Der Waldbrands von Leuk im Sommer 2003 hat die vielfältigen Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Natur aufgezeigt. Ein kürzlich erschienener Bericht enthält Dokumentationen des Brandes, der Sofortmassnahmen, Angaben zur räumlichen und zeitlichen Brandhäufigkeit, zu den Veränderungen der Standortsbedingungen, zum Verjüngungserfolg des Waldes und zur grossartigen Entwicklung der Biodiversität.
Wer wissen will, wie Spürhunde eingeführte forstliche Schadinsekten erschnüffeln, wie sich der Klimawandel auf das zukünftige Verbreitungsgebiet der Fichte auswirkt oder welche Rolle Wildschweine und Biber in unserer Kulturlandschaft spielen, der wird im Internet-Portal waldwissen.net fündig. Die Wissensplattform feiert am 16. Februar 2010 ihren fünften Geburtstag.
Der gute Zustand der Biodiversität in den hiesigen Wäldern zeigt sich etwa an den Bestandeszahlen der Waldvögel. Resultate der Brutvogel-Bestandsüberwachungsprogramme der Schweizerischen Vogelwarte zeigen nun, dass die Bestände mehrerer Waldvogelarten, für die Totholz ein wesentliches Lebensraumelement ist, im Zeitraum 1990 bis 2008 angewachsen sind.
In Zukunft dürften die Sommer in der Schweiz aufgrund des Klimawandels wärmer und trockener als bisher werden. In niederschlagsarmen Regionen ist daher mit einer grösseren Waldbrandgefahr zu rechnen. In einer neuen Entscheidungshilfe fassen Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL die Folgen des Brandes von Leuk vom August 2003 auf Boden, Erosion, Tiere und Pflanzen zusammen und leiten Massnahmen im Hinblick auf zukünftige Brandereignisse ab.
Wie aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen, gelingt es der Schweizer Waldwirtschaft und Waldpolitik, die Nutzung des Waldes und die Förderung der Biodiversität in Einklang zu bringen.
31 Prozent der Fläche der Schweiz sind von Wald bedeckt. Die Schweiz hat einen Holzvorrat von 428 Millionen Kubikmeter. Mit 361 Kubikmeter pro Hektare Wald ist das der grösste Vorrat der Vergleichsländer.
Die WSL hat anlässlich der 10 Jahre seit Lothar ein lesenswertes Dossier “Sturm und Windwurf” zusammengestellt.
Die Häufung starker Winterstürme in den vergangenen Jahrzehnten könnte bereits eine Folge des laufenden Klimawandels sein. In diesem Zusammenhang fanden nun Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL anhand einer weltweit einzigartigen Windmessreihe heraus, dass im Kanton Zürich die Anzahl stürmischer Tage und die maximale Böengeschwindigkeit seit 1891 zugenommen haben.
Der Klimawandel wird auf lange Sicht dazu führen, dass Baumarten bisher besiedelte Gegenden verlassen und in neue Regionen vordringen. Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL fanden zusammen mit einem internationalen Forscherteam nun erstmals heraus, wie stark klimatische Extreme wie ausgeprägte Dürre- oder Frostperioden die Verbreitungsgebiete von Baumarten verändern.
Am 26. Dezember 1999 fegte der Sturm Lothar über die Schweiz. Er forderte mehrere Menschenleben und vernichtete innert Minuten das Kapital vieler Waldeigentümerinnen und -eigentümer. Lothar wirkte sich auf den Holzmarkt sehr negativ aus, die Holzpreise brachen stark ein. In ökologischer Hinsicht hingegen brachte der Sturm Dynamik und erhöhte die Artenvielfalt.