Die Schweiz plant, die bestehenden Kernkraftwerke nicht mehr zu ersetzen. Um den zukünftigen Strombedarf decken zu können, steht deshalb neben einer verstärkten Energieeffizienz und einer Förderung der neuen erneuerbaren Energien eine stärkere Nutzung der Wasserkraft zur Diskussion. Zurzeit ist der Bund daran, im Rahmen der Energiestrategie 2050 abzuklären, wie viel zusätzliche Energie aus Wasserkraft gewonnen [...]
Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Insgesamt sind dadurch 765.000 Quadratkilometer Wald in Brasilien massiv bedroht. Die Gesetzesinitiative hat das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen.
Ende Monat findet im südafrikanischen Durban die 17. UNO-Klimakonferenz statt. Im Zentrum der Diskussionen steht die Frage, wie ein Regime geschaffen werden kann, in dem sich alle namhaften Verursacher von Klimagasen rechtlich verbindlich zu einer Verminderung des Treibhausgasaustosses verpflichten. Zudem werden Finanzierungsfragen diskutiert.
Zur Zeit findet in St. Gallen die zweite gemeinsame Fachtagung der Umweltministerien und –ämter Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zum Thema nachhaltiges Ressourcenmanagement statt. Im Zentrum stehen wiederum der Wissensaustausch zu Strategien und die Diskussion über Aktionsprogramme für eine bessere Bewirtschaftung von Abfällen.
Das Referendum gegen die Reduktion des CO2-Ausstosses auf der Strasse ist nicht zustande gekommen. Die Auto-Lobby verzichtet auf die Einreichung der Referendumsunterschriften, da das Gesetz konsumentenfreundlich umgesetzt werden könne. Das ist ein grosser Erfolg für die Stopp-Offroader-Initiative, welche nun nicht mehr zur Abstimmung kommen wird. In einer Mitteilung freuen sich die Grünen über diesen Erfolg [...]
Die Sammelfrist der “Wolfschutzinitiative” ist am 11. Oktober gestartet. Gemäss Initiativtext soll in der Bundesverfassung verankert werden, dass Wolf, Bär und Luchs zu den “streng geschützten Tierarten” zählen. Die Initiative möchte damit die von Bundesrat und Parlament geplanten Lockerungen des Grossraubtierschutzes verunmöglichen. Die Sammelfrist läuft bis 11. April 2013. Weitere Informationen und Unterschriftsbögen unter www.wolfschutzinitiative.ch
Der Bundesrat hat am 30. September 2011 grünes Licht für eine Weiterführung der Zusammenarbeit mit dem Joint Research Centre der Europäischen Union bis 2014 gegeben. Durch eine enge Zusammenarbeit mit diesem Forschungszentrum hat die Schweiz seit 2007 im Bereich der Luftreinhaltung den Informationsaustausch mit der EU verstärkt und zahlreiche gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufgenommen.
Ein halbes Jahr nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat nun nach dem Nationalrat auch der Ständerat dem Atomausstieg zugestimmt.
Die verschiedenen Varianten für die Verlegung der Strasse aus dem Naturschutzgebiet Neearcherried (ZH) werden neu bewertet. Das Neeracherried ist ist eines der letzten grossen Flachmoore der Schweiz und ein bedeutendes Gebiet für rastende Zugvögel. In einem ersten Workshop, an dem auch Regierungsrat Ernst Stocker teilgenommen hat, haben sich die drei Gemeinden Neerach, Niederglatt, und Höri mit dem Kanton auf die Vorgehensweise und die Rahmenbedingungen geeinigt.
Der WWF fordert die schnellere Umsetzung und wirksamere Kontrolle von Umweltauflagen in der Schifffahrt. „Die Internationale Meeresbürokratie ist langsam und ineffizient. Die einzelnen Staaten haben ein leichtes Spiel, um die Beschlüsse der Internationalen Schifffahrtsorganisation auszuhebeln“, kritisiert Uwe Johannsen, Meeresschutzexperte des WWF. „Mit dieser Blockadehaltung lassen sich die Umweltprobleme der Schifffahrt nicht lösen“. Insbesondere die EU Staaten seien aufgefordert, Umweltbeschlüsse der IMO zügiger