<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Naturschutz.ch &#187; Wald</title>
	<atom:link href="http://naturschutz.ch/kategorie/news/wald/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://naturschutz.ch</link>
	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 10:28:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Hirschkäfer: Insekt des Jahres 2012</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/hirschkafer-insekt-des-jahres-2012/43937</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/hirschkafer-insekt-des-jahres-2012/43937#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Hirschkäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Insekt des Jahres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43937</guid>
		<description><![CDATA[Der Hirschkäfer ist das Insekt des Jahres 2012. Damit wurde ein Tier gewählt, dass in der Schweiz vom Aussterben bedroht ist. Hirschkäfer sind sehr selten. Aber trotz der Seltenheit, kennt jeder den unverkennbaren Käfer. Mit der Wahl soll auf die Schönheit und auf das fehlende Habitat der imposanten Käfer hingewiesen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/62mm_großes_Männchen_von_Lucanus_cervus1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43942" title="Hirschkäfer" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/62mm_großes_Männchen_von_Lucanus_cervus1.jpg" alt="" width="632" height="305" /></a>Der Hirschkäfer ist das Insekt des Jahres 2012. Damit wurde ein Tier gewählt, dass in der Schweiz vom Aussterben bedroht ist. Hirschkäfer sind sehr selten. Aber trotz der Seltenheit, kennt jeder den unverkennbaren Käfer. Sie sind bis zu 9 cm gross und die grössten Käfer in Mitteleuropa überhaupt. Nur die Männchen haben die gewaltigen, grossen Geweihe, mit denen sie miteinander kämpfen.</p>
<p>Mit den riesigen, 3 cm langen Oberkiefern nehmen die Männchen keine Nahrung auf. Nur bei Rivalenkämpfen und zum Festhalten der Weibchen während der Paarung werden sie gebraucht. Die Hirschkäfer schwärmen von Mitte Juni bis Ende Juli an lauen Abenden mit lautem Brummen in Laubwäldern herum. Sie lieben besonders alte Eichen. Männchen und Weibchen brauchen für die Reifung ihrer Keimzellen Baumsaft, der bestimmte Pilze enthält. Den finden sie an Wundstellen eines Baumes, der durch Frostrisse, Windbruch oder Blitzschlag verletzt worden ist. Der Saft aus solchen Baumwunden fliesst häufig mehrere Jahre. Das Weibchen ist auch in der Lage, Wunden mit ihren kleinen, aber kräftigen Oberkiefern aufzubeissen.</p>
<p>Der Hirschkäfer ist besonders geschützt, da er überaus selten ist. Grund dafür ist der Mangel an Saftleckstellen und das Fehlen der geeigneten Brutsubstrate. Die Ursachen liegen in der Intensivierung der Forstwirtschaft, bei der die Stubben gerodet werden und damit kein morsches Holz im Boden zurückbleibt. Daher ist der Hirschkäfer kaum zu finden und in vielen Gebieten völlig ausgerottet. Allerdings gibt es seit einigen Jahren Programme, die den Naturschutz in den Wäldern fördern sollen. Es sieht so aus, als könnten sich die Hirschkäfer wieder besser vermehren. Für eine endgültige Aussage ist es jedoch zu früh, da die Generationsfolge mit fünf bis acht Jahren sehr lang ist und merkbar mehr Tiere erst nach Jahrzehnten zu erwarten sind.</p>
<p>Den Hirschkäfer kennt jeder, leider häufig nur dem Namen nach. Auf ihr langes Leben und ihre Schönheit soll mit der Wahl zum Insekt des Jahres 2012 hingewiesen werden. Gleichzeitig sollen Forstbesitzer aufgerufen werden, die bisherigen Bemühungen des Naturschutzes weiter zu verfolgen und beispielsweise in ihren Wäldern morsche Eichenstümpfe stehen zu lassen, um damit dem grössten mitteleuropäischen Käfer eine Chance zu geben.</p>
<p><a href="http://seg.scnatweb.ch/Aktuell/Insekt-des-Jahres-2012.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Bugman95 (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/hirschkafer-insekt-des-jahres-2012/43937/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tier des Jahres: Das Braune Langohr</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Braunes Langohr]]></category>
		<category><![CDATA[Fledermaus]]></category>
		<category><![CDATA[pro natura]]></category>
		<category><![CDATA[Tier des Jahres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43728</guid>
		<description><![CDATA[Pro Natura hat das Braune Langohr (Plecotus auritus) zum Tier des Jahres 2012 gewählt. Der Flugakrobat ist in der Schweiz gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten. Vor allem aufgeräumte Wälder und "herausgeputzte" Landschaften machen den Fledermäusen zu schaffen. Pro Natura macht mit ihrer Wahl des "fliegenden Hasen" zum Tier des Jahres 2012 auf den schlechten Zustand der Biodiversität in der Schweiz aufmerksam. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/TdJ12_Dietmar_Nill_Im_Flug_quer1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43765" title="Braunes Langohr im Flug durch Nachtkerzen, Plecotus auritus, common long-eared bat in flight, oreillard septentrional" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/TdJ12_Dietmar_Nill_Im_Flug_quer1.jpg" alt="" width="2127" height="1067" /></a>Wie Pro Natura in der aktuellen Medienmitteilung schreibt, hat die Organisation das Braune Langohr <em>(Plecotus auritus)</em> zum Tier des Jahres 2012 gewählt. Der Flugakrobat ist in der Schweiz gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten. Vor allem aufgeräumte Wälder und &#8220;herausgeputzte&#8221; Landschaften machen den Fledermäusen zu schaffen. Pro Natura macht mit ihrer Wahl des &#8220;fliegenden Hasen&#8221; zum Tier des Jahres 2012 auf den schlechten Zustand der Biodiversität in der Schweiz aufmerksam.</p>
<p>&#8220;Batman&#8221; ist zurück: Ein stiller Held der Nacht, der Gutes tut und sich tagsüber unscheinbar macht. Das Tier des Jahres 2012 übernimmt mit seiner nächtlichen Jagd nach Insekten, vor allem Nachtfaltern, wichtige ökologische Funktionen. Das Braune Langohr ist eine von rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten, die fast alle gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Vom Fledermaus-Vorkommen kann der Zustand der Biodiversität abgeleitet werden: Der Vielfalt von Ökosystemen, der Tier- und Pflanzenarten und ihrer genetischen Breite geht es in der Schweiz schlecht. Pro Natura wirbt mit der Wahl des Braunen Langohrs für vielfältigere und vernetztere Landschaften und naturnahe Wälder; wichtige Bestandteile unserer Lebensgrundlagen.</p>
<p><strong>Saubere Landschaften gefährden das Braune Langohr</strong></p>
<p>Um zu überleben sind die fliegenden Säugetiere auf abwechslungsreiche und miteinander vernetzte Landschaften angewiesen. Strukturen wie Hecken oder Baumalleen funktionieren als Wegweiser auf den immer gleichen Flugbahnen zwischen Tagesquartier und Jagdgebiet im Wald. Den Weg findet das Braune Langohr wie alle Fledermäuse mit seiner ausgeklügelten Ultraschall-Echoortung. Seine Rufe prallen auf diese so genannten Leitstrukturen. Das zurückgeworfene Echo wird von den riesigen Ohren aufgefangen und weist ihm den Weg. Es entsteht ein präzises &#8220;Hörbild&#8221;. &#8220;In unseren stark herausgeputzten und auf Effizienz getrimmten Landschaften verhallen die Rufe des Braunen Langohrs immer mehr im Nichts. Eine Landschaft ohne Bäume, Sträucher oder Hecken ist für das Braune Langohr, was für einen Menschen eine Wüste ist: leer und bedrohlich. Es fehlen die Orientierungspunkte&#8221;, sagt Urs Tester, Artenschutzexperte bei Pro Natura.</p>
<p><strong>Natürlichere Wälder!</strong></p>
<p>Das Braune Langohr lebt und jagt vorwiegend in Laub- und Mischwäldern. Es gilt als Waldfledermaus, die in alten Bäumen, oft aber auch in Dachstöcken von Häusern ihr Tagesquartier aufschlägt. Baumhöhlen können verlassene Spechtlöcher, Ritzen in der Rinde oder Spalten in den Stämmen sein. &#8220;In der Schweiz werden die Wälder intensiv genutzt. Das bedeutet, Bäume werden in der Regel schneller geschlagen, als sie ihre Alterserscheinungen wie Baumhöhlen entwickeln. So fehlen dem Braunen Langohr wichtige Wohnungen. Fledermaus-Lebensraum geht verloren&#8221;, mahnt Urs Tester. Der ideale Fledermauswald hat sowohl geschlossene als auch lichtere Waldabschnitte, Laub- und Mischwaldbestände, junge und alte Bäume. Durchmischte Wälder mit alten und abgestorbenen Bäumen bieten Fledermäusen auch mehr Nahrung. Sie sind reicher an Insekten.</p>
<p><strong>Pro Natura hilft den &#8220;flatternden Mäusen&#8221;</strong></p>
<p>Pro Natura setzt sich dafür ein, dass mehr Waldreservate mit Vorrang für die Natur geschaffen werden und dass in genutzten Wäldern Alt- und stehende Totholzinseln erhalten bleiben, in denen das Tier des Jahres und andere Tier- und Pflanzenarten idealen Lebensraum finden. Sie tut dies auch mit eigenen Projekten beispielsweise im Kanton Solothurn. Im Kanton Schaffhausen werden die Flugbahnen des Braunen Langohrs untersucht, damit die wichtigsten &#8220;Flugwegweiser&#8221; erhalten und gefördert werden können. Auch auf der politischen Bühne setzt sich Pro Natura für das Braune Langohr ein: Waldpolitik, Landwirtschaft und die Strategie Biodiversität Schweiz. Alles Bereiche, in denen sich die Politik im Jahr 2012 für den Schutz der Fledermäuse und anderer Arten einsetzen kann.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/tier-des-jahres-2012" target="_blank">Weitere Informationen </a></p>
<p>Bild: Dietmar Nill</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mazedonien: Nationalpark durch Staudamm bedroht</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/mazedonien-nationalpark-durch-staudamm-bedroht/43409</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/mazedonien-nationalpark-durch-staudamm-bedroht/43409#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Balkanluchs]]></category>
		<category><![CDATA[Mazedonien]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalpark]]></category>
		<category><![CDATA[Staudamm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43409</guid>
		<description><![CDATA[Mitten im zweitältesten und grössten Nationalpark Mazedoniens will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (engl.: EBRD) den Bau eines grossen Staudamms zur Stromgewinnung fördern. Der Mavrovo-Nationalpark ist durch das Projekt „Boskov Most“ massiv bedroht. Die internationale Naturschutzstiftung EuroNatur fordert die EBRD deshalb auf, ihre Darlehenszusage an den mazedonischen Stromerzeuger ELEM für das Wasserkraftwerk im Nationalpark zurückzunehmen. „Grosse Infrastrukturmaßnahmen wie Boskov Most führen den Nationalpark ad absurdum. Mazedonien strebt zwar den Beitritt zur Europäischen Union an. Parallel wird das europäische Naturschutzrecht durch die Genehmigung derartiger Projekte aber mit Füssen getreten. Die durch das Staudamm-Projekt verursachten Eingriffe in das Schutzgebiet sind keinesfalls mit dem Status als Emerald-Schutzgebiet und künftigem Teil des Natura-2000-Netzwerks vereinbar“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.  Gemeinsam mit einer Koalition aus sechs mazedonischen Nicht-Regierungsorganisationen ruft EuroNatur die mazedonische Regierung auf, das naturzerstörerische Projekt zu stoppen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Luchs_Joerg_Pukownik.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43410" title="Balkanluchs" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Luchs_Joerg_Pukownik.jpg" alt="" width="435" height="290" /></a>Mitten im zweitältesten und grössten Nationalpark Mazedoniens will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (engl.: EBRD) den Bau eines grossen Staudamms zur Stromgewinnung fördern. Der Mavrovo-Nationalpark ist durch das Projekt „Boskov Most“ massiv bedroht. Die internationale Naturschutzstiftung EuroNatur fordert die EBRD deshalb auf, ihre Darlehenszusage an den mazedonischen Stromerzeuger ELEM für das Wasserkraftwerk im Nationalpark zurückzunehmen. „Grosse Infrastrukturmassnahmen wie Boskov Most führen den Nationalpark ad absurdum. Mazedonien strebt zwar den Beitritt zur Europäischen Union an. Parallel wird das europäische Naturschutzrecht durch die Genehmigung derartiger Projekte aber mit Füssen getreten. Die durch das Staudamm-Projekt verursachten Eingriffe in das Schutzgebiet sind keinesfalls mit dem Status als Emerald-Schutzgebiet und künftigem Teil des Natura-2000-Netzwerks vereinbar“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer in der aktuellen Medienmitteilung.  Gemeinsam mit einer Koalition aus sechs mazedonischen Nicht-Regierungsorganisationen ruft EuroNatur die mazedonische Regierung auf, das naturzerstörerische Projekt zu stoppen.</p>
<p>Die Zeit drängt, denn nach Aussagen von ELEM sollen bereits im April 2012 die ersten Bagger rollen. ELEM hat mit der EBRD im November 2011 einen Vertrag über ein Darlehen zur Finanzierung des Projekts unterzeichnet. Die Planung sieht vor, im südlichen Teil des 73.100 Hektar grossen Nationalparks ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von bis zu 70 Megawatt zu bauen. Nach eigenen Aussagen will die EBRD für das Projekt „Boskov Most“ ein Darlehen in Höhe von 65 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Der Staudamm soll 33 Meter hoch werden.</p>
<p>„Nach EuroNatur vorliegenden Informationen ist die Umweltverträglichkeitsprüfung zum Bau des Staudamms fachlich angreifbar. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum sich die EBRD mit derart fragwürdigen Ergebnissen zufrieden gibt“, sagt Gabriel Schwaderer. Neben der Tatsache, dass der Staudamm mitten im Schutzgebiet entstehen soll, wurden zum Beispiel die Auswirkungen auf die letzte derzeit bekannte, stabile Population des Balkanluchses nicht ausreichend untersucht. Der Balkanluchs ist eine vom Aussterben bedrohte Unterart des Eurasischen Luchses. Eine Schädigung des Balkanluchs-Vorkommens im Mavrovo-Nationalpark könnte zum Aussterben der Unterart führen.  Nach Auffassung von EuroNatur sind die vorgebrachten Argumente der Koalition aus sechs mazedonischen Nicht-Regierungs-Organisationen, die sich für die Erhaltung des Mavrovo-Nationalparks einsetzt, bisher weder von der mazedonischen Regierung noch von der EBRD ausreichend beachtet worden.</p>
<p>Die Menschen in der Nationalparkregion werden von dem Projekt jedenfalls nicht profitieren. Ganz im Gegensatz zu „Boskov Most“ würden andere Entwicklungspfade wie die Vermarktung lokaler Produkte und die Förderung eines nachhaltigen Naturtourismus Beschäftigung bringen und das derzeit noch positive Image des Mavrovo-Nationalparks weiter fördern.</p>
<p><a href="http://www.euronatur.org" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Joerg Pukownik (EuroNatur)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/mazedonien-nationalpark-durch-staudamm-bedroht/43409/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kahlschlag statt Umweltschutz</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/kahlschlag-statt-umweltschutz/43404</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/kahlschlag-statt-umweltschutz/43404#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Asia Pulp & Paper]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[Tropenwald]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>
		<category><![CDATA[Zellstofffabrikant]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43404</guid>
		<description><![CDATA[Der internationale Zellstofffabrikant Asia Pulp &#038; Paper (APP) zerstört trotz gegenteiliger Versprechen weiterhin im grossen Stil Tropenwald in Indonesien. Der WWF und weitere Umweltorganisationen fordern deshalb: Hände weg von APP-Produkten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Regenwald.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-36983" title="Regenwald" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Regenwald.jpg" alt="" width="800" height="600" /></a>Der internationale Zellstofffabrikant Asia Pulp &amp; Paper (APP) zerstört trotz gegenteiliger Versprechen weiterhin im grossen Stil Tropenwald in Indonesien. Der WWF und weitere Umweltorganisationen fordern deshalb in der aktuellen Medienmitteilung: Hände weg von APP-Produkten!</p>
<p>Der zur Sinar Mas Group gehörende Zellstofffabrikant Asia Pulp &amp; Paper (APP) hat seit seiner Produktionsaufnahme im Jahr 1984 in Indonesien mehr als zwei Millionen Hektar Tropenwald für die Zellstoffherstellung abgeholzt – und dies trotz dem wiederholten Versprechen, das benötigte Holz zu 100 Prozent aus Plantagen zu beziehen. Dies zeigt ein detaillierter Report von „Eyes on the Forest“, einer Koalition von verschiedenen Umweltorganisationen, darunter auch der WWF. Seit Jahren verspricht das Unternehmen, keinen Tropenwald mehr für seinen benötigten Zellstoff zu roden. Dieses Versprechen hat APP immer erneuert, um es dann gleich wieder zu brechen – letztmals in den Jahren 2007 und 2009. Der Report der Umweltverbände trägt denn auch den Titel: „The Truth behind APP’s greenwash“.</p>
<p>Die von „Eyes on the Forest“ gemachten Recherchen vor Ort sowie Satellitenaufnahmen zwischen Juni bis Oktober 2011 belegen, dass der Konzern weiterhin Wälder abholzt. Ein APP-Zulieferer, die PT Ruas Utama Jaya, betrieb sogar innerhalb des Tiger-Schutzgebietes „Senepis Tiger Sanctuary“ Kahlschlag. Dass APP in weltweiten Kampagnen damit wirbt, aktiv den Lebensraum des Sumatra-Tiger zu schützen, wirkt angesichts dieser Tatsachen wie ein Hohn. Zusammen mit den anderen Umweltorganisationen von „Eyes on the Forest“ fordert der WWF deshalb alle Zellstoff- und Papierhändler sowie die Investoren auf, die Zerstörung der indonesischen Wälder durch APP nicht länger zu unterstützen. Eine Reihe von grossen Firmen hat das bereits getan, so etwa Nestlé oder die Metro Group.</p>
<p><a href="http://www.wwf.ch" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Sze Ning (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/kahlschlag-statt-umweltschutz/43404/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weltweite Online-Aktion gegen neues Waldgesetz</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/weltweite-online-aktion-gegen-neues-waldgesetz/43076</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/weltweite-online-aktion-gegen-neues-waldgesetz/43076#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 12:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionen und Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Kahlschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Waldgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43076</guid>
		<description><![CDATA[Mit einer internationalen Online-Notrufaktion will der WWF die Reform des brasilianischen Waldschutzgesetzes und damit die Zerstörung von 76,5 Millionen Hektar Wald verhindern. „Während die Welt auf dem Klimagipfel in Durban noch über die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Abholzung der Wälder diskutiert, droht in Brasilien ein neuer gewaltiger Kahlschlag, der das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen würde“, sagt WWF-Waldreferent Roberto Maldonado. „Brasilien riskiert mit dem geplanten Gesetz Wald- und Klimaschutz.“ Deshalb ruft der WWF dazu auf, unter www.emergencycallbrasilien.de  eine Protest-E-Mail direkt an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff zu richten. Sie kann mit ihrem Einsatz die Rodung des Regenwaldes noch stoppen. Für den morgigen Dienstag ist eine erste Gesetzes-Abstimmung im Senat angekündigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-River_in_the_Amazon_rainforest1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-29752" title="Regenwald Amazona" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-River_in_the_Amazon_rainforest1.jpg" alt="" width="800" height="600" /></a>Mit einer internationalen Online-Notrufaktion will der WWF die Reform des brasilianischen Waldschutzgesetzes und damit die Zerstörung von 76,5 Millionen Hektar Wald verhindern. „Während die Welt auf dem Klimagipfel in Durban noch über die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Abholzung der Wälder diskutiert, droht in Brasilien ein neuer gewaltiger Kahlschlag, der das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen würde“, sagt WWF-Waldreferent Roberto Maldonado. „Brasilien riskiert mit dem geplanten Gesetz Wald- und Klimaschutz.“ Deshalb ruft der WWF dazu auf, unter <a href="http://wwf.at/de/view/ajax/diverses/openLink/?url=1172"><strong>www.emergencycallbrasilien.de</strong></a><strong> </strong> eine Protest-E-Mail direkt an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff zu richten. Sie kann mit ihrem Einsatz die Rodung des Regenwaldes noch stoppen. Für den morgigen Dienstag ist eine erste Gesetzes-Abstimmung im Senat angekündigt.</p>
<p>Die Kettensägen bedrohen grosse Teile der brasilianischen Regenwälder. „Betroffen wäre eine Fläche so gross wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen. Dies ist nicht nur ein Alptraum für die Artenvielfalt, sondern auch die Folgen für das Weltklima wären immens“, unterstreicht Carlos Rittl, Klimaschutzkoordinator des WWF Brasilien. Selbst offizielle Berechnungen der Regierung kommen auf zusätzliche Emissionen von bis zu 28 Milliarden Tonnen. Das entspricht etwa dem Treibhausgassaustoß von Deutschland in drei Jahrzehnten.</p>
<p>Wird der Gesetzentwurf umgesetzt, würde dies laut WWF die Klimaschutzbemühungen in dem grössten lateinamerikanischen Land weit zurückwerfen. „Auch die Verhandlungen über die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch Waldzerstörung und Umwandlung (REDD+) werden durch das Gesetzesvorhaben untergraben“, warnt WWF Experte Carlos Rittl. Weltweit sind etwa 18 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes auf die Zerstörung der Wälder zurückzuführen. Brasilien hat auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt, die jetzt wieder auf dem Spiel stehen. Das Land strebt an, seinen Treibhausgasausstoss bis 2020 um mindestens 36 Prozent im Vergleich zur bisher prognostizierten Emissionsentwicklung zu reduzieren. Eine Reform der Waldgesetzgebung würde dieses Ziel ernsthaft gefährden.</p>
<p>„Von Anfang an haben wir gegen die Novelle des Waldgesetzes gekämpft. Wir haben argumentiert und gestritten, Petitionen geschrieben und Bündnisse mit über 200 Institutionen der brasilianischen Gesellschaft geschlossen“, sagt Roberto Maldonado. „Jetzt ist die Zeit sich direkt an die Person zu wenden, die das katastrophale Gesetz noch verhindern kann. Das ist Präsidentin Dilma Rousseff, die in wenigen Monaten Gastgeberin der großen Rio+20 Konferenz zur biologischen Vielfalt sein wird.“</p>
<p>Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hatte im Wahlkampf angekündigt, „jede Gesetzesänderung zu verhindern, die illegale Rodungen gestattet oder eine Amnestie für Umweltkriminelle vorsieht“. Mit einem Veto käme die Präsidentin auch der vorherrschenden Meinung in der Bevölkerung entgegen. Einer repräsentativen Umfrage zufolge lehnen 85 Prozent der Brasilianer die Ausweitung von Nutzflächen auf Kosten des Regenwaldes ab.</p>
<p><a href="http://action.wwf.de/ea-action/action?ea.client.id=1726&amp;ea.campaign.id=12781" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Wikimedia Commons</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/weltweite-online-aktion-gegen-neues-waldgesetz/43076/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Licht und Schatten für den Tiger</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/licht-und-schatten-fur-den-tiger/42821</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/licht-und-schatten-fur-den-tiger/42821#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 10:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Abholzung]]></category>
		<category><![CDATA[freie Wildbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Sumatra]]></category>
		<category><![CDATA[Tiger]]></category>
		<category><![CDATA[Wilderei]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42821</guid>
		<description><![CDATA[Ein Jahr nach dem internationalen Tiger-Gipfel in St. Petersburg zum Schutz der letzten etwa 3.200 Tiger in freier Wildbahn zieht die Umweltschutzorganisation WWF ein geteiltes Zwischenfazit. So sei die Wilderei in vielen Teilen Asiens weiterhin ein sehr grosses Problem, das von den örtlichen Behörden nicht engagiert genug angegangen werde. Zugleich kommt eine vom WWF mit durchgeführte Studie zu dem Ergebnis, dass noch über 70 Prozent der verbliebenen Wälder auf Sumatra von Tigern bewohnt werden. „Angesichts des hohen Lebensraumdrucks und der prekären Situation auf Sumatra gibt dieses überraschend positive Ergebnis neue Hoffnung für das Überleben der letzten Insel-Tiger“, erklärt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland in der aktuellen Medienmitteilung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/260-Tiger-Mother_Cubs-2-Kanha-NP-_c_-Joseph-Vattakavan_07.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-32770" title="260-Tiger-Mother_Cubs-2-Kanha-NP-_c_-Joseph-Vattakavan_07" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/260-Tiger-Mother_Cubs-2-Kanha-NP-_c_-Joseph-Vattakavan_07.jpg" alt="" width="260" height="195" /></a>Ein Jahr nach dem internationalen Tiger-Gipfel in St. Petersburg zum Schutz der letzten etwa 3.200 Tiger in freier Wildbahn zieht die Umweltschutzorganisation WWF ein geteiltes Zwischenfazit. So sei die Wilderei in vielen Teilen Asiens weiterhin ein sehr grosses Problem, das von den örtlichen Behörden nicht engagiert genug angegangen werde. Zugleich kommt eine vom WWF mit durchgeführte Studie zu dem Ergebnis, dass noch über 70 Prozent der verbliebenen Wälder auf Sumatra von Tigern bewohnt werden. „Angesichts des hohen Lebensraumdrucks und der prekären Situation auf Sumatra gibt dieses überraschend positive Ergebnis neue Hoffnung für das Überleben der letzten Insel-Tiger“, erklärt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland, in der einer Medienmitteilung.</p>
<p>Der Sumatra-Tiger ist die letzte Unterart des Tigers, die nicht auf dem asiatischen Festland vorkommt. Der Java- und der Bali-Tiger wurden bereits vor einigen Jahrzehnten ausgerottet. „Die Insel-Population auf Sumatra gilt als vom Aussterben bedroht und könnte die nächste Unterart sein, die ausgelöscht wird“, erklärt Homes. Seit 1985 verlor Sumatra pro Jahr im Durchschnitt 550.000 Hektar Naturwald. Das bedeutet, dass in den letzten zwei Jahrzehnten in jeder einzelnen Stunde ein Wald von der Grösse von 88 Fussballfeldern verschwunden ist. Damit ist der potentielle Tiger-Lebensraum erheblich geschrumpft. Gleichzeitig hat der Bevölkerungsdruck auf die verbliebenen Wald-Areale zugenommen. Unangetastete und komplett unbewohnte Regionen wurden seltener. „Der aktuelle Bericht zeigt, dass Tiger auch in von Menschen genutzten Waldregionen geeignete Lebensbedingungen vorfinden können“, sagt Volker Homes. Umso wichtiger seien effektive Programme, um Mensch-Tiger-Konflikte zu vermeiden und die Wilderei in den durch Strassen- und Wegenetze leichter zugänglichen Wäldern zu bekämpfen.</p>
<p>Das Problem der Wilderei ist nach WWF-Einschätzung auch ein Jahr nach dem Tiger-Gipfel hoch problematisch. „Der politische Wille scheint vorhanden, doch die Umsetzung von Anti-Wilderei-Massnahmen geht nur schleppend voran“, kritisiert Tiger-Experte Volker Homes. Daher fordert der WWF das Problem ernst zu nehmen und in den prioritären Tiger-Regionen gut ausgebildete und ausgerüstete Anti-Wilderer-Einheiten einzusetzen. Wenn Täter dingfest gemacht seien, dürfe die Justiz nicht die Augen verschliessen und sie mit milden Strafen davon kommen lassen, wie jüngst bei einem Fall auf Sumatra, so die Kritik.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Joseph Vattakavan / WWF</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/licht-und-schatten-fur-den-tiger/42821/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Waldschutz: 50 Milliarden, die sich lohnen</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/waldschutz-50-milliarden-die-sich-lohnen/42813</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/waldschutz-50-milliarden-die-sich-lohnen/42813#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 08:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Artenvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[UNO-Klimakonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[weltweite Entwaldung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42813</guid>
		<description><![CDATA[Wird die weltweite Entwaldung nicht gebremst, gehen in den nächsten knapp 20 Jahren 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald verloren. Dies hätte schlimme Konsequenzen für das Klima. Handeln die Länder an der heute beginnenden Uno-Klimakonferenz in Durban entschlossen, können sie den Waldverlust stoppen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/wald1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-33285" title="wald" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/wald1.jpg" alt="" width="638" height="599" /></a>Wird die weltweite Entwaldung nicht gebremst, gehen in den nächsten knapp 20 Jahren 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald verloren. Dies hätte schlimme Konsequenzen für das Klima. Handeln die Länder an der heute beginnenden Uno-Klimakonferenz in Durban entschlossen, können sie den Waldverlust stoppen.</p>
<p>Beim Waldschutz geht es nicht nur um die Lebensgrundlagen der Menschen und um die Artenvielfalt. Vor allem bedeutet Waldschutz auch Klimaschutz, denn die Abholzung macht nahezu ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus – mehr als der Verkehr. Bis 2030 könnten weitere 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald verloren gehen, wie eine neue WWF Studie zeigt. Dies entspricht 30mal der Fläche der Schweiz.</p>
<p>Die Länder der Welt haben es jedoch in der Hand, die Entwaldung bis 2020 praktisch zu stoppen. Dafür sind 30 bis 50 Milliarden Dollar pro Jahr notwendig. Viel Geld, das sich lohnt: „Die zusätzlichen Kosten des Klimawandels würden ein Vielfaches ausmachen“, warnt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. Dabei ist die Zeit auch im Waldschutz knapp: „Den Waldverlust später mit Pflanzungen auszugleichen, ist keine Lösung. Die jungen Bäume würden frühestens 2040 so viel Kohlenstoff speichern, wie die Entwaldung freigesetzt hat. Das ist für das Weltklima viel zu spät.“</p>
<p>Die heute beginnende Uno-Klimakonferenz in Durban (Südafrika) hat für den internationalen Waldschutz eine Schlüsselstellung. Die Industrieländer müssen ein Finanzierungsmodell vorlegen, mit dem die Entwicklungsländer für den Erhalt ihrer Wälder bezahlt werden. „Ohne ein ausreichend dotiertes Instrument kann ein vollständiger Stopp der globalen Entwaldung nicht erreicht werden“, sagt Patrick Hofstetter. Wichtig ist dabei, dass die Rechte von indigenen Völkern und lokalen Gemeinden gewahrt werden. Zudem braucht ein effektives System Transparenz und wirksame Kontrollen. Hofstetter betont: „Das Abholzen der Wälder beschleunigt den Klimawandel enorm. Die Regierungen dürfen sich bei ihrer Entscheidung nicht von technischen Detailfragen ablenken lassen.“</p>
<p>Bild: Malene Thyssen (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/waldschutz-50-milliarden-die-sich-lohnen/42813/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zerstörung von Millionen Hektar Regenwald befürchtet</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/zerstorung-von-millionen-hektar-regenwald-befurchtet/42746</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/zerstorung-von-millionen-hektar-regenwald-befurchtet/42746#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 11:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Abholzung]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Waldgesetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42746</guid>
		<description><![CDATA[Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Insgesamt sind dadurch 765.000 Quadratkilometer Wald in Brasilien massiv bedroht. Die Gesetzesinitiative hat das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Amazonia_boliviana_desde_el_aire.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-42747" title="Amazonas" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Amazonia_boliviana_desde_el_aire.jpg" alt="" width="800" height="533" /></a>Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Insgesamt sind dadurch 765.000 Quadratkilometer Wald in Brasilien massiv bedroht. Die Gesetzesinitiative hat das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen. „Die Politik knickt vor den Interessen der Agrarlobby ein. Mit dem neuen Waldgesetz droht der Amazonasregion ein gigantischer Kahlschlag. Das hätte auch gravierende Auswirkungen auf das Weltklima“, warnt WWF-Tropenwaldreferent Roberto Maldonado. Der Senat müsste sich vor der Verabschiedung des Gesetzes von unabhängigen Wissenschaftlern über die möglichen Auswirkungen beraten lassen und diese bei der Entscheidungsfindung entsprechend berücksichtigen, so die Forderung des WWF.</p>
<p>Laut einem Bericht des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA), das dem brasilianischen Präsidialamt unterstellt ist, wären bis zu 765.000 Quadratkilometer Regenwald – eine Fläche so gross wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen – von dem Gesetz betroffen. Ausserdem würden bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent freigesetzt. „Teile der Politik scheinen die katastrophalen Auswirkungen ihres Handelns nicht sehen zu wollen. Sie folgen der Profitgier der Agrarlobby und ignorieren die Wünsche und Bedürfnisse des brasilianischen Volkes“, kritisiert Maldonado. Einer repräsentativen Umfrage zufolge lehnen 85 Prozent der Bevölkerung die Ausweitung von Nutzflächen auf Kosten des Regenwaldes ab.</p>
<p>Innerhalb der vergangenen Wochen haben die Justizkommission, die Agrarkommission sowie die Wissenschaftskommission nur geringfügige Änderungen zum umstrittenen Gesetzestext angeregt. Die Umweltkommission hat sich das Ziel gesetzt, ihre Empfehlungen noch im November fertig zu stellen. Der Senat könnte dann seine Prüfung des Gesetzesentwurfs Anfang Dezember abschließen. Die Empfehlungen der Umweltkommission stellen wahrscheinlich die letzte Chance dar, nennenswerte Änderungen in das neue Forstgesetz einzubringen.</p>
<p>Das brasilianische Waldgesetz (Código Florestal) aus dem Jahr 1934 schützte ein Viertel der ursprünglichen Vegetation jedes Privatgrundstücks. Daraus wurde 1965 eines der fortschrittlichsten Waldschutzgesetze der Welt. Im Amazonasgebiet mussten 50 Prozent, im Rest des Landes 20 Prozent eines Privatgrundstücks bewaldet bleiben. Dieser Anteil wurde 1996 noch einmal erhöht. Seit Ende der 90er Jahre wurde jedoch mit mehreren parlamentarischen Initiativen versucht, den Prozentsatz der geschützten Waldanteile zu verringern. Am 24. Mai 2011 hat nun die Abgeordnetenkammer des Parlaments eine entsprechende Neufassung des Waldgesetzes vorgeschlagen. Der föderative Senat überprüft jetzt diesen Gesetzestext in vier Kommissionen.</p>
<p><a href="http://www.wwf.at/" target="_blank">Weitere Informationen </a></p>
<p>Bild: Jonathan Lewis (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/zerstorung-von-millionen-hektar-regenwald-befurchtet/42746/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wildkatzen vor der Kamera</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/wildkatzen-vor-der-kamera/42577</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/wildkatzen-vor-der-kamera/42577#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 07:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Abholzung]]></category>
		<category><![CDATA[bedroht]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Sumatra]]></category>
		<category><![CDATA[Waldkorridor]]></category>
		<category><![CDATA[Wildkatzen]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42577</guid>
		<description><![CDATA[Mit Hilfe von Kamerafallen gelang es der Umweltschutzorganisation WWF fünf der sieben bekannten Wildkatzenarten auf der indonesischen Insel Sumatra zu fotografieren. Durch die wissenschaftliche Auswertung der insgesamt über 400 Aufnahmen konnten Wanderwege und Aufenthaltsorte von Sumatra-Tiger, Nebelparder, Marmorkatze, Goldkatze und Bengalkatze untersucht und dokumentiert werden. Die meisten Wildkatzen wurden demnach in einem ungeschützten Waldkorridor fotografiert, der vom Bukit Tigapuluh Nationalpark bis zum Rimbang Baling Wildlife Schutzgebiet reicht. „Die betreffende Region ist von Landnutzung und Abholzung bedroht. Die indonesische Regierung ist jetzt in der Pflicht dieses Gebiet unter Schutz zu stellen“, sagt Stefan Ziegler, Artenschutzexperte des WWF Deutschland. Bereits heute sind nach der  Roten Liste vier der Fotografierten Katzenarten akut vom Aussterben bedroht.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/570px-Asian_Golden_cat.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-42578" title="Asiatische Goldkatze" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/570px-Asian_Golden_cat.jpg" alt="" width="570" height="599" /></a>Mit Hilfe von Kamerafallen gelang es der Umweltschutzorganisation WWF fünf der sieben bekannten Wildkatzenarten auf der indonesischen Insel Sumatra zu fotografieren. Durch die wissenschaftliche Auswertung der insgesamt über 400 Aufnahmen konnten Wanderwege und Aufenthaltsorte von Sumatra-Tiger, Nebelparder, Marmorkatze, Goldkatze und Bengalkatze untersucht und dokumentiert werden. Die meisten Wildkatzen wurden demnach in einem ungeschützten Waldkorridor fotografiert, der vom Bukit Tigapuluh Nationalpark bis zum Rimbang Baling Wildlife Schutzgebiet reicht. „Die betreffende Region ist von Landnutzung und Abholzung bedroht. Die indonesische Regierung ist jetzt in der Pflicht dieses Gebiet unter Schutz zu stellen“, sagt Stefan Ziegler, Artenschutzexperte des WWF Deutschland. Bereits heute sind nach der  Roten Liste vier der Fotografierten Katzenarten akut vom Aussterben bedroht.</p>
<p>Der Bukit Tigapuluh Nationalpark in Sumatra ist bekannt für seine grosse Artenvielfalt und gilt als eines der wichtigsten Tigerschutzgebiete überhaupt. Die indonesische Regierung verpflichtete sich auf dem letzten Tigerschutzgipfel in St. Petersburg 2010 insgesamt sechs artenreiche Gebiete unter Schutz zu stellen. Die angrenzenden Waldgebiete sind stark durch Rodung, grossflächige industrielle Nutzung und den Anbau von Ölpalmplantagen gefährdet. Der voranschreitende Lebensraumverlust und Wilderei sind Gründe für den Rückgang der Wildkatzenbestände. Um diesen Trend umzukehren, müssen, so die Forderung des WWFs, neue Schutzgebiete ausgewiesen und Nationalparks erweitert werden.</p>
<p>„Unternehmen der Papier- und Zellstoffindustrie dürfen nicht mehr ungehindert in den von seltenen Katzenarten bewohnten Waldkorridoren roden“, so Ziegler. Deshalb fordert der WWF die indonesische Regierung auf, gesetzliche Regulierungen zum Schutz der gefährdeten Wildkatzen und ihres Lebensraums zu implementieren.</p>
<p><a href="http://wwf.at/" target="_blank">Weitere Informationen </a></p>
<p>Bild: Karen Stout (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/wildkatzen-vor-der-kamera/42577/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Masoala Nationalpark in Gefahr</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/masoala-nationalpark-in-gefahr/42264</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/masoala-nationalpark-in-gefahr/42264#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Abholzung]]></category>
		<category><![CDATA[Flughunde]]></category>
		<category><![CDATA[illegal]]></category>
		<category><![CDATA[Lemuren]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Masoala]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42264</guid>
		<description><![CDATA[Der Dokumentarfilm „Tatort Regenwald – Undercover gegen die Holzmafia“ (WDR 14.11.2011, 22.00 Uhr) über Alexander von Bismarck zeigt eindrücklich, wie die illegal im Masoala Nationalpark gefällten Bäume nach China, Europa und in die USA gelangen. Ein grosser Abnehmer sind die Musikinstrumenten-Manufakturen, wie zum Beispiel die weltberühmte Firma Gibson Guitars. In minutiöser Kleinarbeit, häufig als Holzhändler getarnt und immer in Gefahr aufzufliegen, beleuchtet Alexander von Bismarck von der Environmental Investigation Agency (EIA) die verschlungenen Wege des illegalen Edelholzhandels.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Lowland_rainforest_Masoala_National_Park_Madagascar.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-42265" title="Madagascar Regenwald" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Lowland_rainforest_Masoala_National_Park_Madagascar.jpg" alt="" width="800" height="600" /></a>Der Dokumentarfilm „Tatort Regenwald – Undercover gegen die Holzmafia“ (WDR 14.11.2011, 22.00 Uhr) über Alexander von Bismarck zeigt eindrücklich, wie die illegal im Masoala Nationalpark gefällten Bäume nach China, Europa und in die USA gelangen. Ein grosser Abnehmer sind die Musikinstrumenten-Manufakturen, wie zum Beispiel die weltberühmte Firma Gibson Guitars, wie der Zoo Zürich in der aktuellen Medienmitteilung schreibt. In minutiöser Kleinarbeit, häufig als Holzhändler getarnt und immer in Gefahr aufzufliegen, beleuchtet Alexander von Bismarck von der Environmental Investigation Agency (EIA) die verschlungenen Wege des illegalen Edelholzhandels.</p>
<p><strong>Edelholzschlag tötet Lemuren und Flughunde</strong></p>
<p>Mit dem illegalen Schlag von Edelhölzern im Masoala Nationalpark beginnt eine Spirale der Zerstörung. Um das Holz abzutransportieren, werden zuerst Wege und Pisten im unberührten Wald angelegt. Damit die nicht schwimmenden Edelhölzer in den Flüssen an die Küste geflösst werden können, müssen fünf weitere Bäume geschlagen werden. Die Holzfäller schuften im Wald zu einem Taglohn von zwei bis fünf Franken. Dort ernähren sie sich auch und jagen deshalb Lemuren und Flughunde.</p>
<p>Zurück bleibt ein leergeschossener Wald, in dem die Lemuren und Flughunde, welche die Samen der Waldbäume verbreiten, fehlen. Auch die härtesten und widerstandsfähigsten Bäume, die Rosen- und Ebenhölzer, sind davon betroffen. In einem Gebiet, welches häufig von Wirbelstürmen heimgesucht wird, ist das fatal. Erosion und Überschwemmungen sind die Folgen. Auch die Siedlungen entlang der Flüsse sind dadurch bedroht.</p>
<p><strong>Gibson verdreht die Fakten</strong></p>
<p>Die amerikanische Staatsanwaltschaft hat die Firma Gibson Guitars, die Ikone aller Gitarrenhersteller, als Abnehmerin solcher illegal geschlagener Edelhölzer in Verdacht. Gibson wurde deswegen kürzlich von der Amerikanischen Staatsanwaltschaft zum zweiten Mal durchsucht. Der Direktor von Gibson mimt jedoch den Ahnungslosen. Offenbar scheut er auch nicht davor zurück, die konservative Tea Party gegen den Lacey Act zu mobilisieren. Dieser ist während der Amtszeit von Präsident Bush verschärft worden. Das Gesetz untersagt den Import von illegal gewonnenen Naturprodukten wie Holz.</p>
<p>Die Fakten widersprechen dem Bild des ahnungslosen Gitarrenherstellers: Gibson hat zusammen mit anderen grossen Musikinstrumenten-Herstellern im Jahr 2007 Madagaskar und die Masoala Region besucht, um sich ein genaues Bild über den lokalen Holzmarkt zu verschaffen1). Das Resultat war klar und eindeutig: Es wird Jahre dauern, bis aus Madagaskar legales Holz für die Musikinstrumenten-Industrie exportiert werden kann. Nur fertig bearbeitete Griffbretter oder andere Bestandteile für Geigen und Gitarren dürfen aus Madagaskar legal exportiert werden. In der Folge verzichteten alle anderen Hersteller auf die Beschaffung von unbearbeiteten Edelhölzern aus Madagaskar. Gibson aber griff zu, als ihm 2009 unbearbeitetes Ebenholz aus Madagaskar angeboten wurde, welches aus dem Graumarkt stammte.</p>
<p><strong>Tatsachen, die für sich sprechen</strong></p>
<p>2010 haben Mitarbeitende des Zoo Zürich, des Masoala Nationalparks und der Wildlife Conservation Society (WCS) die Forstkonzession, aus der das an Gibson gelieferte Holz angeblich stammen soll, überprüft. Die Fakten sind eindeutig: Die Menge des exportierten Holzes kann unmöglich aus der kleinen Konzession stammen. Das Kontingent wurde bei Weitem überschritten; sieben von acht Bäumen sind illegal gefällt worden. Zudem hat auch Alexander von Bismarck nachgewiesen, dass der Lieferant von Gibson das Edelholz im geschützten Masoala Nationalpark einschlagen lässt.</p>
<p><a href="http://www.zoo.ch" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Frank Vassen (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/masoala-nationalpark-in-gefahr/42264/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 10/18 queries in 0.087 seconds using disk: basic

Served from: naturschutz.ch @ 2012-02-08 11:50:52 -->
