Gemäss Kyoto-Protokol kann ein Land für einen Teil der Emissionsreduktion, biologische Kohlenstoffsenken, wie z. B. den Wald, anrechnen lassen. Auch die Schweiz hat sich dazu entschlossen. Gemäss Professor Bugmann von der ETH Zürich ist dies aus der Perspektive der Nachhaltigkeit fragwürdig.
Wie das Bundesamt für Umwelt BAFU heute bestätigt hat, ist im Kanton Wallis die Präsenz eines Wolfspaares aufgrund von DNA-Analysen nachgewiesen worden. Gleichzeitig bleibt aber die Abschussbewilligung für einen Wolf in diesem Gebiet gültig.
Nachdem ein Wolf im Wallis nicht nur Schafe, sondern mutmasslich auch zwei Rinder gerissen hat, wurde nun der Abschuss eines Wolfes im entsprechenden Gebiet angeordnet. Weil der Wolf in der Schweiz geschützt ist, ist der Abschuss nur in Ausnahmefällen möglich.
Mit grosser Mehrheit (644 von 685 Stimmen) verabschiedete das EU-Parlament in Strassburg am 7. Juli 2010 einen Gesetzentwurf, der den Import und Handel von Holzprodukten aus illegaler Herkunft verbietet. Damit werden Importeure und Händler verpflichtet, nur legal geschlagenes Holz zu benutzen. In Zukunft muss wer Holz zuerst in Europa in den Handel bringt, die Herkunft der Hölzer nachweisen.
Die vom Pilz Chalara fraxinea an jungen Eschen verursachte Welke wurde 2008 erstmals in der Nordwestschweiz nachgewiesen. Seither ist die Anzahl der gemeldeten Krankheitsfälle kontinuierlich angestiegen und das Befallsgebiet hat sich Richtung Süden, Westen und Osten weiter ausgedehnt.
Wie die Schweizerische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) meldet ist seit dem Hauptschadenjahr 2003 die durch den Buchdrucker befallene Menge Fichtenholz von über 2 Mio. m3 stetig zurückgegangen.
In den vergangenen elf Jahren wurde im Schweizer Wald mehr Holz als früher genutzt. Die Vorräte sind aber immer noch hoch, das Waldareal hat sich weiter ausgedehnt und die Vielfalt an Baumarten ist grösser geworden. Dies zeigt der Schlussbericht des dritten Landesforstinventars.
Der Waldbrands von Leuk im Sommer 2003 hat die vielfältigen Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Natur aufgezeigt. Ein kürzlich erschienener Bericht enthält Dokumentationen des Brandes, der Sofortmassnahmen, Angaben zur räumlichen und zeitlichen Brandhäufigkeit, zu den Veränderungen der Standortsbedingungen, zum Verjüngungserfolg des Waldes und zur grossartigen Entwicklung der Biodiversität.
Wer wissen will, wie Spürhunde eingeführte forstliche Schadinsekten erschnüffeln, wie sich der Klimawandel auf das zukünftige Verbreitungsgebiet der Fichte auswirkt oder welche Rolle Wildschweine und Biber in unserer Kulturlandschaft spielen, der wird im Internet-Portal waldwissen.net fündig. Die Wissensplattform feiert am 16. Februar 2010 ihren fünften Geburtstag.
Der gute Zustand der Biodiversität in den hiesigen Wäldern zeigt sich etwa an den Bestandeszahlen der Waldvögel. Resultate der Brutvogel-Bestandsüberwachungsprogramme der Schweizerischen Vogelwarte zeigen nun, dass die Bestände mehrerer Waldvogelarten, für die Totholz ein wesentliches Lebensraumelement ist, im Zeitraum 1990 bis 2008 angewachsen sind.