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Handy hilft Hirn!

  • Der Oekolog
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Forscher der University of South Florida haben eine besonders interessante Entdeckung gemacht: Sie fanden heraus, dass Mobilfunkstrahlung bei gentechnisch veränderten Mäusen Alzheimer verhindern kann.

Super! „Blick am Abend“ titelte bereits euphorisch „Handy hilft Hirn“, und auch andere Medien freuten sich, dass endlich einmal etwas Gutes über die Handystrahlung vermeldet werden kann.

Also nochmals: Was genau haben die Forscher herausgefunden? Sie nahmen 100 gentechnisch veränderte „Modell-Mäuse“, in deren Gehirnen sich mit der Zeit aufgrund des Gendefekts Alzheimer bildet, und setzten sie in kleine Käfige. Diese waren um eine Antenne gruppiert, die mobilfunkähnliche Strahlung aussandte. Dann bestrahlten sie die Mäuse zweimal täglich während einer Stunde, und dies während sieben bis neun Monaten. Und dann zeigte sich, dass junge, noch nicht erkrankte Mäusen weniger Alzheimer entwickelten und in Leistungstests besser abschnitten.

Was hat das mit dem Menschen zu tun?

Was sagen uns nun diese Ergebnisse? Erstens: Mit Mäusen kann man alles machen, was Gott verboten hat. Zweitens sind die Resultate laut den Forschern auch für uns Menschen relevant. Mag sein: vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass kleine Kinder, die derart genmanipuliert sind, dass sie später Alzheimer bekommen, in der Schule die besseren Noten erhalten, wenn sie sich täglich für zwei Stunden 20 Zentimeter neben ein strahlendes Handy setzen. Das müsste nur noch bewiesen werden – gesucht sind noch Probanden…

Einer glaubt jedenfalls schon mal daran: Beda Stadler. Er soll laut unbestätigten Quellen bereits vorgeschlagen haben, dass sich alle kleinen Kinder gegen Alzheimer impfen lassen sollten, indem sie links und rechts ein Handy ans Gehirn schnallen und dann jeden Tag zwei Stunden mit dem Kundendienst der Swisscom tratschen – stereo. Die Handyrechnung würden dann die Krankenkassen zahlen.

Spass beiseite. Böse Zungen sagen ja, ein Fünkchen Wahrheit stecke auch in dieser Studie: Wer nach exzessivem Telefonieren einen Hirntumor kriege, bekomme tatsächlich keinen Alzheimer. Stimmt.

Studie

P.S. Sind Sie letzthin über eine ähnlich absurde Studie gestossen? Hinweise bitte wie immer an [email]blog@naturschutz.ch[/email]

2 Kommentare

  • Jost Rüegg

    Nur weil jemand ein Mobiltelefon benutzt, ist das noch lange kein Grund im vorzuwerfen, dass er Kritik am Mobilfunk übt.
    Wer Lebensmittel kauft ist ja auch berechtigt, Kritik an der Herstellung oder an Inhaltsstoffen zu üben.
    Klar ist : Handy-Strahlen sind schädlich und solche von Mobilfunkantennen ebenfalls. Noch wird gestritten, ob die aktuellen Grenzwerte genügen und vor allem, ob sie für Alle – z.B. auch für elektrosensible Menschen, Tiere und Pflanzen – genügen.
    Menschen, die unter Mobilfunkstrahlung leiden und solche die sich um Lebewesen Sorgen machen, die unter dieser Strahlung leiden, werden vom Gesetzgeber nicht genügend ernst genommen, weil es angeblich noch keine aussagekräftige Studien gibt.
    Heutige Technologien kommen mit wesentlich weniger Strahlung aus, als die, die heute noch installiert und Bewohnern wie Benutzern zugemutet wird.
    Noch gibt es keine namhafte Umweltschutzorganisation, die sich aktiv zum Schutz vor NIS (nichtionisieriender Strahlung) einsetzt. Es ist aber längst an der Zeit, dass sich auch Umweltschutzorganisationen diesem leidigen Thema annehmen. Es müsste dann aber wohl auf Sponsoring von Swisscom, Orange, Sunrise, etc. verzichtet werden.

    Ist dieser Kommentar sachlich genug ?
    Ich bin Mobilfunkbenutzer.

    Jost Rüegg

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  • Karel Novinar

    Ist der Blog-Schreiber Handy-User? Wenn ja, sollte er das Thema etwas sachlicher angehen. Wenn nein, wird er wohl nie merken, ob er an Alzheimer erkrankt ist oder nicht, weil er bis dann vergessen hat, wie sein Doktor heisst.

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