Der Bundesrat hält am Atomausstieg fest. Das freut Umweltverbände und Grüne. Auf wenig Begeisterung hingegen stösst die Strategie, mittels welcher der Ausstieg erreicht werden soll.
Mit der “Teilzonenplanung Skiinfrastrukturanlagen” eröffnete die Gemeinde Andermatt das Planungsverfahren für das Skigebietsprojekt. Die Umweltverbände verlangen in einer Einsprache, dass der Zonenplanung ein redimensioniertes Projekt zugrunde gelegt wird, welches neben den wirtschaftlichen auch die ökologischen Interessen besser berücksichtigt, schreibt Pro Natura in einer Medienmitteilung. Problematisch seien auch die unvollständigen Grundlagen und der auferlegte Zeitdruck, was ein planerisches Wirrwarr zur Folge habe.
Der Erfolg der Zweitwohnungsinitiative ist keine Eintagsfliege. Die Bevölkerung der Schweiz hat genug. Das bestätigt die aktuelle gfs-Umfrage zur Zersiedelung, die von Pro Natura in Auftrag gegeben wurde. Rund zwei Drittel der Befragten wollen die Siedlungsfläche auf dem heutigen Stand begrenzen. Gar 80% wollen die Bautätigkeit in besonders schönen Landschaften einschränken. Die Umfrage wird seit dem Jahr 2006 jährlich durchgeführt und zeigt konstant hohe Werte, so Pro Natura in ihrer Medienmitteilung.
Wird in der Schweiz das Wandern bald verboten? Diesen Eindruck hinterlässt der Verordnungsentwurf über das Bergführerwesen und das Anbieten weiterer Risikoaktivitäten beim WWF Schweiz. Der WWF, ERBINAT und weitere Interessenorganisationen lehnen den Verordnungsentwurf ab und fordern: Wanderungen und Exkursionen in der Natur sollen auch künftig ohne behördliche Bewilligung möglich sein!
Ein für die Schweiz befriedigendes Resultat der UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 ist noch nicht in Griffweite. An der ersten Verhandlungsrunde lagen die Positionen der Länder weit auseinander.
Wissenschaftler aus aller Welt haben zunehmend Zweifel, dass sich nationale Regierungen auf eine globale Nachhaltigkeitspolitik verständigen können. Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten aus 50 Nationen sprachen sich jetzt beim dreitägigen Sustainability Summit an der Leuphana Universität Lüneburg (D) übereinstimmend für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Rates für globale Nachhaltigkeit aus. Sie fordern eine internationale Verständigung [...]
Die Schweizer Umweltforschung kann insbesondere im Verständnis der Umweltsysteme grosse Fortschritte vorweisen. Eine Herausforderung besteht in der Anwendung des errungenen Wissens. Die Umsetzung ist deshalb zentrales Thema im Forschungskonzept Umwelt 2013-2016 vom Bundesamt für Umwelt BAFU.
Pro Natura sieht in der Zweitwohnungsinitiative eine Chance und einen Auftrag für einen nachhaltigen Tourismus in der Schweiz. Die Initiative muss konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt werden, so Pro Natura in ihrer heutigen Medienmitteilung.
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat heute mit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative ein deutliches Zeichen gegen die Zersiedelung gesetzt. Damit dem Verschleiss der Landschaft auch ausserhalb der Tourismusgebiete Grenzen gesetzt werden können, müsse jetzt der Gegenvorschlag zur anderen Raumplanungsinitiative, der Landschaftsinitiative der Umweltverbände, noch im Sommer 2012 vom Parlament beschlossen werden, schreibt Pro Natura in einer Medienmitteilung. [...]
Künftig sollen in Gebieten mit zunehmender Waldfläche, anstatt eines Realersatzes auch andere Massnahmen zugunsten des Natur- und Landschaftschutzes möglich sein. Dies hat gemäss dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst nach dem Nationalrat auch der Ständerat entschieden.