir können sehr gut auf Käse, Fleisch und Co. verzichten, und müssen weder bei der Naturzerstörung noch beim Tierleid aktiv mitmachen.

Leserbrief einer besorgten Bürgerin

Was meinen Sie dazu? Gerne dürfen Sie uns Ihre Meinung weiter unten in Form eines Kommentars mitteilen.

44 Kommentare

  • Matthias Eglin

    Ich finde es beschämend, wie pro und kontra miteinander disputieren.
    Meines Erachtens fehlt es an der fehlenden Allgemeinbildung . Den Lehrer fehl es schon wie wollen es den die junge Leute von heute vermittelt bekommen. Die wichtigsten Grundwert unter anderem essen und trinken und deren Rücklauf in die Natur sollten allen praktisch vermittelt werden. Un zwar von der Grundschule bis ins Studium.
    Der heutige Bauer, ist wie eh und je mit Grund und Boden verwurzelt.
    Die heutige Wirtschaft lässt dem Bauer gar keine Zeit mehr um seine Arbeit zu Machen, er wird gestreckt wie ein Gummiband (Dauerbelastung).
    Die heutige Landwirtschaft ist vor einem Wendepunkt. Viele junge Bauern intresieren sich für Regenerative Landwirtschaft und entdecken
    den bisher ein bisschen vernachlässigten Boden, deren oberste Schicht, 10cm eine eigene Biosphäre ist . Mit Terra preta können alle Erdbewohner ob Hobby Gärtner oder Bauer sehr viel für unsere Gesundheit wie auch Klima tun. Und mit Klima meine ich wirklich grosses, Humusaufbau mit Hilfe von Bio Kohle. Es bindet soviel CO2, wie wir momentan ausstossen. Liebe Leute Praktiziert das auf dem eigenen Balkon, Garten, oder Landwirtschaft . Schliesst den Kreislauf Sammelt den Urin Aktiviert die BioKohle und kultiviert Euer Land ob klein oder gross. Stichwort: Terra preta, Agroforst, und wi oben schon mitgeteilt Permakultur. Die Revolution kann beginnen.
    Beitrag eines Bauern aus dem Unterland.

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  • Rudeli

    Da gsedmä wider das er äke anig hedfum richtigä läbä. Er hörä därkägä migos! Er läbi ja vo is bürä und zum dank kämpfider gägä is a was sid er äigentli. Mer schaffä tag und nacht das mer epis zässä ufemtisch häi und ztrinkä.
    U när kemä setiger giglä wo ke anig häi was mer alles für di machä. Me als tälfti vo dä narigsmitlä chemävo dä bürä u das wird eifach nid gschezt was mer alles für euch machä.
    Das isch doch zum kozä

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    • Ursula

      Bin vollkommen mit Ihnen einverstanden, ich habe nämlich fast ein wenig das Gefühl, dass viele unserer Mitbewohner dieser Welt gar nicht mehr wissen wie unsere Nahrungsmittel entstehen….die wachsen nämlich nicht im Grossverteiler…….die Eier auch nicht übrigens, da steckt verdammt viel Arbeit dahinter, diesen Beruf nennt man ganz global gesagt Bauer, oder Landwirt, dann gibt es diese vielen Spezialitäten, wie Viehbauer, der gibt uns das Fleisch, die Milch…..etc, Gemüsebauer, der bringt uns das Gemüse auf den Tisch…..etc!!
      Und diese Leute die diese Arbeit für uns Meckerer machen, die haben keine Überstunden ausbezahlt, die gehen höchst selten 2-3 mal im Jahr in die Ferien, die kennen kein Wochenende völlig frei wie wir Meckerer, die verdienen bei weitem nicht einen Lohn wie ein Angestellter mit einem 8 Stunden Tag, und ein Tag auf dem Bauernhof dreht sich so zwischen 12-14 Stunden, also mal ausrechnen!!
      Wir Meckerer würden schon nach einer Woche den Bettel werfen….
      Der Bauer lebt mit Leib und Seele seinen Beruf, sonst würde er das alles nicht auf sich nehmen und das Selbe tun wie wir Meckerer, und wir nehmen uns noch die Freiheit, sie zu kritisieren, wir sollten eher mal uns kritisieren, das wäre doch ein guter Anfang!!
      Und wenn ein schlauer Hobbybastler all diesen Mist über diesen Mist liest, macht euch daran und konzipiert eine Kuh, Ziegen und Schaftoilette, wo der Bauer nur die Spüle drücken muss, so wie es bei uns der Fall ist, (wir produzieren ja auch Pschütti!!!) so im Sinne aus den Augen aus dem Sinn und die Welt ist in Ordnung!! Ich bin sicher, dass jeder Bauer sofort damit einverstanden wäre, und ein riesiger Haufen Geld damit verdient werden könnte!!
      Und ich bin fast sicher, dass jeder einzelne Meckerer von uns mehr zur Umweltverschmutzung beiträgt, als die Pschüttibauern aus dem Haslital!!
      An die sehr geehrte Berichterstatterin, warum sind sie nicht im Wallis auf ihrer geretteten Alp und sehen dort mit ihren Hunden zum Rechten???
      Und ich bin weder Bäuerin noch Bauerntochter……😉

  • Ferdi Projer

    Wir könnten Leute nach Bern wählen die sich einigermassen „normal“ verhalten. Unser Verhalten und unser Konsum hat sich in die falsche Richtung entwickelt. Wenn die Möglichkeit besteht bei Bauern einkaufen die sich mit der Natur auseinander setzten und nachhaltig produzieren. Wir könnten uns miteinander unterhalten (schreiben) wie es sich für Menschen gehört.

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  • Ursula

    @ Kurt Schneeberger und alle Anderen, die das Gleiche denken…
    Ihre Vorurteile gefallen mir, das sagt mir viel aus über Sie aus, und ja, sie dürfen raten, leider liegen sie völlig falsch, ich denke, wegen Ihren Vorurteilen????!!!!
    Sie denken eben nicht nach, oder mein Text hat Ihnen die Warheit vor den Kopf gehalten……
    Wenn Sie wüssten, was ich bin, oder wie ich meinen Lebensunterhalt verdiene, aber das spielt doch überhaupt keine Rolle, oder???
    Ich bin nach wie vor dafür, dass jeder Bauer seine Pschütti auf seinem Land verteilt, um es zu düngen (er braucht dafür keinen Kunstdünger, ist doch cool, oder??)
    Und ich denke, wir sollten unsere Bauern viel mehr unterstützen, indem wir uns lokal ernähren, gut gedüngtes (vielleicht mit Pschütti??) Gemüse beim Bauern holen, das Fleisch auch beim Bauern holen, etc. Sie werden jetzt sagen, viel zu teuer, ich gehe zum Lidel, Aldi, oder sonst in einen Grossverteiler…..nein, falsch, wir sind ja nicht geldgierig und können uns mit unseren riesigen Löhnen in der Schweiz etwas teuere Esswaren ohne Probleme leisten!!
    Und übrigens, das Fleisch, Gemüse und die Milchprodukte vom Hof, die sind sowas von lecker, ausprobieren!!!
    Ich sage allen Landwirten in diesem Land ein großes BRAVO, und danke, dass es Euch gibt!!!!
    BITTE NACHDENKEN, MAL OHNE VORURTEILE UND OHNE HETZEREI!!!

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  • Ursula

    Also, ich kann es kaum glauben, was ich da alles lese, jetzt bin ich völlig überzeugt, die Menschheit verblödet!!
    Wisst ihr eigentlich, dass wir ALLE an der JETZIGEN Situation unseres Planeten schuldig sind???
    Es reicht nicht kein Fleisch mehr zu essen oder keine Milchprodukte, oder keine ….Kartoffeln, ja, die werden auch vom Bauern gepflanzt, gepflegt, und und und, wir müssen auch zu Hause bleiben, wenn wir Ferien haben, unsere Freizeit so verbringen, dass wir die Luft nicht verschmutzen, also kein Auto, kein Flugzeug, kein Zug…..und und und…und bitte keine Abfälle hinterlasse, wenn ich trotzdem mal ausbrechen und in die Natur gehe…das ist mit Sicherheit viel schädlicher, als Pschüti…….oder??
    Und, habt ihr tatsächlich nichts anderes zu tun, als Euch über Leute aufzuregen, die ihre Arbeit verrichten um ihren Lebensunterhalt zu verdienen????
    Bravo, unglaublich, ich frage mich, ob zu Hause auch alles so picobello oecologisch abläuft…
    Bitte nachdenken!!!

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    • Kurt Schneeberger

      Lassen Sie mich raten; sind Sie etwa Bäuerin oder Bauerntochter..?

  • Rolf Scheidegger

    Ich kann die Aufregung gut verstehen. Die Landwirte zu verteufeln, ist jedoch viel zu einfach und falsch. Sich gegenseitig mit Vorwürfen einzudecken führt zu keiner Lösung. Ich bin Berater der Landwirte im ökologischen Ausgleich. Einerseits sehe ich der ständig wachsende ökonomische und damit zeitliche Druck der Landwirte und trotzdem von vielen Landwirten ein wachsendes Interesse an der Natur.
    Meine Empfehlung an die Schreiberin: Nehmen Sie Kontakt auf mit Jemand der Vernetzungsberatung oder mit einer Kontrollorganisation am besten ein Organisation der Biokontrolle und fragen sie nach jemand der sich in der Gegend auskennt und suchen sie mit dieser Person nach Lösungen. Diese Organisationen finanzieren sich meist durch Ihre Arbeit und nicht mit Staatsgeldern. Sie können nicht erwarten, dass die Arbeit gratis geleistet wird. Durch diese Arbeit ist ein konstruktives löungsorientiertes Vergehen möglich. Einander zu beschimpfen führt zu keiner Lösung.

    Antworten
  • Bernhard Trachsel

    Ich staune in erster Linie ab dem unflätigen Verhalten gewisser „Bauern“ hier, denen der Anstand völlig abgeht. Wo wir doch wissen, dass die Gülle- und Pestizid-Bauern die grossen Bodenzerstörer und Gewässerverschmutzer sind. Wer so spricht und grünes Denken als Feindbild hat, der sollte sich niemals Bauer nennen dürfen. Für mich sind das Agrarsozialhilfebezüger, um nicht zu sagen Abzocker. Es wird bekanntlich mit diesen Direktzahlungen auch tüchtig betrogen, woraus dann jedes Jahr Schäden von mehreren Millionen Franken zu Lasten der Allgemeinheit resultieren. Wer’s nicht glaubt, soll den jährlichen Agrarbericht des Bundes lesen. Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht, denn solche Grossmäuler sind es auch, die verantwortlich dafür sind, dass der Rückhalt der Bauern in der Bevölkerung laufend abnimmt.

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  • Chrigel Abplanalp

    Zum Thema Güllen bis der Teufel kommt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Gleichermassen befremdet und verwundert habe ich den Beitrag über das Güllen im Gental gelesen.
    Ich möchte mich kurz vorstellen.
    Mein Name ist Chrigel Abplanalp, ich bin in Innertkirchen geboren und als Sohn eines Landwirtes aufgewachsen. Meine spannende Schulferien-zeit verbrachte ich als „Küherbub“ auf besagter Alp. Ich bin verheiratet und habe 3 Kinder die ebenfalls hier in Innertkirchen aufwachsen dürfen. Übrigens, wie schon mein Vater und Grossvater.
    Heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit der Reparatur von Landmaschinen hier in Innertkirchen.
    Meine Alpzeiten habe ich noch in den alten Alphütten verbracht, vor welchen schon immer Güllekästen waren. Was ich damit sagen will, auf dieser Alp wird schon sehr lange Gülle ausgefahren. Die Güllekästen an die ich mich erinnere, müssen aus den 50/60er Jahren stammen.
    Ich denke, dies ist mit ein Grund weshalb solche Bilder mit den schönen Bergkrokussen überhaupt noch möglich sind. Ebenfalls das Räumen von Lawinenholz inkl. Verbrennen ist mit ein Grund damit dieses Tal heute das ist was es ist. Ein Naherholungsgebiet welches auch rege genutzt wird.
    Wenn wir die Entwicklung in der Landwirtschaft in den vergangenen 30-40 Jahren nachvollziehen fällt auf, dass vor 30 Jahren als ich noch ein „Küherbub“ war so ca. 40 Bauern mit ihren Familien während des Frühjahrs und Sommermonaten die Flächen aufgeräumt und bewirtschaftet haben.
    Heute sind es vielleicht noch deren 10-15 Landwirte, was zur Folge hat, dass nur noch ein Bruchteil der Fläche aufgeräumt und bewirtschaftet wird, als dies noch vor Generationenfrist der Fall war.
    Was ich damit sagen will ist, es gibt Weiden und Lichtungen in diesem Tal welche nur noch 1 mal jährlich geweidet werden und basta. Hier gedeiht eine Alpenflora welche von der Mehrheit der Wanderer im Gental nicht mal vermutet wird. Ich spreche von der Orchideenvielfalt entlang der alten Spicherwege welche heute nur noch von ortskundigen begangen werden.
    Es gibt Familienfotos von mir als Kind, und Familienfotos von mir als Vater, am selben Platz nur eben 30 Jahre später. Darauf ist ersichtlich was passiert, wenn Alpweiden nicht mehr aufgeräumt und gepflegt werden. Es gibt Orte an welchen mein Grossvater noch Kühe gemolken hat und heute nichts mehr wächst ausser Wald (… und die Artenvielfalt eines Waldbodens hält sich nun mal in Grenzen).
    Und diese Entwicklung geht noch immer weiter!

    Fazit:
    Ich glaube das Gental und mit ihm alle Alpen im Haslital bieten für alle Naturverbunden genug Platz. Für den Landwirten der im Schweisse seines Angesichts die Landschaft pflegt und düngt, sowie den Bewunderer der Artenvielfalt in diesem Tal.
    Persönlich bin ich gerne bereit Ihnen diese Plätze zu zeigen, Ihr Interesse, sowie gutes Schuhwerk und ein wenig Trittsicherheit vorausgesetzt.
    Es wird sicher nicht mehr lange gehen bis ein findiger Landwirt Trekkingtouren zu diesen wunderschönen Orten anbietet und so der breiten Öffentlichkeit die gelebte Biodiversität der Alpbenützer zugänglich macht, um sein bescheidenes Einkommen ein wenig aufzubessern.

    Antworten
  • Martin

    Die Diskussionen hier zeigen, wie entartet die Landwirtschaft ist. Die Bauern sind gefangen in der Spirale aus Überleben und totaler Zerstörung. Schämt Euch. Ihr verleugnet Euch selbst. Der Beitragsschreiberin Gratulation!

    Antworten
  • Landwirt

    Lies doch mal die DZ Verordnung. Dann weisst du was ein Landwirt alles darf oder beziehungsweise, wie viele Vorschriften er zu befolgen hat. Viel Spass bei der Bettlektüre. Zudem, wenn du schon so einen „Mist“ schreibst, solltest du im Bild sein und nicht am Rahmen hängen.

    Antworten
    • Christine

      @ Landwirt: Dann lies doch mal Heidis Mist, dann reden wir wieder über deinen Mist und wie die Vorschriften befolgt werden!.https://heidismist.wordpress.com/

  • Ä Hasler

    Wenn ich sie wäre, würde ich mich zu erst einmal Geografisch orientieren. Dann würden sie nähmlich merken dass das Gental und die Schwarzwaldalp nichts miteinander zu tun haben. Und wenn sie von Tierquälerei sprechen, sollten sie zu erst einmal gegen die Schlachthäuser und Massenhaltungen vorgehen. Und ist ihnen eignetlich bewusst, das die „Gülle“ natürlich ist & die Pflanzen auch Nahrung brauchen? Und übrigens, wenn sie sp ökologisch unterwegs sein wollen, hoffe ich für sie. Das sie den weg bis ins Gental zu Fuss unternommen haben…

    Antworten
  • Bärgchind käi Bür frage an die Stadt!

    Sie wollen eine natürliche Bergwiese?
    Können sie schon haben.
    Wenn das Gras wächst und die Städler wieder aufs Land in die Ferien kommen. Die grösstenteils keine ahnung vom Landleben haben und meinen die Milch kommt Supermarkt.
    Letztens am Hasliberg 1,2 Meter hohes gras mit kräftigen Blumen drauf sah richtig gut aus. Plötzlich rannten kinder durch die hohe Wiesen und zertrappeln das Gras das die Kühe fressen würde.
    Was sagen sie dazu ist das Okay?
    Wenn jetzt der Bauer mit dem Traktor rüber fährt und spchütet, dieses Land gehört dem Bauer er bewirtschaftet dieses oder machen Sie das?
    Die Bauern arbeiten sehr hart für ihre Arbeit, gehen jeden morgen in den Stall und melken. Die Aufflagen sind streng und überall wird geld gespart. Dank euch muss man auch die Spschüti wieder auf die Wiesen lassen und kann sie nicht wegkippen wie Wasser.

    Massentierhaltung:
    Ich kenne keinen Bauer der massentierhaltung betreibt, jede Kuh im Haslital hat die gesetzlich vorgeschriebene Nutzfläche.
    Kommen Sie gerne vorbei und schauen Sie mal ein Stall von innen an. 《Vergessen sie nicht das Massband.》 In Deutschland wird massentierhaltung im grossen stiel betrieben.

    Ortkundig: Erkundigen Sie sich wenn sie einen Brief verfassen wo dies statt gefunden hat. Das gental ist bei Engstlä. Dort wächst das Gras später da es noch oft Schnee hat und erst später bewirtschaftet wird.

    Antworten
    • Chuchichästli gäge greenvöglä

      Genau und när chemmä so greeni päiasene wo erneuerbari energie wei wo oh gut isch aber läh nid zö dasme eh staumuer cha baue und sind gäge seller sache aber wehe dr Strom chunnt nimme vor Steckdose.

    • Fertig luschtig

      Ich habe heute eine Holländische Studie gelesen, was tun gegen Emissionen. Wenn wir alle auf Tiernahrung verziechten und nur noch gemüesse essen würde braucht es mehr Landwirtschaft und somit mehr land und Treibhäuser zum anpflanzen diese Treibhäuser verbrauchen fossilenbrennstoff wir könnten höchsten 2.5% damit einsparen. Um effektiv die Erderwärmung zustoppen müssten wir auf Essen verzichten da in Europa pro kopf im durchschnitt zuviel Kalorien gegesen werden dies sollte man senken und dann kann man über Pschüti weiterreden.
      Villeicht kommt das Tram in der Stadt zu spät und sie haben einen neuen Bericht der wichtiger ist als Pschütti

  • Agriklempner

    Agriklempner
    Die Gülle vom Gental gehört auf die Wiesen vom Gental, dies gehört zu einer standortgerechten Bewirtschaftung. Die Bauern und ihre Vorfahren sind für die Erhaltung dieser Alpen verantwortlich, ohne Düngung wären diese Wiesen längst zugewachsen und könnten nicht mehr von Ihnen und Ihren Hunden als Naherhohlungsraum genutzt werden.Die Bergbauern und Aelper der profitgier zu bezeichnen ist ausserst unfair, Sie arbeiten 7 Tage die Woche viele Stunden für einen Lohn von ca8-12sFr ohne Pensionskasse und 13.Monatslöhne und erhalten so viele ökolögisch wertvolle Alpen. Ihre pensionierten Angehörigen und Kinder arbeiten gratis mit.
    Zu einer sinnvoll bewirtschafteten Alp gehören extensive und intensivere Zonen
    die auch um dem Gewässerschutz Rechnung zu tragen im Frühjahr mit vergorener Gülle vom Vorjahr gedüngt werden!
    Mit Ihren Extremen Ansichten schaden sie einer Nachhaltigen Alpbewirtschaftung! Schade!!!

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    • Martin

      Blabla. Früher wurden ein paar wenige Fuder Mist von Hand gezettet. Das geht. Güllen mit dem Überbestand von Tieren zerstört alles. Schämt Euch.

  • Bärba

    Schwarzwaldalp im Gental? Auf 2500 M.ü.M? Soviel ich weiss ist der Engstlensee zuhinterst im Gental auf ca. 1800 M.ü.M… Nur so nebenbei! So… habe jetzt meinen Mist zum Mist der besorgten Dame gegeben😉

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  • Erika

    We nume jedi u jeda si eiget mischt u pschitti sälber miesst ustue gsäch d wält scho ganz anders us…. Aber allem a schisse teil Liit u Hind goldmöckleni…

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    • Bauer

      Es sind gerade die Grünen und Naturschützer die und Bauern vorschreiben das wir Güllegruben und Mistplätze machen müssen! Als wohin wenn nicht zurück afs Land damit???! Gülle und Mist gibt es schon seit es Kühe gibt nur musste man es nicht sammeln und danach nicht zurück auf die Wiese bringen. Alle die sich übers güllen beschwehren sollen brauchbare Lösungen bringen damit das erspart bleibt. Ich glaube jeder Bauer wäre bereit wenn er nicht güllen müsste

  • Hirschi

    Wosch igäntläch ufä ranzä??!

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  • Plani

    Die Grünen können nicht mal den Rand halten. Immer wieder kritisieren Sie unsere Bauern die sich mühe geben die Alpen zu pflegen und ihr Lohn ist nur kritik von so Grünen Leuten die kein bisschen Ahnung haben und nur rum meckern. Wen die meinen sie wissen alles sollen sie doch mal die Arbeit machen wen sies schon besser wissen.🙄🙄🙄

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  • Gegen die GRÜNEN

    1. Es heisst Schwarzental
    2.Vom Gental bis ins Schwarzental simd es etwa 3 km.
    Das Gental ist am schönsten im Winter.🤦‍♂️

    Antworten
  • Gegen die GRÜNEN

    Das ist eine ABSOLUTE SCHWEINEREI das man die bauern aus dem hasli so verarscht. Soll man dan die PSCHITTI😍 in einen Bach lasen das man die PSCHITTI nacher sauft….🍻

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  • Ledergerber Adele

    Das Gental ist also mit dem Auto zu erreichen. Und wenn ich es richtig gefunden haben im Internet ist diese Alp bereits in Betrieb. Aufgrund der tiefen Lage ist es für Sie und ihre 3 Hunde ein Naherholungsgebiet. Wieviel wären Sie bereit zu bezahlen, für die Benutzung von fremden Eigentum für Ihre Freizeit – das wäre der richtige Denkansatz und nicht die unreflektierte Ansammlung von Halbwahrheiten. Ich bin erstaunt, wie sie die geologisch unterschiedlichsten Gebiete miteinander gleichstellen, entgegen jeder Natur und vor allem die Frage: Was kann ich selbst tun? Brauche ich wirklich 3 Hunde für mein Seelenheil, haben diese 3 Hunde ihren natürlichen Lebensraum hier im Gadmertal? Zusammen können wir Probleme lösen, mit Halbwissen und Aggression geht gar nichts.

    Antworten
  • Hans Leuthold

    Es erstaunt schon wie auf der einen Seite jahrhundertealte Kulturlandschaften beschwört werden, aber niemand mehr einsehen will das eben diese Bewirtschaftung durch Verfütterung des Wiesenfutters auch wieder Mist und Gülle entsteht.
    Ich stehe immer noch für ein massvolles Kreislaufdenken der anfallenden Stoffe ein.
    Es ist letztlich nicht zielführend, hier Flächen extrem auszumagern und dafür ungehemmt, immer mehr ausländische Nahrungsmittel einzuführen.

    Mit dem letzten Bauern der von der Profitgier dahingerafft wird, kommt vielleicht auch die Einsicht zurück das Bevölkerungswachstum , Zersiedelung, Komfortansprüche, Reisetätigkeit ein mindestens ebenso grosses Problem sind.

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    • Martin

      Blabla. Gülle gibt es erst seit der idiotisch überdrehten und subventionierten Massentierhaltung. Früher gab es das Miststöckli pro Bauer, das schadet nichts.

  • Heiner Eugster

    Es ist eine Schande wie die Bauern mit ihren Kühen umgehen. Kommt das Kälbchen zur Welt, wird es der Mutter noch vor dem Trockenlecken weg genommen, es werden ihm die Hornansätze mit einem glühenden Eisen abgebrannt, es wird nach 4 Wochen an einen Kälbermäster verkauft und mit Antibiotika voll gepumpt. Zusammen mit anderen kleinen Kälbchen sehen wir sie dann in einem Plastikunterstand neben den Alpstrassen dahin vegetieren und auf den Viehhändler warten. Ich kaufe und esse keine Fleisch- und keine Milchprodukte mehr. Ich bin froh, dass die jungen Leute Druck auf unsere komplett falsche Landwirtschaftspolitik machen und hoffe, dass die GLP und die Grünen im Herbst stark zulegen.

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    • Astrid

      Bin voll und ganz Ihrer Meinung, entsetzlich die Vorstellung.Darum bin ich auch Vegetarierin, beschränke Milchprodukte auf ein Minimum.

  • Christine

    Da kommt einem buchstäblich die K…hoch, wenn man das liest.
    Traurig auch für all jene Bauern, die sich bemühen und anders wirtschaften….sie geraten mit in diesen zu Recht schlechten Ruf.
    Ich überlege mir, wie jeder von uns handeln kann – täglich auf dem eigenen Balkon, im eigenen Garten ist es möglich (kein Gift, keine Wassersäufer an Pflanzen, einheimische Stauden, Handarbeit statt Maschinenpark usw.) Beim Konsumieren ist es möglich, auch dem Anbieter unbequeme Fragen stellen, auch Migros und Coop. Wir müssen bereit sein, merh zu bezahlen für ökologische Produkte. Lebensmittel sind viel zu billig! Fleisch soll Luxus sein. Bei den Wahlen genau hinschauen, was der Leistungsausweis der Person ist, wie sie gestimmt hat bei Natur- und umweltrelevanten Themen.
    Fragen bei den Behörden, Bilder schicken, schon mal Anzeige erstatten, wenn offensichtlich gegen das Gesetz verstossen wird…es ist anstrengend, das alles, ich weiss, aber wir müssen zu einer Art „Bürgerwehr“ greifen, gemeinsam, weil alles zu langsam und ja, überhaupt nicht endlich in die richtige Richtung korrigiert wird.

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    • Chris

      …und abstimmen gehen und andere auch dazu bewegen! Es kommen einige Initiativen auf uns zu, welche den offensichtlich falschen Weg, den wir gehen, korrigieren (Trinkwasserinitiative, Gletscherinitiative, Landschaftsinitiative…für Biodiversität undLndschaft usw.). Sie sind nicht extrem, nein, was wir jetzt machen, ist extrem, extrem lebensfeindlich!

  • Susan Stuber

    Ganz und gar einverstanden!

    Antworten
  • Mathilda Dirven

    Susanne Stuck
    Ganz einfach ,keine Tierprodukte mehr konsumieren!!
    Unterschriften sammeln und an den Richtigen Stellen einreichen!
    Es ist wirklich unfassbar wie der Mensch mit seiner Lebensgrundlage umgeht! Und dann noch Bauern!! Pfui T….!!

    Antworten
    • Pschitten

      Das ist eine verdammte Schweinerei die Bauern so zu verschändeln

    • Etz isch fertig

      Dan gehen einfach viele berufe verloren und wir hätten zu wenig nahrungs mittel. Mal ein bisschen überlegen was man sagt den ihr habt alle keine ahnung. Jedes kind hier in der region sagt das es eine verdammte schweinerei ist von euch. Nein ab euch grünen könte ich mich zu tode kotzen🙄

    • Susanne Stuck

      Ja, der Konsument kann Druck geben. Ich esse seit bald 20 Jahren kein Fleisch mehr und Milchprodukte habe ich auch abgesetzt. Aber es braucht eben auch mutige Entscheide von der Seite der Politiker.

  • Annemarie Meier

    Eine sehr traurige Geschichte. Es ist unbegreiflich, dass eine solche destruktive Intensivbewirtschaftung von unseren Steuergeldern immer noch unterstützt wird. Alle Zeichen liegen klar auf der Hand – wir müssen die Natur schützen und nicht zerstören – sonst zerstören wir uns am Ende uns selbst. Wir subventionieren solche Bauern bis zum geht nicht mir. Wann wachen unsere Politiker endlich auf und handeln zum Wohl der Natur und letztendlich der Schweizer Bevölkerung. Es ist langsam zum verzweifeln!

    Antworten
  • Althaus Hans Peter

    Solange die Gier regiert und unser Bund Oekobeiträge, zahlt die den Namen Oeko als Hohn leuchten lassen solange wir Konsumenten all den Märchen aus Bern naiv glauben, solange wird das so weitergehen…. Habe gestern erfahren wieviel ein Bauer für einen ha Oekowiese erhält – so ungefähr 1600.— wenn die Wiese den höheren Standard erhält fliessen nochmals 1300.— en plus…. Auf die Frage, was für Pflanzen diesen Standard ausmachen, denn schon die normale Oekowiese vor mir schien mir sehr dürftig, bekam ich 10 Arten serviert, die weder besonders, noch selten, noch irgendwas besonderes sind und für einen Naturgärtner zur Standardwiese gehören.
    Also man nehme: eine kaputte Landwirtschaft, die die Biodiversität weitgehend zerstört hat, tue ständig herumjammern und mache mit möglichst kleinstem Aufwand ein bisschen Makeup in die Landschaft und beginne sofort von vorn mit jammern.
    Dabei werden wir Nichtbauern dreifach geschröpft: Subventionen mit Steuergeld, Minimieren der Gewässerverschmutzung und anderer Missstände mit Steuergeldern und dann noch als Konsumenten die zu einem klar tiefen Preis die nicht wirklich gesunden Produkte kaufen…..
    Die gleichen Kreise fordern Wolfabschuss, Ausländer raus und beschwören irgendwelche Traditionen und alten hohen Werte – so jetzt ist mir definitiv kotzübel…..

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  • Ghemara Lintner

    Das ist mir schon vor mehreren Jahrzehnten aufgefallen, dass nämlich, als ich wieder mal an den Wohnort der Kindheit auf dem Land zurück kam, dass alle dort gewesenen Mager-Wiesen mit vielen bunten Blumen verschwunden waren! Jede Wiese war nur noch grün und gelb, voll mit Löwenzahn. Warum ist aus dem schönen Schaf- und Geissenland ein Kuh- und Schweineland mit fetten Wiesen und stinkender, alles erstickender Jauche/Gülle mit veiel chemischen Zusätzen geworden???

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  • Eveline Nünlist

    Sehr gut kann ich die Wut und Betroffeheit von der Dame aus dem Berner Oberland verstehen. Wir steuern auf eine ausgeräumte Landschaft zu, wie ich übrigens schon mal in einem Leserbrief bemängelt habe, dass im Mittel- und Seeland, wo so oder so sehr viele Natursünden begangen wurden von seiten der Landwirtschaft, auch noch die Wälder imselben Stil bewirtschaftet werden.(Waldränder auf grobe und zerstörerische Art weggemäht usw)
    Traurig, dass solche Intensivbewirtschaftung und unsensible Art der Waldpflege überhaupt noch zugelassen sind in einem Zeitalter, wo wir rasend auf eine Umweltkatastrophe zusteuern.

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  • Judith Niggli

    Endlich jemand, der die Sache auf den Punkt bringt! Bravo!!!! Es ist schon so, überall regiert die Profitgier!

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  • Susanne Stuck

    Dieser sehr ausführliche und gut geschriebene Artikel bedrückt mich. Was können wir als Bürger tun, damit die Politiker endlich begreifen, dass sie sofort für die Erhaltung unserer Natur handeln müssen?

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