© Alex Brown [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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„Gipfel“ des Food Wastes bei der SBB

  • Kathrin Ruprecht
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Für den Kunden nur das Beste. Klingt gut, aber was passiert mit dem Zweitbesten? Ein knapp sieben Stunden altes Gipfeli ist für die SBB nur noch Abfall. Gibt es da nicht noch bessere Lösungen?

Stellt euch vor: Es ist nach 11 Uhr morgens und ihr bekommt langsam Hunger. Leider seid ihr aber unterwegs im Zug und habt gerade nichts dabei. Also begebt ihr euch logischerweise zum Speisewagen in der Mitte des Zuges. Hier lachen euch die Gipfeli in der Auslage nur so an, aber als ihr danach fragt, sind sie nicht mehr zu verkaufen.

Genau dies ist dem GLP-Politiker Gregori Schmid passiert, wird auf Watson berichtet. Als er im Zug von Gossau SG nach Zürich in der mobilen Starbucks-Filiale des SBB einen Croissants kaufen will, wird ihm das verweigert. Auch vergünstigt will man sie nicht verkaufen. Eine verminderte Qualität will man den Kunden nicht zumuten.

Die Croissants seien, da schon vor 4 Uhr morgens angeliefert, nach 11 Uhr nicht mehr frisch genug um verkauft zu werden, schreibt die Mediensprecherin der SBB. Dass sie überhaupt noch in der Auslage lagen, sei ein Versehen. Denn normalerweise sollten sie um 11 Uhr entfernt und entsorgt werden.

Sind 7 Stunden alte Croissants wirklich nicht mehr geniessbar? Eigentlich schon, würde man denken. Aber Rabatte einzuführen oder die Gipfel gratis abgeben, kommt für die SBB anscheinend nicht in Frage.

Das es auch anders geht zeigen einige Bäckereien, die am Abend ihre Produkte zu einem günstigeren Preis abgeben. Auch die Idee der Äss-Bar kämpft gegen Food-Waste. Mit dem Slogan „frisch von gestern“ werden hier Backwaren, die am Vortag in anderen Bäckereien nicht verkauft worden sind, verbilligt abgegeben.

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