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	<title>Naturschutz.ch &#187; Landwirtschaft</title>
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	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
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		<title>Schmuggel-Skandal um Bienenvölker!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In enger Zusammenarbeit haben die Eidg. Zollverwaltung (EZV), kantonale Veterinärämter, Bieneninspektoren, der Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde VDRB sowie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) einen grossangelegten Schmuggel von Bienenvölkern aufgedeckt. Um die Einschleppung von Bienenkrankheiten und Parasiten zu verhindern, mussten Dutzende von Völkern vernichtet werden, wie die Bundesverwaltung aktuell informiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Apis_indica.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-48601" title="Honigbiene" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Apis_indica-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>In enger Zusammenarbeit haben die Eidg. Zollverwaltung (EZV), kantonale Veterinärämter, Bieneninspektoren, der Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde VDRB sowie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) einen grossangelegten Schmuggel von Bienenvölkern aufgedeckt. Um die Einschleppung von Bienenkrankheiten und Parasiten zu verhindern, mussten Dutzende von Völkern vernichtet werden, wie die Bundesverwaltung aktuell informiert.</p>
<p>Ein Drittel der weltweiten Ernährung hängt von der Bestäubungsleistung der Bienen ab. Die Biene ist hinter den Rindern und Schweinen das drittwichtigste Nutztier. Bienenverluste wie im letzten Winter, <a href="http://naturschutz.ch/news/jedes-zweite-bienenvolk-starb/48525" target="_blank">naturschutz.ch hat darüber berichtet</a>, sind deshalb ein gravierender Einschnitt für die Imkerbranche.</p>
<p>Eine Firma &#8211; angeblich aus dem Kanton Zug &#8211; nutzte die Bienenvölkerverluste, die im letzten Winter entstanden sind aus und bot Imkern in der ganzen Schweiz via Internet sogenannte Kunstschwärme zum Preis von 135 Franken an. Der Lieferant gab den Interessenten am Telefon an, es handle sich um Schweizer Bienen, vornehmlich aus dem Tessin. Auf Hinweis des VDRB schöpfte das Zuger Veterinäramt Verdacht, weil die Bildung von Kunstschwärmen in dieser Jahreszeit in der Schweiz gar nicht möglich war. Ausserdem war die Firma in der Innerschweiz nicht auffindbar. Die Zollfahndung wurde eingeschaltet und weitere Ermittlungen eingeleitet. Am 1. Mai 2012 gelang es der Grenzwache, illegale Einfuhren über verschiedene unbesetzte Grenzübergänge im Raum Rafz aufzudecken.</p>
<p>Weitere Abklärungen der Zollfahndung zusammen mit den kantonalen Veterinärämtern und Bieneninspektoren sowie dem Bundesamt für Veterinärwesen ergaben, dass weitere Imker Bienenvölker illegal eingeführt hatten. Um die Verschleppung von Seuchen oder Parasiten zu verhindern, mussten Dutzende Völker (Kunstschwärme) vernichtet werden. Denn durch den illegalen Import von Bienen besteht ein erhebliches Risiko, dass gefährliche Krankheitskeime und Parasiten wie der kleine Beutenkäfer oder die Tropilaelaps-Milbe eingeschleppt werden. Die Gefährlichkeit von solchen Parasiten zeigt das Beispiel der Varroa-Milbe, welche vor rund 25 Jahren aus Asien durch den Import von Bienen in die Schweiz eingeführt wurde. Seither müssen die heimischen Bienenvölker regelmässig durch die Imker behandelt werden. Ohne diese Pflege würden sämtliche Völker eingehen. Die Varroa-Milbe und die durch diese Parasiten begünstigten Krankheitserreger werden zudem als Hauptursache für das Bienensterben genannt.</p>
<p>Bild: Ghimire Bishwo (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Gentech-Raps in Basel: verboten verwildert</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie diverse Schweizer Medien heute berichten, hat Greenpeace  laut eigenen Angaben im Raum Basel genmanipulierten Raps gefunden, der in der Schweiz weder zum Anbau noch zum Import als Lebens- oder Futtermittel zugelassen ist. Die Pflanzen wuchsen in der Nähe von Bahn- und Schiffs-Infrastruktur und seien daher wohl verwildert, schreibt die Nachrichtenagentur sda.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rapsfeld_2007.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-42300" title="Rapsfeld" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rapsfeld_2007-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wie diverse Schweizer Medien heute berichten, hat Greenpeace  laut eigenen Angaben im Raum Basel genmanipulierten Raps gefunden, der in der Schweiz weder zum Anbau noch zum Import als Lebens- oder Futtermittel zugelassen ist. Die Pflanzen wuchsen in der Nähe von Bahn- und Schiffs-Infrastruktur und seien daher wohl verwildert, schreibt die Nachrichtenagentur sda.</p>
<p>An insgesamt drei Standorten, konkret in Basel-Kleinhüningen und -St.Johann sowie in Muttenz, wurde Raps der herbizidresistenten Monsanto-Sorte GT73 gefunden, teilte die Umweltorganisation Greenpeace gestern mit. Das Öko-Büro Biome habe in ihrem Auftrag 136 Pflanzen in der Nordwestschweiz getestet; 29 davon seien genmanipuliert gewesen. Greenpeace vermutet, dass Rapssamen beim Entladen von Schiffen oder aus Bahnwagen gefallen und dann gekeimt sind. Aktivisten sind nun damit beschäftigt, die betreffenden Pflanzen einzusammeln und den zuständigen kantonalen Behörden zu übergeben.</p>
<p>Dabei ist es weder in der Schweiz noch in der EU erlaubt, Gentech-Raps in die Natur freizusetzen. Einmal verwildert, ist diese Ölpflanze kaum mehr aus der Umwelt zu entfernen, da sie sich schnell ausbreitet und Samen noch nach Jahren keimen; Langzeit-Gesundheitsstudien fehlen und resistente Unkräuter drohen. Der für chemieintensive Landwirtschaft modifizierte Gentech-Raps wird in den USA und Kanada angebaut, wo inzwischen kaum mehr Gentech-freier Raps zu finden ist, weder als Saatgut noch auf Feldern. Auch beim Export nach Europa kommt so kontaminierte Ware mit.</p>
<p>Die Greenpeace-Aktion vom Mittwoch ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass das derzeitige Gentech-Moratorium für landwirtschaftlichen Anbau Ende 2013 ausläuft. Im Bundesparlament wird über die Verlängerung diskutiert.</p>
<p><a href="http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Newsblog/in-basel-waechst-gentech-raps/blog/40566/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Daniel Schwen (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Honigbienen neu mit Gesundheitsdienst</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 13:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bund will zusammen mit den Imkerorganisationen und den Kantonen die Gesundheit der Honigbienen fördern und die Zahl der Seuchenfälle senken. Der neu geschaffene Bienengesundheitsdienst, kurz BGD, ist eine Selbsthilfeorganisation der Imkerbranche mit eigener Rechtspersönlichkeit und steht unter der Aufsicht des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET); Mitglieder sind Imkervereine sowie Imkerinnen und Imker. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel4.png"><img title="Honigbiene" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel4-300x271.png" alt="" width="300" height="271" /></a>Wie der Bundesrat aktuell informiert, will der Bund zusammen mit den Imkerorganisationen und den Kantonen die Gesundheit der Honigbienen fördern und die Zahl der Seuchenfälle senken. Der neu geschaffene nationale Bienengesundheitsdienst, kurz BGD, ist eine Selbsthilfeorganisation der Imkerbranche mit eigener Rechtspersönlichkeit und steht unter der Aufsicht des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET); Mitglieder sind Imkervereine sowie Imkerinnen und Imker. Mit der Verabschiedung der Verordnung über die Unterstützung des Bienengesundheitsdienstes hat der Bundesrat die rechtlichen Grundlagen für den BGD geschaffen sowie dessen Aufgaben und Finanzierung geregelt: Branche, Kantone und Bund teilen sich die Kosten.</p>
<p>Bienenkrankheiten sind ein grosses Problem in der heutigen Imkerei. Die vor rund 25 Jahren in die Schweiz eingeschleppte Varroa-Milbe und die durch diese Parasiten übertragenen Viren werden als Hauptursachen für das Bienensterben genannt. Auch die Sauerbrut, eine bakterielle Erkrankung, verursacht jährlich massive Verluste. Um eine nachhaltige Prävention und eine effiziente Bekämpfung der Bienenkrankheiten zu gewährleisten, sind umfassendes Fachwissen und Gesundheitskonzepte erforderlich.</p>
<p>Der BGD soll dazu beitragen, die Bienengesundheit nachhaltig zu fördern und damit die Zahl der Seuchenfälle mittelfristig zu senken. Dies soll vor allem durch verstärkte Krankheitsprävention und Ausbildung erreicht werden. Im Weiteren soll der BGD die für die Förderung der Bienengesundheit wichtige Schnittstelle zwischen Forschung, staatlicher Bienenseuchenbekämpfung und Imkerschaft stärken. Zu den Aufgaben des BGD gehören zudem die Beratung sowie die Aus- und Weiterbildung der Imkervereine, der Imkerinnen und Imker, die Unterstützung der kantonalen Vollzugsbehörden, die Erarbeitung eines Gesundheitskonzeptes und die Überwachung der Bienengesundheit. Indem Imkerinnen und Imker über den korrekten Einsatz von Tierarzneimitteln und anderen Hilfsstoffen aufgeklärt werden, wird indirekt auch die Herstellung von einwandfreiem Schweizer Honig gefördert.</p>
<p><a href="http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&amp;msg-id=44665" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.bvet.admin.ch/" target="_blank">Bundesamt für Veterinärwesen BVET</a></p>
<p>Bild: Marcos André (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Jedes zweite Bienenvolk starb</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 20:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesen Winter sind gesamtschweizerisch nahezu 50% aller Bienen-Völker eingegangen, wobei keine signifikanten regionalen Unterschiede zu beobachten sind. Der Bundesrat wird daher demnächst Massnahmen beschliessen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Honigbiene1.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-48570" title="Honigbiene" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Honigbiene1-300x254.png" alt="" width="300" height="254" /></a>Diesen Winter sind gesamtschweizerisch nahezu 50% aller Bienen-Völker eingegangen, wobei keine signifikanten regionalen Unterschiede zu beobachten sind. Der Bundesrat wird daher demnächst Massnahmen beschliessen.</strong></p>
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<p><strong></strong>Bereits zum fünften Mal hat der Verein Deutschschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde  unter den Imkern und Imkerinnen in der gesamten Schweiz eine Internetumfrage über die Völkerverluste des vergangenen Winters durchgeführt. Dies schreibt das Zentrum für Bienenforschung der Agroscope in einer Mitteilung. Mit über 1000 Bienenstandorten aus allen Kantonen der Schweiz und dem benachbarten Fürstentum Liechtenstein, Imkern und Imkerinnen, Vertreter aller Altersklassen auf Bienenstandorten zwischen 200 und 1700 MüM und aller in der Schweiz gehaltenen Bienenrassen, dürfe die Umfrage als einigermassen repräsentativ bezeichnet werden.</p>
<p>Die Auswertung der Resultate zeigt ein niederschmetterndes Bild: beinahe 50% der Bienenvölker gingen bei den sich an der Umfrage beteiligten Imker/-innen verloren. Sämtliche Kantone waren von diesen Verlusten mehr oder weniger stark betroffen. Dies, wenn die Verluste vor dem Einwintern anfangs Oktober 2011 und die Winterverluste bis zum Auswintern der Bienenvölker Mitte April 2012 mit denjenigen Völkern zusammengezählt werden, welche beim Auswintern im April 2012 zu schwach waren, um sich zu einem Wirtschaftsvolk zu entwickeln. 50% entspricht der unvorstellbar hohen Zahl von rund 100‘000 Bienenvölkern. Es sind dies die schlimmsten Verluste, seitdem diese Zahlen systematisch erfasst werden. Wertmässig entsteht dabei den Schweizer Imker/-innen ein Verlust von rund 25 Millionen Schweizerfranken, welchen sie selber zu tragen haben.</p>
<p>Der Einfluss auf die garantierte Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen und die Moral der betroffenen Imker/-innen, ihre Tätigkeit weiterzuführen, kann zur Zeit noch nicht abgeschätzt werden.</p>
<p><strong>Hauptursache ist die Varroamilbe</strong></p>
<p>Als Ursache der Winterverluste der letzten Jahren kamen einige Faktoren in Frage, von denen die Bienenkrankheiten im Mittelpunkt standen. Wie  mehrere internationale Studien nun deutlich zeigen, spielt die parasitische Milbe <em>Varroa destructor</em> eine herausragende Rolle bei den Winterverlusten. Auch in der Schweiz ist die Varroa Milbe die Hauptursache für die hohen Völkerverluste im Winter. Die Parasitierung durch die Milbe wirkt sich in dreifacher Hinsicht negativ auf ein Bienenvolk aus: die Milben entziehen der Biene Blut wodurch das Immunsystem der Biene geschwächt wird und sie anfälliger für weitere Krankheiten macht, des weiteren sind die Milben Vektoren für andere Pathogene, insbesondere Viren. Werden Bienenlarven und –puppen von Varroamilben parasitiert, verkürzt sich die Lebensdauer der Winterbienen von 5 bis 6 auf 2- 3 Monate und das Bienenvolk überlebt den Winter nicht. Wie stark dieser Effekt ist hängt von der Menge an Milben ab. Der frühe und milde Frühling 2011 hat dazu geführt, dass Völkern zu einem sehr frühen Zeitpunkt Brut herangezogen wurde, was wiederum eine starke Vermehrung der Milben zur Folge hatte. Als Konsequenz daraus wurde die kritische Schwelle des Milbenbefalls bereits erreicht, bevor eine wirksame Behandlung hätte erfolgen können, was die hohe Zahl der durch die Behandlung getöteten Milben zeigte. Häufig brachen die Völker bereits im Herbst aufgrund des hohen Befalls zusammen. Der besonders milde Herbst 2011 hat ausserdem den Transfer von Varroamilben durch Verflug oder Räuberei zwischen benachbarten Bienenvölkern begünstigt. Auf diese Weise wurden bereits behandelte Völker erneut infiziert. Dieser als Reinvasion bezeichnete Transfer von Milben geschieht häufig ohne dass dies der Imker bemerkt und ist neben einer wirksamen Bekämpfung eines der Hauptprobleme im Kampf gegen die Varroa Milbe.</p>
<p><strong>Varroaforschung &#8211; wo stehen wir?</strong></p>
<p>Die parasitische Milbe <em>Varroa destructor</em> ist erwiesenermassen hauptverantwortlich für das nahezu weltweite Bienensterben. Die Milbenbekämpfung ist deshalb von erheblicher Relevanz.  Die Wirksamkeit vieler Mittel ist durch Resistenzbildung verloren gegangen. Die heute angewendeten organischen Säuren wirken aufgrund der Abhängigkeit von Aussentemperaturen sowie Fehlern in der Anwendung oft ungenügend. Hinzu kommt, dass viele Milben spät im Jahr aus stark befallenen Völkern in bereits behandelte Völker übertragen werden. Aufgrund der dramatischen Situation wollen wir nun in einem gross angelegten Feldversuch zusammen mit einem regionalen Imkerverein, die Wirksamkeit einer flächendeckend koordinierten Behandlung auf den Befallsdruck und die Überwinterung der Bienenvölker untersuchen. Wenn dies in der Versuchsregion Berner Seeland gelingt, haben wir eine erste Notmassnahme zur Verhinderung weiterer Verluste.</p>
<p>Langfristig zielt unsere Forschung auf eine nachhaltige Lösung des Varroa Problems ab. In einem Forschungsansatz nutzen wir natürliche Antagonisten um eine biologische Bekämpfung der Milbe mit enthomopathogenen Pilzen zu entwickeln. In einem zweiten Forschungsansatz untersuchen wir die Mechanismen, welche die Reproduktion der Milbe steuern mit dem Ziel, die Reproduktion zu blockieren. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der letzten Forschungssaison, sind wir zuversichtlich, auf beiden oder einem der beiden Forschungswegen in ein paar Jahren zu praktischen Lösungen zu kommen.</p>
<p><strong>Pestizide sind nicht harmlos aber nicht die Ursache der Verluste</strong></p>
<p>Aufgrund der wichtigen Funktion als Bestäubter muss das Risiko von Planzenschutzmitteln auf Honigbienen im Rahmen der Zulassung geprüft werden. Die Prüfung erfolgt in einem standardisierten internationalen gestuften Testsystem. Die Bewertungsrichtlinien werden ständig angepasst, um den Anforderungen an Substanzen mit neuen Wirkmechanismen oder einer neuen Applikationstechnik gerecht zu werden. Die geltenden Zulassungen können in Folge von Feldbeobachtungen und neu gewonnenen Erkenntnissen revidiert werden. In der Schweiz erfolgt die Zulassung von Pestiziden durch das Bundesamt für Landwirtschaft.</p>
<p>Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide sind in den letzten Jahren bezüglich ihrer letalen und subletalen Effekte auf Bienen ins Kreuzfeuer der Diskussion geraten. Einige Substanzen dieser Wirkstoffgruppe haben eine hohe Toxizität für Bienen und daher mit bestimmten Auflagen für die Anwendung gebunden, um eine Exposition der Bienen zu verhindern. Die wenigen aufgetretenen Vergiftungsfälle von Bienen durch diese Produkte können im Allgemeinen auf eine Missachtung dieser Auflagen zurückgeführt werden. Subletale Effekte, die man in Laborversuchen oder in Versuchen mit individuellen Bienen nachweisen konnte, haben sich bisweilen in Feldversuchen auf Kolonieebene nicht bestätigt.</p>
<p>Es muss jedoch eindeutig zwischen Bienenverlusten während der Bienensaison und den Winterverlusten von Völkern unterschieden werden. Auf der Suche nach den Ursachen für die Winterverluste sind landwirtschaftlich genutzte Pestizide einer der untersuchten abiotischen Faktoren. Die aktuellen Studien zeigen jedoch keinen Zusammenhang zwischen den Winterverlusten und Pestiziden.</p>
<p><strong>Der Bund wird aktiv </strong></p>
<p>Eine Arbeitsgruppe, zusammengesetzt aus Vertretern des Bundesamtes für Veterinärwesen, des Bundesamtes für Landwirtschaft, der Kantone und Branchenvertretern, erarbeitete in den letzten Jahren ein Konzept, wie die Gesundheit der Bienen nachhaltig verbessert werden könnte. Der Bundesrat wird demnächst über die weiteren Schritte entscheiden.</p>
<p><a href="http://www.agroscope.admin.ch/aktuell/index.html?lang=de" target="_blank">Agroscope</a></p>
<p>Bild: Louise Docker (Wikimedia Commons)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Emanzipation von der Honigbiene</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 13:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie der Informationsdienst Wissenschaft idw aktuell mitteilt, sind die Landwirte mehr und mehr von der Honigbiene abhängig. Der Grund: Mit wachsender Entfernung der Felder zu naturbelassenen Flächen – welche bekanntlich immer seltener werden - verringert sich die Vielfalt anderer Bestäuber dramatisch, welche somit als Alternative zur Honigbiene ausfallen. Ackerbohne, Blaubeere, Kirsche, Mandel oder Raps sind jedoch zwingend auf Insektenbestäubung angewiesen: Sie bilden sonst weniger oder sogar gar keine Früchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Garten007.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-48487" title="Honigbiene" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Garten007-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Wie der Informationsdienst Wissenschaft idw aktuell mitteilt, sind die Landwirte mehr und mehr von der Honigbiene abhängig. Der Grund: Mit wachsender Entfernung der Felder zu naturbelassenen Flächen – welche bekanntlich immer seltener werden &#8211; verringert sich die Vielfalt anderer Bestäuber dramatisch, welche somit als Alternative zur Honigbiene ausfallen. Ackerbohne, Blaubeere, Kirsche, Mandel oder Raps sind jedoch zwingend auf Insektenbestäubung angewiesen: Sie bilden sonst weniger oder sogar gar keine Früchte.</p>
<p>Zwei internationale Studien unter Federführung der Leuphana Universität Lüneburg zeigen: Je grösser der Abstand zwischen den naturbelassenen Flächen und den zu bestäubenden Pflanzen, desto seltener werden sie von Hummeln, Käfern oder Wildbienen besucht. Im Schnitt sinkt die Artenzahl in einer Entfernung von einem Kilometer zum nächsten Naturhabitat um mehr als ein Drittel, denn die meisten wildlebenden Blütenbesucher fühlen sich in artenreichen Biotopen am wohlsten. Ausserdem ist ihr Aktionsradius oft eingeschränkt; ein Grossteil der Bestäuber entfernt sich selten weiter als einen Kilometer von ihren Nestern.</p>
<p>Die Honigbiene ist der mit Abstand wichtigste Bestäuber in der Landwirtschaft. Laut der zitierten Studien stellt sie nämlich rund 50 Prozent aller Blütenbesucher. Honigbienen lassen sich zudem leicht in grossen Kolonien halten – ein Umstand, denn sich manche Landwirte zu Nutze machen, indem sie Imker bitten, ihre Bienenstöcke gezielt in den Feldern zu platzieren.</p>
<p>Fällt nun aber aus irgendeinem Grund auch die Honigbiene als Bestäuber aus, steht die Landwirtschaft vor einem Problem&#8230;und ganz unwahrscheinlich ist dieses Szenario nicht. So sind Honigbienen unter anderem wasserscheu und fliegen kaum bei Regenwetter; ausserdem können Krankheitserreger wie die Varroamilbe mitunter ganze Bienenvölker dahin raffen.</p>
<p>Landwirte tun daher gut daran, in ihren Plantagen und Ackerflächen Platz für naturbelassene Inseln frei zu lassen: so könnten sie sich – zumindest ein Stück weit &#8211; von der Honigbiene &#8220;emanzipieren&#8221; und ihr Betriebsrisiko minimieren, so die Forscher. Allerdings dürfen diese Inseln nicht zu klein sein, denn nur wenn viel natürliches Habitat um die Pflanzungen liegt, konnte eine Erhöhung des Fruchtansatzes festgestellt werden. „Diese fällt sogar noch grösser aus, wenn die Plantagen nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet werden.“</p>
<p><a href="http://idw-online.de/de/news478512" target="_blank">Weitere Infomationen</a></p>
<p>Bild: Jean-Luc, 2005 (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Jede dritte Schweizer Pflanze sieht rot!</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/jede-dritte-schweizer-pflanze-sieht-rot/48394</link>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 08:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag, 18. Mai, fand der erste Internationale Tag der Pflanze statt. Laut WWF Schweiz hat unser Land allen Grund, diesen Aktionstag ernst zu nehmen: Die Schweiz gehört zu den Ländern, in denen europaweit am meisten Pflanzen vom Aussterben bedroht sind. Mehr als ein Drittel der Schweizer Pflanzen steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Problematisch ist dies vor allem deshalb, weil die Schweiz für viele Pflanzen eine besondere Verantwortung trägt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel2.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-48400" title="Frühlings-Adonis" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel2-300x254.png" alt="" width="300" height="254" /></a>Am vergangenen Freitag, 18. Mai, fand der erste <strong>Internationale Tag der Pflanze</strong> statt. Laut WWF Schweiz hat unser Land allen Grund, diesen Aktionstag ernst zu nehmen: Die Schweiz gehört zu den Ländern, in denen europaweit am meisten Pflanzen vom Aussterben bedroht sind. Mehr als ein Drittel der Schweizer Pflanzen steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Problematisch ist dies vor allem deshalb, weil die Schweiz für viele Pflanzen eine besondere Verantwortung trägt.</p>
<p>Hauptgrund für das Pflanzensterben ist im Mittelland die intensive Bodennutzung. Gerade die Landwirtschaft erkauft sich ihre Rekordproduktion mit überhöhtem Einsatz an Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Darunter leidet die Natur: Zahlreiche Auen, Moore und ganze 95% der Trockenwiesen sind in der Schweiz verschwunden und damit der Lebensraum vieler Pflanzenarten. „Pflanzen auf nährstoffarmen Böden finden kaum noch naturbelassene Flächen, um sich auszubreiten“, sagt Thomas Wirth, Biodiversitätsspezialist beim WWF Schweiz.</p>
<p>In den Bergen sind zwar weniger Arten bedroht als im Mittelland, dafür sind die Auswirkungen umso einschneidender: Viele der betroffenen Pflanzen gedeihen ausschliesslich im Alpenraum. Sterben sie dort aus, sind sie weltweit für immer verschwunden. 150 Pflanzen auf der Liste dieser sogenannten Verantwortungsarten benötigen zu ihrem Schutz deshalb dringend Massnahmen. „Die bisherigen Anstrengungen waren bei weitem nicht ausreichend, sonst wäre diese Zahl heute nicht so hoch“, meint Wirth.</p>
<p>Eine Verbesserung der Situation ist aber möglich. Im Rahmen der „Agrarpolitik 2014 – 2017“ werden Landwirte stärker für die umweltgerechte Nutzung extensiver Bergwiesen und –weiden entschädigt. Gleichzeitig werden Fehlanreize für die Überdüngung der Landschaft abgeschafft. Der WWF unterstützt diese wichtigen Reformvorhaben.</p>
<p><a href="http://www.wwf.ch/de/" target="_blank">WWF Schweiz</a></p>
<p>Bild: © Christian Rixen / SLF</p>
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		<title>&#8220;Grünere&#8221; Corneflakes</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<description><![CDATA[Reis gehört zu den wichtigsten Ressourcen der Welt, denn etwa 20 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel bestehen aus dem Getreide. Dabei ist der konventionelle Reisanbau mit einer Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Einen ersten ganzheitlichen Ansatz zur Lösung der dringendsten Probleme im Reisanbau verfolgt der Nahrungsmittelhersteller KELLOGG.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Landscape-IMG_3082.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-48167" title="Reis Anbau Terrassen Indonesien" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Landscape-IMG_3082-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Reis gehört zu den wichtigsten Ressourcen der Welt, denn etwa 20 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel bestehen aus dem Getreide. Dabei ist der konventionelle Reisanbau mit einer Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Einen ersten ganzheitlichen Ansatz zur Lösung der dringendsten Probleme im Reisanbau verfolgt der Nahrungsmittelhersteller KELLOGG.</p>
<p>Zusammen mit dem United Nations Environment Programme (UNEP), der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem International Rice Research Institute (IRRI) wurde Ende 2011 die <strong>Sustainable Rice Platform</strong> gegründet. Ihre Ziele: Erhöhung des Ertrags pro Anbaufläche bei gleichzeitigem Umweltschutz, Steigerung des Einkommens der Farmer sowie verbesserter rechtlicher Schutz für die Arbeiter. Auf diese Weise sollen nicht nur die Lebensbedingungen verbessert und die Nahrungsmittelsicherheit erhöht, sondern auch die negativen Folgen für die Umwelt insgesamt abgeschwächt werden.</p>
<p>Denn die Herausforderungen im konventionellen Reisanbau sind zahlreich. So entsteht beim Anbau Methan – ein Gas, das von unabhängigen Instituten als 20-mal klimareaktiver eingestuft wird als CO<sub>2</sub>. Zudem verbraucht der Anbau des Getreides grosse Mengen an Wasser, da Felder häufig mehrmals im Jahr geflutet werden. Vor diesem Hintergrund ist der Umbau des Reisanbaus von der bisherigen intensiven Landnutzung auf den sogenannten integrierten Anbau notwendig, um Probleme ganzheitlich anzugehen. Wie Forschungsergebnisse belegen, schont die integrierte Landwirtschaft die Umwelt – und das bei steigendem Ertrag pro Hektar. So sei es möglich, dass der integrierte, produktive Anbau, der den Einsatz von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln nur unter strengen Auflagen zulässt, am Ende „grüner“ sei als der herkömmliche Bioanbau.</p>
<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/MM_Nachhaltiger_Reisanbau_10-05-2012.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Dohduhdah (Wikimedia Commons)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>SG: wie weit(er) mit Schutz der Trockenwiesen?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Trockenwiese]]></category>
		<category><![CDATA[WWF St. Gallen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nur auf nährstoffarmen Böden vorkommenden, artenreichen Trockenwiesen werden aufgrund der intensiven Landwirtschaft und Überdüngung immer seltener. Der Bund verpflichtete 2010 die Kantone, die Trockenwiesen auf ihrem Gebiet zu inventarisieren und entsprechend unter Schutz zu stellen. Der WWF St. Gallen begrüsst daher den politischen Vorstoss von Kantonsrat Ludwig Altenburger aus Buchs SG, der von der Regierung wissen möchte, wie man im Kanton St. Gallen den Schutz der letzten Trockenstandorte gewährleisten will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Trockenwiese-Amden-Rostseggenhalde.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-48159" title="Trockenwiese Amden Rostseggenhalde" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Trockenwiese-Amden-Rostseggenhalde-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die nur auf nährstoffarmen Böden vorkommenden, artenreichen Trockenwiesen werden aufgrund der intensiven Landwirtschaft und Überdüngung immer seltener. Der Bund verpflichtete 2010 die Kantone, die Trockenwiesen auf ihrem Gebiet zu inventarisieren und entsprechend unter Schutz zu stellen. Der WWF St. Gallen begrüsst daher den politischen Vorstoss von Kantonsrat Ludwig Altenburger aus Buchs SG, der von der Regierung wissen möchte, wie man im Kanton St. Gallen den Schutz der letzten Trockenstandorte gewährleisten will.</p>
<p>Denn die Artenvielfalt von Trockenwiesen ist äusserst beeindruckend: Wiesensalbei, Wundklee, Wiesenpippau, Fiederzwenke, Zittergras, Orchideen und viele anderen Pflanzenarten finden hier eine Heimat. Sie bilden wiederum den Lebensraum für Grillen, die verschiedensten Schmetterlings- und Heuschreckenarten sowie Schlangen und Eidechsen.</p>
<p>Im Kanton St. Gallen befinden sich solche artenreiche Wiesen noch bei Mosnang, Quinten, Pfäfers und Bad Ragaz. Auch der Innendamm des Rheins bildet einen wertvollen Lebensraum. Altenburger, Mitglied eines ornithologischen Vereins, musste in den letzten Jahren mit ansehen, wie die Bauern die Landwirtschaft immer mehr intensivierten: Aus Magerwiesen wurden fette Weiden und Trockenwiesen wurden immer seltener, so Altenburger.</p>
<p>Der Politiker hofft nun aber, dass als Fernziel im Zuge der Revitalisierung des Alpenrheins wieder neuer Platz für Mager- und Trockenwiesen entsteht. Momentan gehe es jedoch darum, die letzten bestehenden Flächen zu schützen, bevor die auch noch überdüngt würden und Pflanzen- und Tierarten verloren gingen. In einer einfachen Anfrage will er deshalb von den zuständigen kantonalen Behörden wissen, wie weit die Inventarisierung gediehen ist und der rechtsverbindliche Schutz besteht.</p>
<p>Im Kanton St .Gallen sind es rund 400 Flächen, die im Kantonalen Richtplan als Trockenwiesen und -weiden aufgeführt werden, was bei einer Gesamtfläche von etwa 400 Hektar ca. 0.2 Prozent des Kantons entspricht. 106 dieser Objekte stehen als Trockenwiesen und –weiden von nationaler Bedeutung zudem unter Bundesschutz. Dieser im kantonalen Richtplan verankerte behördliche Schutz lässt bereits heute einen Bauern nicht ohne Konsequenzen eine Trockenwiese aufheben, doch da die Gemeinden für den Schutz von Naturflächen zuständig sind, bietet erst der grundeigentümerverbindliche Rechtsschutz in den kommunalen Schutzverordnungen die Basis für einen dauerhaften Schutz. Gleichzeitig erhält der Grundeigentümer damit die notwendigen Rechtsmittel, um gegen die Schutzverordnung Einspruch zu erheben; diese Option wird aber nur von 2/5 aller Grundeigentümer genutzt, während 60% die Schutzverordnung akzeptieren. Viele der Schutzgebiete sind in privaten Händen und die Bewirtschafter erhalten für die Pflege der Schutzgebiete eine Entschädigung.</p>
<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Schriftliche-Anfrage-Trockenwiesen-und-Weiden.pdf" target="_blank">Schriftliche Anfrage</a></p>
<p><a href="http://www.wwf-sg.ch/" target="_blank">WWF St. Gallen</a></p>
<p>Bild: WWF St. Gallen</p>
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		<title>11 neue Biogas-Anlagen realisiert</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 19:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abfall und Recycling]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Anfall]]></category>
		<category><![CDATA[Biogas]]></category>
		<category><![CDATA[Coop]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Schweizer Landwirtschaft fallen jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Mist und Gülle sowie weitere organische Abfälle und Ernterückstände an, die als Rohstoff für die Gewinnung von Biogas eingesetzt werden können. Ziel des 2005 von Coop und EnergieSchweiz lancierten Public-Private-Partnership-Projekts &#8220;Naturafarm_Biogas50&#8243; war es, dieses Potenzial auf Coop Naturafarm- und zuliefernden Bio-Betrieben zu erschliessen. Elf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/news/abfall-recycling/wegweisende-biogasanlage-fuer-die-ostschweiz/4958 /attachment/biogas1" rel="attachment wp-att-18855"><img class="alignleft size-full wp-image-18855" title="biogas1" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/biogas1.jpg" alt="" width="106" height="150" /></a>In der Schweizer Landwirtschaft fallen jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Mist und Gülle sowie weitere organische Abfälle und Ernterückstände an, die als Rohstoff für die Gewinnung von Biogas eingesetzt werden können. Ziel des 2005 von Coop und EnergieSchweiz lancierten Public-Private-Partnership-Projekts &#8220;Naturafarm_Biogas50&#8243; war es, dieses Potenzial auf Coop Naturafarm- und zuliefernden Bio-Betrieben zu erschliessen. Elf Biogas-Anlagen wurden in diesem Rahmen realisiert. Sie produzieren heute genug Energie, um 1&#8217;800 Haushalte mit Strom und 1&#8217;000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.</p>
<p>Die 11 Biogas-Anlagen produzieren rund 6&#8217;400 Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr. Um die gleiche Strommenge zu erzeugen, bräuchte es eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 53&#8217;700 Quadratmetern oder elf Fussballfeldern. Und dank der Wärmeproduktion von 5&#8217;700 MWh sparen die 11 Anlagen jährlich 578&#8217;000 Liter Heizöl oder 1&#8217;500 Tonnen CO2. Aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit stellte Coop pro Anlage bis zu 200&#8217;000 Franken als Beitrag zu den Investitionskosten zur Verfügung, insgesamt rund 1,2 Millionen Franken. EnergieSchweiz unterstützte die Beratungsdienstleistungen mit total 72&#8217;300 Franken. Insgesamt lösten Coop und EnergieSchweiz so Investitionen von rund 10,5 Millionen Franken aus.</p>
<p>Grundlage für die Zusammenarbeit von Coop und EnergieSchweiz bildete eine Studie, die 2005 zeigte, dass rund 50 Naturafarm-Betriebe für eine Biogas-Anlage sehr gut geeignet wären. Coop wollte deshalb bis 2010 in die Förderung von fünfzig Biogas-Anlagen investieren. Die Informationsstelle stand schliesslich über die gesamte Projektdauer mit 71 Landwirten in Kontakt. 45 reichten schliesslich einen Antrag ein, davon erfüllten 19 die Förderkriterien. Acht Landwirte gaben ihre Projekte aus verschiedenen Gründen vor der Umsetzung auf, 11 Anlagen wurden gebaut.</p>
<p><a href="http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&amp;msg-id=44402"><strong>Medienmitteilung BFE</strong></a></p>
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		<title>30 Jahre Erste Hilfe am Baldeggersee</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 14:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Kieselbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gewässerschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Baldeggersee]]></category>
		<category><![CDATA[Phosphor]]></category>
		<category><![CDATA[pro natura]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Natura Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinezucht]]></category>
		<category><![CDATA[Seebelüftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der weltweit ersten Seebelüftung am Baldeggersee veranstalten die Seegemeinden und der Kanton Luzern am 12. Mai 2012 einen Erlebnistag. Die Symptombekämpfung ist zwar einigermassen geglückt, die Ursache des Übels aber bei weitem noch nicht beseitigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-47901" title="Baldeggersee" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Ohne-Titel-300x119.png" alt="" width="300" height="119" /></a>Am 12. Mai 2012 veranstalten die Seegemeinden und der Kanton Luzern einen Erlebnistag anlässlich des 30-jährigen Bestehens der weltweit ersten Seebelüftung. Pro Natura Luzern wird mit einem Informationsstand in Gelfingen präsent sein und den Besuchern aufzeigen, dass die Symptombekämpfung zwar einigermassen geglückt, die Ursache des Übels aber bei weitem noch nicht beseitigt ist.</p>
<p>Als Weltpremiere erhielt der Baldeggersee im Luzerner Seetal vor genau 30 Jahren eine Beatmungsmaschine. Zuviel Phosphor aus der intensiven Schweinehaltung und fehlende Kläranlagen hatten dazu geführt, dass dem See buchstäblich die Luft ausging. Die damals weltweit erste Belüftung eines überdüngten Sees und der Bau von Kläranlagen zeigte Wirkung: Der Phosphor-Gehalt im Baldeggersee ist deutlich gesunken. Doch auch heute noch gelangen viel zu viele Nährstoffe aus der Landwirtschaft in den idyllisch anmutenden, unter Naturschutz stehenden See, welcher seit 1940 Pro Natura gehört.</p>
<p>Die Belüftung des Sees ist zwar eine notwendige Erste-Hilfe-Massnahmen, mit der auch die geschädigte Seebesitzerin Pro Natura einverstanden war &#8211; doch sie ist keine Langzeitlösung. Der Umweltverband bemüht sich daher schon lange, die Ursachen für die Erstickungssymptome des Baldeggersees zu bekämpfen: nämlich die in ihren Augen zu intensiv betriebene Schweinemast rund um den See, aus welcher noch heute nach Angaben des Kantons Luzern jährlich mehr als die doppelte Menge des tolerierbaren Phosphors in die Gewässer gelangt. So sind denn auch die Tierbestände unverändert hoch, welche weiterhin via Direktzahlungen aus dem Landwirtschaftsbudget subventioniert werden.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/baldeggersee" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/aktuell" target="_blank">Pro Natura Schweiz<br />
</a><a href="http://www.pronatura-lu.ch/" target="_blank">Pro Natura Luzern</a></p>
<p>Bild:  Niklaus Troxler (© Pro Natura Luzern)</p>
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