Aktuelle Resultate einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts “gfs-zürich” zeigen deutlich: Immer mehr Leute wollen die Zersiedelung der Schweiz stoppen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) wollen die Siedlungsfläche auf dem heutigen Stand begrenzen. Vor fünf Jahren (2006) waren es noch 50 Prozent. Diese deutliche Mehrheit folgt damit der Landschaftsinitiative, die unter anderem eine Plafonierung der Bauzonen-Gesamtfläche in der Schweiz für 20 Jahre fordert. Die Umfrage wurde im Auftrag von Pro Natura durchgeführt.
Das Amt für Gemeinden und Raumordnung hatte im Juli 2009 den Teilzonenplan Engstlenalp der Gemeinde Innertkirchen genehmigt. Dieser will die touristische Nutzung in der landschaftlich wertvollen und bisher wenig beeinträchtigten Landschaftskammer regeln und ausbauen. Die von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Pro Natura, Pro Natura Bern und Pro Natura Berner Oberland eingereichte Beschwerde wurde von der Justizdirektion im Juni 2010 abgewiesen. Das daraufhin angerufene Verwaltungsgericht hat nun die Beschwerde in weiten Teilen gutgeheissen und die Planung an das Amt für Gemeinden und Raumordnung zur Neubeurteilung zurückgewiesen.
Der Zweckverband Region Zürcher Oberland fordert neue Bauzonen. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) findet diese Forderung irritierend. Kulturland und Kulturlandschaft stehen gerade im Zürcher Oberland seit Jahren unter einem starken Baudruck. Dieser führt auch zu einer erheblichen Verkehrsbelastung und zu entsprechenden Ausbauvorhaben. Es macht den Anschein, dass die Anliegen der Landschaftsinitiative und die gegenwärtige Debatte um die Begrenzung des Siedlungswachstums vom Zweckverband zu wenig beachtet werden.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) lobt die Bündner Regierung für die klare Haltung in Sachen Umbau von Ställen in Ferienhäuser. Das alpine Landschaftsbild in Graubünden ist eines der besterhaltenen der Schweiz, nicht zuletzt aufgrund einer konsistenten kantonalen Raumplanungspolitik.
Dank dem definitiven Rückbau einer Strasse zwischen Mategnin (Meyrin/GE) und Frankreich entsteht ein grosses zusammenhängendes Naturschutzgebiet − eine Premiere in der Schweiz. Pro Natura, der Kanton Genf und die betroffenen Gemeinden der Schweiz und Frankreichs haben die Baustelle am 7. April 2011 eröffnet. Dank dieser Anpassung wird ein biologisches Netzwerk wieder hergestellt, das durch die Überbauung verloren ging. Auch die Lebensqualität der Anwohner wird dadurch verbessert.
Am 7. Januar 2011 gingen beim Bundesamt für Umwelt BAFU in der vierten Eingaberunde seit 2008 neun Gesuche für Pärke von nationaler Bedeutung ein. Nach der Prüfung auf Vollständigkeit und nach dem Einreichen weiterer Unterlagen befinden sich nun alle Gesuche in der Hauptprüfung. Es handelt sich um acht Gesuche für Regionale Naturpärke sowie um das Gesuch [...]
100 Millionen Quadratmeter Land wurden allein seit der Lancierung der Landschaftsinitiative (Juli 2007) in der Schweiz verbaut. Die traurige Marke wird morgen, 17. März 2011, überschritten. Pro Natura und der Verein “Ja zur Landschaftsinitiative” fordern ein forscheres Tempo der Politik im Kampf gegen den immensen Bodenverlust.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) lehnt einen Bike-Park in Oberried aus landschaftlichen und raumplanerischen Gründen ab. Eine solche Einzonung würde ein schwerwiegendes Präjudiz und eine Ungleichbehandlung bedeuten. Die SL schlägt vor, für die heutige zonenfremde Nutzung in Oberried eine Lösung nach dem heutigen Gesetz zu suchen.
Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien hat in der Schweiz zahlreiche, teils umstrittene, Projekte für Kleinwasserkraftwerke ausgelöst. Die Kantone, welche die Bewilligungs- und Konzessionsverfahren für diese Anlagen durchführen, erhalten nun Unterstützung vom Bund. Die Bundesämter für Umwelt, Energie und Raumentwicklung haben eine “Empfehlung zur Erarbeitung kantonaler Schutz- und Nutzungsstrategien im Bereich Kleinwasserkraftwerke” veröffentlicht.
Am 8.März berichtet der Tages-Anzeiger, dass viele Gemeineden aus Angst vor einem drohenden Bauzohnenstopp versuchen, in letzter Minute noch zusätzliche Einzonungen vorzunehmen. In einigen Gemeinden geschieht dies obwohl noch Baulandreserven vorhanden sind oder in bereits bebauten Gebieten bessere architektonische Möglichkeiten gefunden werden könnten.